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30000 Euro sind zu wenig

Schlafhaus an der Stoevesandtstraße 30000 Euro sind zu wenig

Zwei Angebote hat die Stadt Obernkirchen für das Grundstück des Schlafhauses an der Stoevesandtstraße erhalten, beide liegen bei 30000 Euro, beide wurden vom Rat abgelehnt. Jetzt soll geprüft werden, wie teuer ein Abriss des Hauses kommen würde.

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Auch eine Möglichkeit für dei Stadt: Das Haus abreißen und dann das große Grundstück aufteilen und selbst vermarkten. Jetzt sollen die Abrisskosten ermittelt werden.

Quelle: rnk

OBERNKIRCHEN. Das Schlafhaus ist die Obdachlosenunterkunft der Stadt und wurde von ihr zum Verkauf angeboten, weil sich eine Sanierung nicht rechnet. Das Mindestgebot sollte sich am Bodenrichtwert orientieren und hätte bei 107000 Euro liegen müssen. Politik und Verwaltung hatten bei der Umsetzung eines Nachnutzungskonzeptes Städtebaufördermittel bis zu 30 Prozent in Aussicht gestellt.

Die beiden Angebote, so die Verwaltung, orientieren sich am Bodenrichtwert und den erwarteten Gesamtbaukosten oder am Grundstückswert abzüglich der Abbruchkosten. Vorschlag der Stadt: Es wird ein Angebot für den Abriss eingeholt, denn es komme ja möglicherweise auch eine eigene Vermarktung der Grundstücke in Betracht, erklärte Bürgermeistermeister Oliver Schäfer im Rat.

Heinrich Struckmeier (CDU) sprach sich dafür aus, mit einem Abrissunternehmer gleich einen Festpreis zu vereinbaren: „Meist wird es ja teurer, siehe Rathaus.“ Ansonsten schlage er vor, „vom Kaufpreis runterzugehen, um Risiken zu minimieren“. Jörg Hake (SPD) gab sich „völlig entspannt“, aber für 30000 Euro dürfe das Grundstück nicht weggehen. Er hätte das Thema allerdings durch die Verwaltung gerne „zügig“ bearbeitet: Allen sei bewusst, dass man dort „am Ende des Tages“ was tun müsse, sagte Hake. „Und jetzt haben wir die Chance.“ Horst Sassenberg (CD) sah es so: Man solle sich nicht der Illusion hingeben, „dass hier große Summen rauskommen“. Das Grundstück abzugeben, „wäre nicht schlecht, aber nicht zu diesem Preis“. Für weniger als 50000 Euro lasse sich das Schlafhaus nicht abreißen.

Gebäude hat historische Bedeutung

Michael Dombrowski von den Grünen sprach sich dagegen aus, die Abrisskosten zu ermitteln, das führe nicht weiter. Er verwies auf ein Gutachten des Katasteramtes. Generell habe das Gebäude eine historische Bedeutung und Lage sowie eine interessante Raumaufteilung. Bei einem Erhalt könne er sich Zuschüsse vorstellen.

Schäfer beendete die Debatte: Die Stadt werde die Abrisskosten ermitteln und Festpreisangebote einholen, möglichst drei: „Dann kennen wir den Preis für den Abriss.“

Doch bevor das Haus überhaupt abgerissen werden kann, muss ein neues vorgezeigt werden: Die Stadt will eine neue Obdachlosenunterkunft errichten, und sie hat in einem Interessebekundungsverfahren die Möglichkeiten breit gestreut: Gesucht wird ein Investor, und gebaut werden kann auf einem eigenen oder einem städtischen Grundstück. Auch über ein schon fertiges Gebäude, das den Ansprüchen genüge, könne man diskutieren. Gemeldet hat sich im Rahmen des Verfahrens ein potenzieller Investor, mit ihm soll die Verwaltung nun weitere Gespräche führen. Ob der Investor denn einen Standort für die neue Obdachlosenunterbringung vorgeschlagen habe, wollte Sassenberg noch wissen. Kurze Antwort von Schäfer: Nein. rnk

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