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83,01 Prozent: Traumergebnis für Schäfer

Obernkirchen / Bürgermeisterwahl 83,01 Prozent: Traumergebnis für Schäfer

Kurz nach 18.30 Uhr knallen die Sekt- und Kronkorken, feiern rund 75 Menschen, Weggefährten und Mitarbeiter im Rathaus einen Mann, der einem Traumergebnis soeben sehr, sehr nahe gekommen ist: Oliver Schäfer. Der SPD-Alleinkandidat hat bei der gestrigen Direktwahl des Bergstadt-Bürgermeisters 1662 Obernkirchener hinter sich versammeln können – 83,01 Prozent.

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In Sektlaune: Oliver Schäfer (Dritter von links) stößt mit Bern Kirsch (links), Horst Sassenberg (Zweiter von links) und Jörg Hake an. tw

Obernkirchen. Nur 340 Bürger stimmen mit nein – 16,98 Prozent. „Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, sagt Schäfer strahlend und ergänzt: „Wenn mir jemand vor der Wahl angeboten hätte: ,Du kriegst 80 Prozent.‘ Ich hätte angenommen.“

Sein bestes Ergebnis erzielt der alte und neue Rathauschef in Gelldorf, wo ihn 91,07 Prozent der Wähler auf den Schild heben; allerdings ist in Gelldorf auch die Wahlbeteiligung am schlechtesten: maue 17,04 Prozent. Sein „schlechtestes“ Ergebnis fährt Schäfer in Vehlen ein: Dort erhält er 75,74 Prozent; jeder Vierte stimmt gegen ihn. Die Nein-Stimmen können möglicherweise Denkzettel von Gegnern des Klinikumsstandorts in der Nachbarschaft sein – können, müssen aber nicht.

Stichwort Wahlbeteiligung: Die ist mit 26,06 Prozent alles andere als berauschend; wobei der Auftakt noch bis in die gestrigen Mittagsstunden nach Aussage von Beobachtern weit Schlimmeres erwarten lässt. „Ich selbst hätte mir eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent gewünscht“, bedauert der Wahlsieger. Aber: „Die Menschen haben mir in Gesprächen vor der Wahl immer wieder gesagt: ,Die Entscheidung ist doch schon gefallen. Was soll ich da noch wählen gehen?‘“ Am größten ist die Motivation noch im Wahllokal Volksbank: Dort geben 27,04 Prozent der Wähler ihre Stimme ab.

Der erste Dank des Bürgermeisters gilt gestern Abend seiner Frau Sandra und seinem Sohn Christoph, gefolgt von den Mitarbeitern des Rathauses und – natürlich – den Wählern.

„Jedes Wahlergebnis mit mehr Ja-Stimmen als Nein-Stimmen bedeutet eine gewonnene Wahl. Ich persönlich bin kein Freund von Eitelkeiten. Zu sagen, ein Wahlergebnis mit weniger als 60, 70 oder sogar 80 Prozent der Stimmen wäre ein Misserfolg, käme mir nicht in den Sinn“, hatte Schäfer im Gespräch mit unserer Zeitung kurz vor dem Urnengang erklärt. Und er ergänzt: „Einer möglichen mehrheitlichen Zustimmung damit vor den Kopf zu stoßen, wäre in meinen Augen arrogant und würde den Menschen berechtigterweise Argumente für ein Zunehmen der Politikverdrossenheit sogar auf lokaler Ebene frei Haus liefern.“ Ihm, Schäfer, sei es wichtiger, wenn die Bürger in Obernkirchen von ihrem Wahlrecht ausgiebig Gebrauch machen würden. Das Erste ist ihm mit 80 Prozent plus „x“ furios gelungen, das Zweite – leider – nicht.

Zum Vergleich:Bei der Wahl am 10. September 2006, als Schäfer fünf Mitbewerber hatte, gaben ihm 1521 Bürger ihre Stimme – 35,57 Prozent; bei der Stichwahl gegen den Christdemokraten Martin Schulze-Elvert 14 Tage später waren es 2091 Stimmen – 65,55 Prozent. Während bei der ersten Wahl immerhin noch 53,89 Prozent der Obernkirchener ihr Kreuz machten, waren es bei der Stichwahl am 24. September nur noch 39,99 Prozent.

Als am 25. Mai 2014 im benachbarten Eilsen der Samtgemeindebürgermeister gewählt wurde, erhielt Bernd Schönemann 87,12 Prozent; auch Schönemann war, wie jetzt Schäfer, einziger Kandidat.

Merke: Die gestrige war die letzte gesonderte Bürgermeisterwahl in Obernkirchen. Die nächste findet dann zusammen mit den Ratswahlen im Jahr 2021 statt. tw

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