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Stadtbus soll Netz ergänzen

Ortsrat Krainhagen Stadtbus soll Netz ergänzen

Krainhagen soll an das geplante Stadtbus-System der Stadt Obernkirchen angeschlossen werden. Zielgruppe sind, laut Kämmerer Andreas Jasper,“Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind“.

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Problem-Straße – und wem gehört sie?

Quelle: mig

Krainhagen. Es ist eine Nachricht, die vor allem ältere Mitbürger freuen dürfte: an das geplante Stadtbus-System sollen auch die umliegenden Ortschaften angeschlossen werden. Ein Bus mit 18 Plätzen werde mehrmals am,Tag „die Runde machen“, sagte Andreas Jasper bei der Sitzung des Ortsrates Krainhagen. Ziel sei es „Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit“ die Fahrt zum Nahversorger oder zum Arzt zu ermöglichen. Die Preise werden wir „sehr günstig halten“, so Jasper weiter. Geplant ist eine Art „große Runde, ein Kreisverkehr“ mit Wendepunkten am Klinikum und in Krainhagen. Der Bus wird vor allem zu Zeiten halten, die vom ÖPNV nur schlecht abgedeckt werden. Die Strecken sind so ausgesucht, dass sie dem ÖPNV keine Konkurrenz machen.

 In nächsten zwei Jahren fährt der Stadtbus in einer Testphase. Man werde schauen ob der Bus angenommen wird und ob man eventuell einen größeren Bus brauche. „Und wir werden auch schauen, ob die Strecken, die wir jetzt anbieten angenommen werden“, machte Jasper deutlich. Es sei durchaus möglich die Strecken noch in bisschen“ zu verlegen – „Hauptsache ist, dass die Kilometer nicht mehr werden“, ergänzte Bürgermeister Thomas Mittmann. Es gebe durchaus die Möglichkeit, Strecken zu verlagern, „wenn man woanders Bedarf sieht.“ Das System ist übrigens so geplant, dass man mit dem Stadtbus direkt in den regulären Bus umsteigen kann. „Man kann beispielsweise in Krainhagen starten und dann irgendwo umsteigen“, so Mittmann weiter. Zeitmäßig sei das Stadtbus-System zwischen den Zeiten des ÖPNV angesiedelt, sagte Jasper. Er rechnet mit einer guten halben Stunde für die Runde vom Klinikum bis Krainhagen, „wir sind aber noch in den Abstimmungsgesprächen.“

Quarzdampf-Lampen sollen durch moderne LED-Technik ausgetauscht werden

 Eine weitere Ankündigung von Jasper betraf das Thema Straßenbeleuchtung. Die alten Quarzdampf-Lampen sollen noch in diesem Jahr und Anfang nächsten Jahres durch modernste LED-Technik ausgetauscht werden. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Tatsache, dass es für die alten Quarzdampf-Lampen keine Ersatzteile mehr gibt. „Wir werden von 1400 Lampen rund 1200 Lampen austauschen“, berichtete der Kämmerer den Ratsherren. Mittelfristig würde dadurch viel Geld eingespart, „weil die Unterhaltungskosten dadurch runtergehen.“ Über den Sommer sollen die Lampen im gesamten Stadtgebiet „von Krainhagen bis Gelldorf“ ausgetauscht werden. Das gilt aber nicht für historische Lampen. Das Licht der Lampen beschreibt Jasper als „reinstes Weiß“. Wobei man über die Lichtfarbe „reden könne“.

 In Sachen Straßensanierung machte Jasper dem Rat nur wenig Hoffnung. Aus „personellen Gründen“ könne man derzeit nur „verkehrssichernde Maßnahmen ergreifen“. Man sei aber nicht in der Lage, „größere Straßenzüge“ zu sanieren. Soll heißen: „Für Deckschichtmaßnahmen haben wir aktuell keine Mittel.“ Man werde jetzt erst einmal Schadensmeldungen sammeln, damit sich eine Sanierung lohne, machte Jasper deutlich. Mit großem Gerät anzurücken, mache nur dann Sinn, „wenn man mehrere Straßen zusammen hat.“ Ein Zuhörer sah das etwas anders: er monierte, dass die Kreisstraße 10 schon lange sanierungsbedürftig sei – man habe sogar die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert - „aber die Leute fahren trotzdem schneller.“ Grade als Zubringer zum Klinikum sei sie doch eine wichtige Straße. „Ich möchte mal sehen, wie das aussieht, wenn bald die Rettungswagen da runtersausen.“

Unglückliche Eigentumsverhältnisse

Während die Sanierung der K 10 kein Problem darstellen dürfte, ist das „Am Hackenberg“ anders. Ein die Straße kreuzender kleiner Weg sorgt seit vielen Jahrzehnten regelmäßig für Ärger. „Bei uns ist immer noch nichts passiert – das ist wirklich ein Trauerspiel“, meinte Anwohner Hartmut Lange kopfschüttelnd. Bis heute sei der teilweise geschotterte Weg „nur schlecht befahrbar.“ Jasper räumte ein, dass die Straße in der Unterhaltung „mit drin sei“ – man habe es aber im vorigen Jahr nicht geschafft zu „patchern“, es habe einen dreimonatigen Ausfall des Gerätes gegeben. Man wolle jetzt „das Wetter abwarten“, bevor man zu weiteren Maßnahmen greife.

 Allerdings machte Jasper auch auf die „unglücklichen Eigentumsverhältnisse“ aufmerksam. Der Weg sei in Teilen eine „Privatstraße“ - die Abtretung des Eigentums durch die Eigentümer sei rechtlich nicht bindend. „Das Problem, ist, dass es keine schriftliche Vereinbarung darüber gibt“, behauptete Jasper. Darüber hinaus wollten die Anlieger die 90 Prozent Ersterschließungskosten nicht übernehmen.

 Hartmut Lange kann das alles nicht nachvollziehen. Der Streit ziehe sich schon seit Jahrzehnten hin, „wir haben das Grundstück, auf dem die Straße verläuft, schon vor Jahrzehnten an den Bürgermeister abgetreten und jetzt sollen wir auf einmal die Erschließungskosten bezahlen?!“ Das sei nicht gerecht. Lange hat den Eindruck, dass „diese Sache, wie ein heisses Eisen immer weitergereicht wird, von Bürgermeister zu Bürgermeister und keiner kümmert sich darum.“ Das könne so nicht weitergehen. „Wir würden uns ein offenes Gespräch über all das wünschen, mit allen Beteiligten.“ rnk

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