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Obernkirchen Stadt 56.000 Gäste - „ein guter Start“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt 56.000 Gäste - „ein guter Start“
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19:46 25.09.2018
Im ersten Jahr, in dem das Freibad unter Federführung des Fördervereins betrieben wird, haben die Besucher rund 150.000 Euro in die Kassen des Bades gespült. Quelle: wk
Obernkirchen

Zwar hätten sich zu Beginn „hier und da Baustellen aufgetan“, insgesamt sei es aber ein gelungener Start gewesen, fasst Schäfer zusammen. „Die Unterstützung, die wir beispielsweise von Baufirmen bekommen haben, war super“, erzählt der Vereinsvorsitzende. Von Ende April bis jetzt sind rund 56.000 Badegäste gekommen. „Eine gute Zahl“, findet Schäfer. Im vergangenen Jahr waren es schätzungsweise 8000 bis 10.000 Besucher weniger. Die Gäste spülten dieses Jahr rund 150.000 Euro in die Kassen des Sonnenbrinkbades. „Die hohe Gästezahl haben wir dem guten Wetter zu verdanken“, sagt Schäfer. Aber man sei auch im Verein stets bemüht gewesen, mehr Menschen für das Bad zu begeistern. Das sei nicht immer leicht.

Die Stammkundschaft bestehe aus Schwimmsporttreibenden. „Unser Bad ist ein Schwimmbad und kein Spaßbad – und das bleibt auch so“, sagt Schäfer. Daher würden Jugendliche das Bad eher meiden und andere Schwimmbäder aufsuchen. Mit speziellen Aktionen wolle man dennoch Anreize für Jugendliche starten. „Die Fitnass-Aktion“ im Bad war ein Erfolg. Wir denken darüber nach, ob wir so etwas im nächsten Jahr noch mal probieren“, so Schäfer. Auch das Nachtschwimmen sei ein Erfolg gewesen: Bei den drei Terminen sei das Becken eigentlich immer voll mit Badegästen gewesen. „Das ist ein Anziehungspunkt und ein Alleinstellungsmerkmal. In anderen Schaumburger Schwimmbädern kann man nicht bei Dunkelheit schwimmen“, sagt Schäfer.

Nachts dampft das Bad

Das Bad hat noch bis zum 3. Oktober geöffnet. Allerdings nur das 50-Meter Becken: Das Kleinkinder- und das Nichtschwimmerbecken weiter zu betreiben, würde sich aus Sicht des Fördervereins schon jetzt nicht mehr lohnen. „Wir haben in den letzten Nächten zum Teil Außentemperaturen von vier Grad Celsius gehabt. Da geht zu viel Wärme verloren – und zu wenige Gäste kommen, um die Kosten decken zu können“, sagt der Fördervereinschef.

Nachts dampft das Bad. Rund um die Uhr hält ein Spitzenlastkessel das Badewasser auf Temperatur. Schon in diesem Monat kann das Bad die laufenden Kosten nicht allein durch die Einnahmen decken. „Es kommen einfach kaum noch Tageskunden und spontane Gäste“, sagt Schäfer. Aus diesem Grund würde es auch keinen Sinn machen, das Bad länger geöffnet zu lassen. „Der Heizkessel kann außerdem nur ein Gebäude wärmen. Entweder das Schwimmbad oder die IGS. Und die Schule braucht spätestens nach den Herbstferien die Heizung“, so Schäfer. Man wolle jedoch überlegen, ob man im nächsten Jahr das Bad eventuell zwei Wochen länger geöffnet lassen kann. „Denn fallen die Schulferien anders, ist das möglich“, sagt Schäfer. leo