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521 Fälle begonnen, 565 abgeschlossen

Jugendhilfeausschuss in Obernkirchen 521 Fälle begonnen, 565 abgeschlossen

Bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses in der Obernkirchener Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche hat Leiterin Regina Reichart-Corbach den Tätigkeitsbericht 2015 vorgestellt: 385 Familien aus dem Schaumburger Land haben im vergangenen Jahr das Angebot der Beratungsstelle genutzt.

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Symbolbild

Quelle: dpa

OBERNKIRCHEN. 153 Familien, mit denen die Experten der Stelle schon einmal zusammengearbeitet haben, haben sich wieder angemeldet. Damit ergibt sich eine Gesamtzahl von 521 im Jahr 2015 beginnenden Beratungsfällen, 565 Fälle konnten abgeschlossen werden.

Die Beratungsstelle hält nicht nur für Familien umfangreiche Angebote vor, sondern arbeitet auch mit Schulen, Kindertageseinrichtungen, Ärzten und niedergelassenen Therapeuten zusammen. Als Fachdienst des Jugendamtes kooperiert sie darüber hinaus mit Einrichtungen des Landkreises und mit den örtlichen Amtsgerichten.

2015 arbeitete die Beratungsstelle mit 1028 Familien zusammen, in insgesamt 7277 Kontakten. Das sind durchschnittlich sieben Kontakte pro Fall, im Jahr zuvor waren es sechs. Die Anmeldungen bei der Beratungsstelle sind freiwillig, auch wenn die Vorstellung von Lehrern, Ärzten, dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst, Kindergärten, sozialen Diensten oder dem Familiengericht empfohlen wurde, die Beratung selbst ist kostenlos. „Insgesamt sind es weniger Neuanmeldungen als im Jahr zuvor gewesen“, erklärte Leiterin Reichart-Corbach; eine Erfahrung, die andere Landkreise auch gemacht hätten. Möglicherweise seien die Mitarbeiter 2015 zu beschäftigt mit unbegleiteten Flüchtlingen gewesen, „allerdings hatten wir immer gut zu tun“. Man habe sich daher mit den Familien, „die da waren, intensiver befasst“.

Die Sechs- bis 13-Jährigen waren mit 71,4 Prozent die stärkste Gruppe, mit fast 58 Prozent stellen die Jungen die Mehrheit der angemeldeten Kinder.

Nicht immer eine leichte Aufgabe

Die Anzahl der betreuten Kinder, die noch bei den beiden leiblichen Eltern wohnen, lag bei fast 50 Prozent. Die Zahl habe leicht zugenommen, so Reichart-Corbach. Alleinerziehenden Elternteile machten 34 Prozent aus, 13,3 Prozent aller angemeldeten Kinder leben in einer Stieffamilie. Trennungs- und Scheidungsberatung wurde in 19,3 Prozent aller Fälle nachgesucht: „Hier arbeiten wir überwiegend mit den getrennten Eltern, um diesen trotz Trennung zu einer erfolgreichen Elternschaft zu verhelfen.“

34,4 Prozent der Kontakte waren Gruppentraining, um Teilleistungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie „problematische Arbeitshaltungen“ zu kompensieren. „Das ist keine leichte Aufgabe“, ließ die Leiterin durchblicken: Wer es als Kind oder Jugendlicher erst einmal geschafft habe, zu Hause zu bleiben, der habe keinen Grund mehr, zur Schule zu gehen. Generell seien alle Fälle, die man habe, „dramatisch und nicht einfach zu lösen“, sagte Reichart-Corbach und meinte damit nicht nur die „schulverweigernden Kinder“.

Mehr als 40 Gruppen wurden von den Mitarbeitern der Beratungsstelle durchgeführt. In absoluten Zahlen kamen die meisten Fälle aus Bückeburg, gefolgt von Rinteln und Stadthagen. Auf 10000 Einwohner gerechnet stammten die meisten aus Obernkirchen, gefolgt von Bückeburg und dem Auetal mit dem gleichen Anteil.

In der Einrichtung sind ausgebildete Fachleute tätig. Das Angebotsspektrum reicht von der psychologischen Diagnostik bei vermuteten Teilleistungsstörungen bis hin zu umfangreicher Trennungs- und Scheidungsberatung. Außer der allgemeinen Erziehungsberatung der Eltern werden viele Kinder in Lese-Rechtschreib- und Dyskalkulie-Gruppen betreut.

Die Mitglieder des Ausschusses nahmen den Bericht zur Kenntnis .rnk

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