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30 Minuten Stricken entspannt wie drei Stunden Yoga

Obernkirchen / Stadtbücherei 30 Minuten Stricken entspannt wie drei Stunden Yoga

Vier kleine Stricknadeln und ein Knäuel Wolle, mehr braucht man nicht, um ein Paar wärmende Socken zu stricken. Dass sich dennoch nicht allzu viele Frauen dieser Aufgabe stellen, liegt – von individuellen modischen Bedürfnislagen einmal abgesehen – auch daran, dass ihnen der Übergang vom Sockenschaft zum Sockenfuß handwerkliche Probleme bereitet.

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Die Stadtbücherei-Eulen Renate Herrmann, Sabine Wittkugel und Charlotte Köster führen in die Kunst des Sockenstrickens ein.

Quelle: wk

Obernkirchen (wk). Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Kreativ-Lust“ haben die „Eulen“ der Obernkirchener Stadtbücherei daher einen Workshop ausgerichtet, bei dem es der Ausschreibung nach „Rund um die Ferse“ gegangen ist und bei dem den Teilnehmerinnen gezeigt wurde, wie eben diese „Hürde beim Sockenstricken“ genommen werden kann.

 „Eine Socke ohne Ferse könnten wahrscheinlich alle Leute stricken, das ist nicht so schwierig“, erklärt Renate Herrmann, eine der drei den Kursus leitenden Ehrenamtlichen. Beim Stricken der Ferse sehe es indes ganz anders aus. Mehr als zehn unterschiedliche Varianten, in denen dieses für eine gute Passforn wichtige Teil der Socke ausgeführt werden kann, gibt es nämlich – angefangen bei der nur vom Namen her „einfachen Ferse“ über die klassische „doppelte Ferse“ (im Volksmund auch als „Zwickel“ bekannt“) bis hin zur modernen „Bumerang“- oder „Turbo“-Ferse. Und jede dieser Fersen-Varianten muss in einer speziellen Technik gestrickt werden, für die es übrigens sogar schriftliche Arbeitsanleitungen gibt: Die „Bumerang“-Ferse etwa wird demnach „in Reihen glatt rechts über die Maschen der ersten und vierten Nadel gestrickt“. Die Fersenmaschen auf diesen beiden Nadeln sind dann in drei Teile aufzuteilen, bevor „verkürzte Reihen mit sogenannten doppelten Maschen von außen nach innen, über die Maschen der Außenteile und über die jeweils äußere Masche des mittleren Drittels gearbeitet“ werden. Fast eine ganze DIN-A4-Seite lang geht es in diesem Stil weiter, wobei sich der Gedanke aufdrängt, dass dies die Sache zumindest für Strickanfänger nicht wesentlicher einfacher macht.

 Insofern überrascht es auch nicht, dass sich die acht an dem Workshop teilnehmenden Damen immer wieder an die drei strickerfahrenen Bücherei-„Eulen“ wenden, um sich den jeweils nächsten Schritt auf dem Weg zur perfekten Sockenferse zeigen zu lassen, anstatt solch theoretisches Geschreibsel zu studieren. Vielversprechend ist in diesem Zusammenhang Renate Herrmanns Ansage, dass man die Grundlagen des Sockenstrickens mit der entsprechenden praktischen Anleitung selbst als blutiger Anfänger innerhalb eines Nachmittages erlernen könne – einschließlich des Strickens der Ferse, wohlgemerkt.

 Außer dem reinen Nutzwert der selbst gemachten Fußkleider und dem Spaß an der kreativen Beschäftigung hat Kursteilnehmerin Gitte Holtmann noch ein weiteres Argument parat, warum es sich lohnt, sich mit dem Stricken von Socken zu beschäftigen: „Das beruhigt unheimlich“, verrät die Obernkirchenerin – und ergänzt, dass eine halbe Stunde Stricken die gleiche entspannende Wirkung wie drei Stunden Yoga habe soll. In so einer „Schnatterrunde“ wie diesem Workshop müsse man sich allerdings auch ganz schön auf die eigene Arbeit konzentrieren, um keine Fehler zu machen, räumt Margot Struckmeier aus Liekwegen gut gelaunt ein – und erntet dafür ein zustimmendes Lachen der anderen.

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