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Standortgegner zeigen Flagge

Vehlen / Großklinikum Standortgegner zeigen Flagge

Das Megafon, mit dem Sabine Gallus-Vogt in der windigen Feldmark für die Unterstützung des vom „Landschaftsschutz Schaumburg“ betriebenen Kampfes gegen den Neubau eines Großklinikums wirbt, hat eine unfreiwillige Symbolik.

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Sabine Gallus-Vogt (rechts) vom Landschaftsschutz Schaumburg macht am Megafon deutlich, dass der Verein weiter Geldspenden benötigt, um gegen den Klinikumsneubau gerichtlich vorgehen zu können.

Quelle: wk

Vehlen. Können sich die Aktivisten doch nicht sicher sein, trotz engagiert geführter Kampagnen und bei Gericht eingereichter Klagen gegen den Bebauungsplan sowie ein mit dem Bauvorhaben einhergehendes Planfeststellungsverfahren in letzter Instanz Gehör zu finden.

 Dennoch gibt sich die Aktivistin streitbar: „Wir verfügen vielleicht nicht über die Möglichkeiten, die der Landkreis und der Träger des Baus haben, aber wir haben unsere Überzeugung, dass wir das hier zumindest nicht widerspruchslos hinnehmen wollen“, ruft sie den mehr als 50 Demonstranten entgegen, die dem Aufruf des 25 Mitglieder zählenden Vereins zu einer erneuten Protestaktion an der Großbaustelle gefolgt sind. Viele Fragen habe man bislang gestellt, bekomme diese von der Politik und anderen Institutionen jedoch „nur unzureichend beantwortet“, moniert sie. Zudem würden Entscheidungen wie etwa jene, ein Großklinikum in der Vehlener Feldmark zu errichten, gerne als „alternativlos“ dargestellt, um solch ein Projekt durchzusetzen. „Und schon entsteht das nächste Großprojekt, dessen Kosten am Ende aus dem Ruder laufen.“

 Was das Thema Kosten betrifft, weiß der Verein aus eigener Erfahrung, wie schnell sich einzelne Positionen aufsummieren. Bislang haben die von diesem über eine Anwaltskanzlei eingereichten Rechtsmittel nämlich „schon viel Geld gekostet – und werden es auch in Zukunft tun“, berichtet Gallus-Vogt. Insofern appelliert sie an die Demonstranten, die Arbeit des Vereins mit Geldspenden zu unterstützen, denn um die beiden laufenden Klageverfahren und weitere Rechtsmittel zu finanzieren, benötige man „noch ein paar Tausend Euro“.

 In diesem Zusammenhang spricht sie einen an all jene Standortgegner adressierten Dank aus, die dem Verein für seinen Kampf bereits in der Vergangenheit Geld gespendet respektive dessen Bemühungen „verbal“ unterstützt haben – und zwar „weil sie der Ansicht sind, dass man aufstehen und etwas tun muss, wenn man das deutliche Gefühl hat, dass etwas nicht richtig ist“.

 Zuvor hatte der Vereinsvorsitzende Gerhard Kirchner eindringlich an den schutzbedürftigen „Wert der Landschaft“ erinnert, der in der heutigen Zeit durch zunehmende Zersiedelung infrage gestellt werde. Bezogen auf die Feldmark würden durch den dortigen Neubau eines Großklinikums beispielsweise große Flächen versiegelt und die Naherholung beeinträchtigt. Ferner gehe Lebensraum für Fauna und Flora verloren. Überdies prognostizierte er, dass nach Fertigstellung dieses Bauprojektes viele bislang im Stadtgebiet von Obernkirchen ansässige Ärzte in ein am Klinikum-Standort zusätzlich entstehendes Ärztehaus umziehen würden, was „keine positive Entwicklung“ für die Innenstadt bedeuten würde. wk

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