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Was aus dem Zeltplatz werden soll

Zahlreiche Nachnutzungsideen für ehemaligen Campingplatz Was aus dem Zeltplatz werden soll

Für das Gelände des brachliegenden früheren Campingplatzes hinter dem Gebäude der Krainhäger "Berghütte" gibt es jetzt gleich einen ganzen Strauß von Nachnutzungsideen.

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Dieser Schlagbaum ist einer von zweien, die die Umfahrt versperren. Sie soll wieder geöffnet werden.

Quelle: tw

Krainhagen. „Im Kopf“ haben sie der Ortsbeauftragte Matthias Konczak und in dem Bergdorf Sport treibende Vereine. Die Überlegungen laufen auf eine Dreiteilung des Areals für Vereinsinteressen hinaus – als Trainingsplatz, als Bogenschießanlage sowie als Standort des vom TSV Krainhagen ausgerichteten Zeltlagers zum Jahn-Bergturnfestes.

 Fakt ist aber zunächst: „Das Gelände wird als Campingplatz keine Zukunft mehr haben“, sagt Oliver Schäfer. Der Obernkirchener Bürgermeister mit Blick auf die Gesamtsituation „auf dem Berg“: „Der Fußballplatz vor der ‚Berghütte‘ wird von zahlreichen Sporttreibenden aus den Vereinen genutzt. Dazu kommen noch nicht wenige Kinder aus dem Ort.“ Vor allem mit Blick auf Letztere biete es sich an, aus einem Teil des Campinggeländes eine Art „Trainingsplatz für Jugendteams“ zu machen; wohlgemerkt keinen regulären großen Fußballplatz, wie er bereits vor der „Berghütte“ existiert.

 „Darüber hinaus“, so der Rathauschef, „hat es Gespräche mit dem Schützenverein gegeben.“ Demnach würde sich das Areal angesichts seiner Länge auch für eine Bogenschießanlage eignen – wenn der Verein denn eine solche Sparte aufbauen wolle. Besagte Anlage könne mit Netzen so abgesichert werden, dass für die Nutzer zur Rechten und Linken keine Gefahr besteht.

Last, but not least könne der TSV Krainhagen unter seinem Chef Heiko Heinz eine dritte Restfläche nutzen, um dort die Zeltlager im Rahmen der Jahn-Bergturnfeste zu veranstalten.

 Der Charme des Konzeptes: Es lässt sich nach Einschätzung Schäfers relativ schnell und zudem auch noch äußerst kostengünstig umsetzen. Größere Erdbewegungen seien nicht erforderlich, ein Glattziehen des Geländes reiche völlig aus.

 Was der Verwaltungschef berichtet, bestätigt der Ortsbeauftragte auf Nachfrage – und weiß noch mehr. „Das Gros der Flächen des Campingplatzes“, sagt Konczak, „bleibt in etwa so erhalten, dass sie dreimal im Jahr gemäht werden können.“ Sie sollen von Vereinen wie dem TSV als Zeltlager genutzt werden können. „Was den Teil des Geländes betrifft, der nahe der Waldkante liegt – den richten sich gerade Jugendliche aus Krainhagen her“, so der Ortsbeauftragte. Er hatte die etwa 15 Youngster im Umkreis des SV45 auf Anhieb für das Projekt eines Trainings- respektive Bolzplatzes begeistern können: „Sie sind Feuer und Flamme.“

 Das umso mehr, als bereits ein Aluminium-Fußballtor aus Ortschaftsmitteln bestellt worden ist. Die Jugendlichen sollen es selbst zusammenschrauben; sie haben bei der Wahl des Standortes freie Hand. „Auf diese Weise entlasten wir den großen Sportplatz“, sagt der Krainhäger.

 Stichwort Bogenschießanlage: „Der Schützenverein Krainhagen prüft derweil noch den Aufwand, den die Gründung einer Bogensparte nach sich ziehen würde“, so Konczak.

 Klar ist aber: Die bislang noch von zwei Schlagbäumen gesperrte Umfahrt des Platzes soll wieder geöffnet werden. Nur der mittlere Bereich soll künftig durch einen Poller abgesperrt werden. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist dieser Bereich von seiner Substanz her eher schlecht; zum anderen soll die Sicherheit der spielenden Jugendlichen gewährleitstet werden. Für die hat die Öffnung den Charme, dass sie „ihren“ Trainings- beziehungsweise Bolzplatz künftig mit dem Motorroller anfahren können.

 Zudem will Christian Anke auf dem Teil des Geländes, das er zusammen mit der „Berghütte“ erworben hat, weitere Parkplätze schaffen. „Sie sollen auf der Wiese vor dem Sanitärtrakt angelegt werden. Die Wiese ist etwa 300 bis 400 Quadratmeter groß und bietet Platz für bis zu 50 zusätzliche Autos. Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, berichtet Anke.

Noch im September 2013 hatte sich der Ortsrat dafür ausgesprochen, das bereits damals verwaiste 2000 Quadratmeter große Wiesengrundstück hinter der „Berghütte“ erneut als Campingplatz nutzen zu lassen. Ein Pächter stand in den Stadtlöchern – der aber später wieder abspringen sollte. Dafür hatte das Gremium um Ortsbürgermeister Thomas Mittmann (SPD) den beiden alternativen Konzepten „Hundefreilaufgelände und „Tiergestützte Heilpädagogik mit Eseln“ eine von beiden Fraktionen getragene einstimmige Absage erteilt. Der Ortsrat hatte sich von Interessen der Anwohner überzeugen lassen – und diese wollten weder Esel noch Hunde. Dabei habe die Abneigung gegen tierischen „Lärm“ und Gestank ebenso eine Rolle gespielt wie die Furcht, dass Kinder durch den Zaun ins Gehege greifen könnten und womöglich gebissen würden. tw

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