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Obernkirchen Stadt Abschied von Gabriele von Spaeth
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09:36 10.01.2019
Gabriele von Spaeth. Quelle: archiv
Obernkirchen

Am 3. Januar verstarb die Altäbtissin des Stiftes Obernkirchen, Gabriele von Spaeth, im Alter von 92 Jahren.

Sie wurde am 15. Februar 1926 als älteste Tochter des Landwirtes Hans von Spaeth und dessen Ehefrau Thea, geborene Sehmer, geboren in Gut Meyken (Ostpreußen). Nach ihrer schulischen und fachlichen Ausbildung war sie von Januar 1956 bis April 1970 in der herzoglichen Familie von Schleswig-Holstein tätig, zunächst in der Verwaltung, später auch als Hausdame und Privatsekretärin. Nach dem Abschluss der Meisterprüfung der ländlichen Hauswirtschaft im Jahr 1969 wanderte sie nach Kanada und Amerika aus, kam jedoch im Jahr 1973 nach Deutschland zurück und war zunächst als Direktionsassistentin in einer Privatklinik tätig. Ab April 1977 war sie Hausdame im Wohnstift Augustinum in Heidelberg.

Anschließend kam sie nach Obernkirchen und war von 1990 bis 2001 Äbtissin des Stiftes. 2005 übernahm sie außerdem die Vertretung für die erkrankte Äbtissin Hannelore Kopp. Diese Vertretung endete im Juni 2008 mit der Bestellung der derzeitigen Äbtissin Susanne Wöbbeking.

Stift für Besucher geöffnet

Gabriele von Spaeth hat das Stift in ihrer Wirkungszeit für Besucher geöffnet. Besonders am Herzen lag ihr auch der Loccumer Freundeskreis, aus dem 1990 das „Treff im Stift Obernkirchen“ hervorging. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe befassen sich fachkundige Referenten aus ganz Deutschland in jedem Jahr mit einem neuen Themenkreis. Ergänzend zu den Vorträgen im Festsaal des Stiftes werden auch Musikveranstaltungen, Ausstellungen und Exkursionen durchgeführt, die im direkten Zusammenhang zu dem Jahresthema standen. Organisiert wurden all diese Begegnungen von Gabriele von Spaeth, Werner Hobein und Sibylle Schlusche, die den Vorstand bildeten. In der Amtszeit der jetzt Verstorbenen wurde außerdem der Westflügel des Stiftes zu einem Tagungszentrum ausgebaut.

Auch noch in ihrem Ruhestand nahm von Spaeth regen Anteil am Wirken des Stiftes, weiß Äbtissin Susanne Wöbbeking zu berichten. Zudem engagierte sie sich weiter im Stiftsgarten und sorgte dort für wunderbare Blumenpracht. In Erinnerung wird sie vielen Menschen vor allem für ihre Herzenswärme bleiben.

Von Siegfried Klein