Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Wie das Gemeinschaftshaus renoviert werden soll

Vehlen / Ortsratsmittel Wie das Gemeinschaftshaus renoviert werden soll

Die Politiker im Ortsrat Vehlen haben sich auf ihrer jüngsten Zusammenkunft im Feuerwehrgerätehaus einvernehmlich darauf verständigt, aktuell noch nicht aufgebrauchte Mittel in die dringend nötige Renovierung der Dorfgemeinschaftsanlage investieren zu wollen.

Voriger Artikel
Klinikum: Rathauschef widerspricht den Grünen
Nächster Artikel
„Die rasen da ja durch wie die Tiefflieger“

Für das Dachgeschoss der DGA gibt es viele Interessenten.

Quelle: tw

Vehlen (tw). Auf Anregung von Martin Schulze-Elvert (CDU) soll das Geld konkret und vorrangig in den „Nutzraum“ im Bereich des Obergeschosses fließen; das Geld muss bis zum 15. Dezember verbraucht sein. Auf Anregung von Christoph Schuster, Vizefraktionschef der Christdemokraten, wird der untere Bereich von den Politikern in Eigenleistung instand gesetzt.

 Horst Lahmann, Ortsbeauftragter im Ehrenamt und Mitglied der SPD-Fraktion, hat das Gebäude inspiziert. Die Liste dessen, was zu tun ist, ist lang. So bröckelt der Belag auf der Eingangstreppe ab, braucht die Toilette eine neue Fluchttür. Zudem müssen viele Fugen wieder geschlossen werden. Stichwort Eingangsbereich, innen: Dort fällt der Putz von der Wand; neuer muss aufgetragen werden. Im Bereich des Treppenaufgangs sind Löcher in der Wand zu schließen, und ein Anstrich tut not. „Beides“, sagt Lahmann, „soll noch 2012 erfolgen.“

 Einwurf von Schuster: „Das können wir als Ortsrat mit etwas handwerklichem Geschick an einem Vormittag doch selber machen – und anschließend dann ein Bier zusammen trinken.“ Schuster mag nicht einsehen, warum für kleine Reparaturen stets eine Kostenstelle strapaziert werden muss.

 Doch Lahmanns Liste ist noch länger: So muss im Gebäude eine blinde Scheibe ausgetauscht werden. „Ganz viel zur tun“, so der Ortsbeauftragte, „gibt es im Bereich des Kindergartens.“ Dort muss der Fußboden abgeschliffen werden, müssen die Wände neu gestrichen und der Putz ausgebessert werden. Kurz: Bevor der Bereich nachgenutzt werden kann, „ist richtig was zu machen“.

 Der Kindergarten im Obergeschoss des Gebäudes war mit Beginn des neuen Kindergartenjahres aufgelöst worden. Seine Belegung war zuletzt von einer vollen auf eine halbe Gruppe zurückgegangen; die verbliebenen Steppkes fanden in anderen Einrichtungen Aufnahme.

 Wie Brigitte Ostermeier (SPD) berichtet, hat eine private und etwa zwölfköpfige Kindergruppe mit Müttern Interesse angemeldet, den Bereich des früheren Kindergartens im rechten Teil zu nutzen – und zwar jeweils mittwochs. Auch deswegen dränge die Zeit für eine Renovierung des Raumes. Allerdings müsse die Gruppe, so Harder, die durch die Benutzung entstehenden Kosten selbst tragen.

 Der Ortsratschef hat ein Interesse daran, dass sein Gremium den linken, größeren Bereich hergerichtet bekommt; dort sollen dann in Zukunft die wenigen öffentlichen Zusammenkünfte stattfinden. Als mögliche Mitbenutzer gelten die Mitglieder einer kirchlichen Jugendgruppe. Zudem gibt es Interesse, dort Sportgeräte unterzubringen. Es besteht also Abstimmungsbedarf. Fest steht derzeit nur soviel: „Die Kirchengemeinde“, so Harder, „ist nach einer Auskunft von Pastor Günter Fischer nach wie vor bereit, Räume in der Dorfgemeinschaftsanlage zu nutzen; wie und in welchem Umfang weiß ich noch nicht.“

 Eingedenk des Gesagten ist es aus Sicht von Ortsratsmitglied Martin Schulze-Elvert (CDU) sinnvoll, den Bereich „modular“ so zu gestalten, dass eine Mehrfachnutzung ohne Beiseiteräumen von Mobiliar möglich ist. Der TV Vehlen will dagegen offenbar unten bleiben. Oben wäre es für die vielen Mitglieder zu eng.

 Doch wie auch immer. Da die Restmittel nicht ausreichen, um die Renovierung von Ober- und Untergeschoss gleichzeitig in Angriff zu nehmen, plädiert Schulze-Elvert dafür, zunächst mit dem oberen Nutzraum zu beginnen – und sich dann in Eigenleistung über das Treppenhaus zum Ausgang vorzuarbeiten.

 Stichwort Ortschaftsmittel: Wie Kämmerer Andreas Jasper berichtet, sind unter dem Posten „Bauunterhaltung“ aktuell noch etwa 15000 Euro gebucht; die Summe wird indes durch erwartete Rechnungen für Straßenreparaturen stark geschmälert. „Denkbar wäre es“, so Jasper, „einen Teil des Geldes zu nehmen, um damit die vom Ortsrat gewünschten Bänke zu kaufen.“ Der Bauhof, bei dem der Kämmerer bereits um Sitzgelegenheiten nachgefragt hatte, hat keine mehr vorrätig. „Denkbar ist es alternativ aber auch, dieses Geld in die Renovierung der Dorfgemeinschaftsanlage zu stecken“, so Jasper. Eben das ist es, was der Ortsrat einstimmig befürwortet.

 Letztlich sind für den Posten Gemeinschaftspflege noch etwa 7000 Euro vorhanden; davon knapp die Hälfte Restmittel aus dem Vorjahr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg