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Abholzen für die Sicherheit

Obernkirchen / Bückebergbahn vor Saisonstart Abholzen für die Sicherheit

Mächtig ins Zeug gelegt haben sich die freiwilligen Helfer der Bückebergbahn Rinteln-Stadthagen GmbH, um den über Jahre immer üppiger gewordenen Bewuchs an der zuletzt kaum noch befahrenen Strecke im Zaum zu halten: Bäume, die sich schräg den Gleisen zuneigen oder Nachbargebäude beeinträchtigen, oft morsche Äste abzuwerfen drohen und reichlich Buschwerk.

Obernkirchen (rnk). Der Hintergrund: Über dem Gleiskörper ist das sogenannte Lichtraumprofil freizuhalten; weder Züge noch aus dem Fenster schauende Passagiere dürfen während der Fahrt von herabhängenden Zweigen gestreift werden. Außerdem sind an den Bahnübergängen Sichtdreiecke freizuhalten, um den rechtzeitigen Blickkontakt zwischen Lokführern und Autofahrern zu gewährleisten. Dafür sind eigentlich die Straßenbaulastträger verantwortlich, wie beispielsweise an der Piepenbreite, die diese Aufgabe aber nicht ausreichend annehmen.

 Ein weiterer Tribut wird der Natur abverlangt, wenn die Sicherheit von Brücken, Portalen und Durchlässen in Gefahr ist. Dort leisten die Wurzeln heimlich unter der Erde ihr zerstörerisches Werk und lassen für die Bückebergbahn hohe Sanierungskosten entstehen. So wie aktuell in Obernkirchen beim Tunnel zum Sonnenbrink, der wegen herausgefallener Deckensteine gesperrt ist. Hier muss zur Sanierung von oben Erde abgetragen werden, bis Ostern erfolgt zunächst eine provisorische Sicherung und vorübergehende Öffnung. Die Maßnahmen werden dabei punktuell vom Baubetriebshof der Stadt Obernkirchen unterstützt.

 So sehr die Auslichtungen von den Anliegern erst mal als Kahlschlag wahrgenommen wird, heißt es in einer Presseerklärung des Fördervereins, „gibt es doch im Gegenzug der Natur die Chance einer Diversifizierung. Neue Lichtbereiche mit blühenden Pflanzen bilden Kleinlebensräume für Hummeln, Schmetterlinge und Sandbienen, und auch manche Kleinsäuger und Vögel finden das gar nicht schlecht.“

 All diese Maßnahmen seien erforderliche Arbeiten, um die touristische Eisenbahnsaison, die Ostermontag mit einer Schienenbusfahrt beginnt, sicher durchzuführen.

 Der anfallende Holzverkauf sei nur dabei ein „Nebeneffekt“. Wie der Förderverein mitteilt, können derzeit noch kleinere Mengen Brennholz in Obernkirchen abgegeben werden.

 Interessenten melden sich unter (0174) 2533332.

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