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Obernkirchen Ortsteile Startschuss für Anbau-Arbeiten
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00:18 08.10.2017
Der Bauhof der Gemeinde hat am Mittwoch mit den ersten Arbeiten begonnen. Quelle: rnk
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ESCHER

Mit der Einrichtung des Waldkindergartens, in dem übrigens kaum noch Plätze frei sind, wurden Plätze in den anderen Regelkindergärten frei. Seit gut vier Jahren werden im „Räuberland“ zusätzlich zu 14 Regel-Kindergarten-Plätzen vier Integrationsplätze angeboten; Plätze, die der individuellen Förderung von Kindern mit Behinderung oder von Kindern, die von Behinderung bedroht sind, dienen. Zwei pädagogische Fachkräfte und eine Heilpädagogin kümmern sich um den Nachwuchs.

 Diese vier Plätze sind belegt, sie sind „auf längere Sicht verplant“, formuliert es Bürgermeister Heinz Kraschewski, was bedeuten soll: So schnell wird dort kein Platz frei. Das heißt, dass entsprechende Anfragen von Auetaler Eltern nicht bedient werden können. Die Eltern müssen ausweichen, etwa nach Bückeburg, in das Haus des Kindes. „Der Bedarf im Auetal“, so Kraschewski, „ist definitiv größer als das Angebot.“

Platz für zweite Gruppe

 Der Anbau soll Platz schaffen für eine zweite Gruppe, und ob es ebenfalls eine integrative Gruppe sein wird, das entscheiden Verwaltung und Politik. Immerhin: Den gesetzlich vorgeschrieben Standard an Fläche wird der neue Gruppenraum erfüllen. Circa 55 Quadratmeter wird er umfassen, sodass eine integrative Gruppe schnell eingerichtet werden könnte.

 Der kleine Haken: Es müsste außer der vom Landkreis finanzierten Heilerziehungspflegerin eine zusätzliche Erzieherin oder Sozialassistentin eingestellt werden, die von der Gemeinde bezahlt werden müsste. Für eine nicht-integrative Gruppe mit bis zu zehn Kindern wäre nur eine zusätzliche Erzieherin notwendig.

Kosten von 90.000 Euro

 90.000 Euro wird der Bau die Gemeinde voraussichtlich kosten, weil der Bauhof fest mit eingeplant ist. Das Land Niedersachsen fördert Baumaßnahmen für Ü3-Gruppen in Kindertagesstätten nicht.

 Mit großen Behinderungen im laufenden Betrieb rechnet Leiterin Andrea Schwarz-Geddert nicht; schon gar nicht, wenn die Kinder draußen spielen und somit hinter dem Gebäude. Erst wenn die Außenmauer zum Haupthaus durchbrochen wird, dann könne es wohl sein, dass man die Baustelle stärker bemerkt.

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