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34 Arbeitsplätze in Gefahr

Obernkirchener Sandsteinbrüche beantragen Insolvenz 34 Arbeitsplätze in Gefahr

Bei einer Versammlung im Aufenthaltsraum des Werkes sei die Stimmung gedrückt gewesen, sagt Rechtsanwalt Stephan Höltershinken. Kein Wunder: Gestern hat die Obernkirchener Sandsteinbrüche GmbH einen Insolvenzantrag gestellt.

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Das Gelände der Obernkirchener Sandsteinbrüche GmbH: Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter sollen an einem Strang ziehen.

Quelle: fwi

Obernkirchen. Umsatzrückgänge lassen das Fundament der Firma bröckeln. Kurz vor Weihnachten stehen 34 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

 Der Mindener Insolvenzverwalter Höltershinken bestätigte entsprechende SN-Informationen, als er am Donnerstag das Werksgelände besichtigte. Er zeigte sich aber guter Dinge, das Unternehmen und die 34 Arbeitsplätze retten zu können. Die Auftragsbücher seien voll.

 Zuletzt sei das nicht so gewesen, habe Steinbruch-Geschäftsführer Klaus Köster Höltershinken gegenüber erklärt. „Umsatzrückgänge“ und „die Kostenproblematik“ habe der Chef dem Insolvenzverwalter als Gründe für die Misere genannt. Über Details, sagte der Insolvenzverwalter gestern, könne er erst in den kommenden Tagen Auskunft geben.

 Köster, lobte Höltershinken, sei gegenüber den Mitarbeitern „sehr offen“ mit der Lage umgegangen. Angst und Verunsicherung seien trotzdem deutlich spürbar gewesen. Aber: Gehälter inklusive Weihnachtsgeld soll es weiter geben.

 Dafür hat Höltershinken bereits einen Antrag auf Vorfinanzierung gestellt. Normalerweise zahlt die Arbeitsagentur Insolvenzgeld nämlich erst, wenn der Insolvenz stattgegeben wurde. Jetzt will sich Höltershinken ein genaueres Bild machen. Die Hausbank Sparkasse, Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter müssten nun Teamarbeit zur Rettung des Unternehmens zeigen.

 Die Obernkirchener Sandsteinbrüche sind vielen wegen der 2007 dort entdeckten Saurierspuren bekannt. Der Sandstein selbst ist unter anderem im Obernkirchener Stift verbaut, im Mindener Dom, im Bremer Rathaus – und international zum Beispiel im Weißen Haus in Washington und im Katharinenpalast in Sankt Petersburg.

 Einen Teil des Geländes pachtet die Sandsteinbrüche GmbH vom Landkreis, wie dessen Sprecher Klaus Heimann bestätigte. Von der Insolvenz sei ihm aber nichts bekannt gewesen.

jcp

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