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Was lange währt

Kunst im Leerstand Was lange währt

Schon seit einigen Jahren ist unter Kunstschaffenden der Bergstadt die Idee herumgegeistert, leer stehende Ladengeschäfte zu offenen Ateliers umzufunktionieren, in denen sich Künstler mit ihren Arbeiten präsentieren.

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Mehr als ein Dutzend heimische Künstler haben sich zusammengetan und in Obernkirchen das „Atelier Vielfalt“ eröffnet. Mit auf dem Bild: Lieselotte Dehler-Schmal (Zweite von rechts), Hannelore Thomas (Dritte von rechts) und Dörte Worm-Kressin (Vierte von rechts).

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. „Das Problem war bloß, dass sich keine Vermieter fanden, die entsprechende Räumlichkeiten zu diesem Zweck für kleines Geld vermieten“, berichtet Dörte Worm-Kressin. Vielmehr wollten die kontaktierten Gebäude-Eigentümer immer gleich eine deren Meinung nach für eine Gewerbeimmobilie angemessene höhere Miete haben, was aber wiederum für die Kunstschaffenden nicht interessant war. Daher blieb es zunächst bei der Idee.

Doch jetzt ist in der Bergstadt das erste Projekt dieser Art realisiert worden – und zwar in einem ehemaligen Ladengeschäft am Bornemannplatz 2. Vermieter ist die Obernkirchener Stadtentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (OSB), die das Gebäude vor einiger Zeit erworben hat und eine hundertprozentige Tochter der Stadt ist. Zuletzt war die auf der Westseite des Bornemannplatzes gelegene Räumlichkeit, in der nun ein „Atelier Vielfalt“ eingezogen ist, von einem Kulturverein genutzt worden.

Besucher sind willkommen

Zuvor wurde darin ein Tierfutter-Geschäft betrieben, und davor war darin ein Backwaren-Shop ansässig, erinnert sich die Stadtkoordinatorin Worm-Kressin, die bei der Umsetzung der mit „Kunst im Leerstand“ überschriebenen Idee als „Schnittstelle“ zwischen der örtlichen Kunstszene und der OSB fungiert hat.

Dem „Atelier Vielfalt“ gehören derzeit rund 15 Kreative aus den Bereichen Grafik, Malerei, Bildhauerei und etwa Buchbinderei an. Diese haben sich das frühere Ladengeschäft für ihre Zwecke hergerichtet, teilen sich die Miete und gehen dort je nach Laune ihrem kreativen Schaffen nach: „Jeder hat einen Schlüssel und kommt hierher, wenn er Lust hat“, formuliert es Lieselotte Dehler-Schmal, die zu den Initiatoren dieses Projektes zählt und selbst der Bildhauerei frönt. Gearbeitet werde allein oder in der Gemeinschaft, wobei Letzteres sehr inspirierend sein könne.

Wobei übrigens auch Besucher willkommen sind: „Das ‚Atelier Vielfalt’ soll ein offenes Atelier sein, in das interessierte Leute einfach mal reinschauen können“, betont die Kunstmalerin Hannelore Thomas.

Mehr Leben am Bornemannplatz

Der Öffentlichkeit solle das Atelier demnächst aber auch mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden, ergänzt Worm-Kressin. Geplant sind außerdem Workshops zu unterschiedlichen Themen, für die man auch externe Referenten in die Bergstadt holen möchte. Angedacht ist etwa ein Töpferkursus im Herbst.

Aus Sicht der Verwaltung ist der Künstlertreff für die Stadt Obernkirchen nicht nur deshalb von Bedeutung, da dadurch ein Leerstand beseitigt werden konnte, sondern auch, weil dieser zu einer Belebung des Bornemannplatzes beiträgt, erklärt die Stadtkoordinatorin.

Zudem sei das Atelier „eine schöne Ergänzung“ zur geplanten Nachnutzung des benachbarten, ehemaligen Aldi-Marktes, in den – nach einem Umbau – das Jugendzentrum und eine Kampfsportschule des Vereins Obernkirchen Raptors einziehen werden (wir berichteten). wk

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