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Abschied vom Stift

Veränderung Abschied vom Stift

Mit einer an Erinnerungen, Gedanken und Lobpreismusik reichen Feierstunde sowie einem Festgottesdienst hat die Tagungsstätte Obernkirchen des Vereins Geistliche Gemeinde-Erneuerung (GGE) „Abschied vom Stift“ genommen, in dessen Westflügel diese Einrichtung seit 1994 betrieben worden ist.

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Für Ulrike Tielbürger (kleines Bild) und ihren Ehemann Holger Tielbürger endet das Kapitel „Tagesstätte im Stift Obernkirchen“. Der Pastor gibt beim Abschied als Gitarrist und Sänger den Ton an.

Quelle: wk

Obernkirchen. „Manch einer freut sich auf etwas Neues, Mancher ist etwas wehmütig – alles hat Platz“, resümierte Ulrike Tielbürger, die die Tagungsstätte seit 2009 gemeinsam mit Pastor Holger Tielbürger, ihrem Ehemann, geleitet hat (davor hatte sie die Leitung ein Jahr lang kommissarisch innegehabt). Wie man mit Veränderungen im Leben umgehe, hänge nämlich immer auch davon ab, was für ein Typ Mensch man sei. Denn: „Wir sind so.“

Die im geistlichen Sinne „gute Botschaft“ sei aber die: „Gottes Tür schließt sich nicht“, betonte Ulrike Tielbürger nicht zuletzt mit Blick auf das vielfältige Seminar- und Veranstaltungsprogramm, das nach Auflösung der Tagungsstätte Obernkirchen in anderer Form fortgesetzt wird.

Hierzu berichtete der GGE-Vorsitzende (und Pfarrer) Henning Dobers auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die von dem Verein ausgerichteten Seminare respektive Veranstaltungen – bislang ungefähr zwölf bis 14 pro Jahr – zukünftig an unterschiedlichen Orten in Deutschland durchgeführt werden. Die dafür benötigten Räumlichkeiten werde man anmieten – allerdings, um Kosten zu sparen, nur für die Dauer der jeweiligen Seminare.

Wirtschaftliche Gründe

In diesem Kontext erklärte Dobers, dass sich der Verein allein aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen gesehen habe, den mit dem Stift geschlossen Mietvertrag zum 31. Januar 2017 zu kündigen und den Betrieb der Tagungsstätte Obernkirchen einzustellen. Denn man habe zwar ein „super Angebot“, aber selbst wenn alle rund 30 Betten der Tagungsstätte das ganze Jahr über belegt wären, würde man trotzdem „ein Minus“ machen. Zumal die sich „zu fast einhundert Prozent“ aus Spendengeldern finanzierende GGE dafür keine Zuschüsse seitens der Evangelischen Landeskirche erhalte.

Damit sich die Tagungsstätte Obernkirchen tragen würde, müsste diese – eine entsprechende Auslastung vorausgesetzt – über mindestens 60, besser jedoch 80 Betten verfügen, ergänzte Holger Tielbürger.

Zur GGE selbst, deren Sitz in Hannoversch Münden ist, informierte die Verwaltung der Tagungsstätte Obernkirchen, dass es sich bei ihr um „eine Bewegung der Hoffnung“ handele. Seit mehr als 30 Jahren stehe die GGE für eine „Gemeinschaft von Christen, die sich dafür einsetzen, dass Menschen und Gemeinden neu von Gottes Geist erfüllt werden. Es ist eine deutsche Bewegung, die in allen Bundesländern vertreten ist.“

Tagungsstätte bot viele Möglichkeitem

Zusätzlich zu deren eigenem Seminar- und Veranstaltungsprogramm bot die Tagungsstätte die Möglichkeit, deren Räumlichkeiten (18 Gästezimmer, ein Seminarraum, ein Gruppenraum und eine Kapelle) auch für andere Zwecke zu nutzen. So konnten „Gemeinden aller Konfessionen“ diese etwa für Gemeindefreizeiten, Schulungen und „Stille Zeiten“ buchen. Ferner gab es Seminarangebote für Seelsorge und Bibelarbeit, ebenso fanden Leiter-Seminare, Chor-Wochenenden und Malerei-Kurse statt. Auch ein Workshop mit afrikanischen Musikern war dort ausgerichtet worden – sie waren Gäste des Superintendenten des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg, Andreas Kühne-Glaser.

Die am vergangenen Sonnabend begangene Abschlussveranstaltung begann mit einer Feierstunde im Festsaal des Stiftes, bei der Ulrike und Holger Tielbürger eine kurze Ansprache hielten und gemeinsam mit den Gästen moderne Lobpreislieder sangen. Zudem erzählten einige Teilnehmer von ihren persönlichen Gottes-Erfahrungen. Überdies setzte Dobers einen geistlichen Impuls. Bei dem sich an ein ebenfalls gemeinsames Mittagessen anschließenden Festgottesdienst verabschiedete die GGE die Mitarbeiter der Tagungsstätte und entpflichtete Ulrike und Holger Tielbürger von deren Aufgaben. wk

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