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Absolut großstadttauglich

Zweites Chorfest in Obernkirchen Absolut großstadttauglich

Von Männergesang bis hin zu deutschsprachigem Rock und Pop: Das zweite Obernkirchener Musikfest unter dem Motto „Kultur mit Spaß!“ hat ganz im Zeichen des Chorgesangs gestanden. Zwei Tage folgte Auftritt auf Auftritt – insgesamt 16 Formationen beziehungsweise Solisten sorgten für ein Programm, das es so sonst nur in Großstädten gibt.

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Während im Hintergrund der Projektchor „Vielfalt“ singt, tanzen vorne die Line-Dance-Corner-Schaumburg.

Quelle: mig

Obernkirchen. „Willkommen, willkommen, ihr all von nah und fern“ – der vielstimmige Gesang aus dem Foyer des Schulzentrums ist von Weitem zu hören. Auf der Bühne steht Klaus-Dieter Scheithauer, treibende Kraft hinter dem Musikfest, und dirigiert das Publikum. Nur dasitzen und zuhören? Nicht mit Scheithauer. Beim Event des Männergesangvereins (MGV) Obernkirchen ist Mitmachen erste Bürgerpflicht. Wer nicht singen kann, summt eben. „Geht doch“, meint Scheithauer schmunzelnd. „Das haben Sie richtig gut gemacht.“ Er, so viel stand schnell fest, lebt Musik. Mit seinem engagierten Einsatz („Musizieren und Singen – das ist Lebensqualität“) macht er die beste Werbung für die Chorszene und überhaupt für den gesamten Chorgesang.

 Und die Gäste? Die haben an den beiden Festtagen ebenfalls ihren Spaß. Die vielen Auftritte – das offene Singen: „Es ist großartig, was die Organisatoren auf die Beine gestellt haben“, sagt Reinhard Dietrich, der mit Frau und Schwiegermutter aus Rinteln angereist ist. Schon im vergangenen Jahr habe er gehört, wie interessant das Musikfest sei. „Das wollten wir jetzt mit eigenen Ohren hören. Wir mögen Chorgesang sehr.“ Bisher habe ihm die Veranstaltung sehr gut gefallen, ergänzt seine Frau. „Es ist ein ganz breites Spektrum – das Niveau ist sehr hoch.“ Das finden auch Heinz und Monika Wehmeyer, die auch das erste Mal dabei sind. „Wir sind mit meiner Mutter hier – es ist toll, was geboten wird, und das gratis.“

 Vielseitig und abwechslungsreich – so lässt sich das Musikfest tatsächlich am besten umschreiben. 16 Formationen und Solisten machten es zum Leckerbissen, zwei Tage summt und singt ganz Obernkirchen. Mit dabei ist alles, was in Schaumburg Rang und Namen hat. Die Schaumburger Märchensänger und der Schaumburger Jugendchor (beide mit zwei Chören), der Frauenchor Bückeburg, die Kirchenchören, der MGV Obernkirchen, der Gemischte Chor Bad Eilsen und Solistin Beate Josten. Kontraste setzten das Blasorchester TSV Krainhagen, die Line-Dance-Corner Schaumburg, der Projektchor „Vielfalt“, „Westpol.“ und die „Acoustic Moments“. Kurzum: ein ausgewogenes, spannendes Programm, das gezeigt hat, wie „ungeheuer reich die Musikszene in Obernkirchen ist“.

 Viel Spaß hatten aber nicht nur die vielen Zuhörer – auch die Akteure waren „mit Herzblut“ dabei, wie Scheithauer feststellte. Darunter auch zwei Jugendliche – Sarah Lühring und Hatice Sucu. Die beiden singen im Projektchor „Vielfalt“, hatten jetzt ihren ersten größeren Auftritt. „Wir haben bislang noch nie im Chor gesungen, bis uns Herr Scheithauer angesprochen hat“, so Sarah. Sarah und Hatice sind sehr musikalisch, spielen Klavier und Gitarre, wollen auch in Zukunft weiter singen. „Das macht jede Menge Spaß“, sagt Sarah. „Die Gemeinschaft mit den anderen und dass man tolle Lieder singen kann.“ Wie gut die zwei bereits sind, das zeigte sich, als der Projektchor auf der Bühne „Hallelujah“ von Leonard Cohen anstimmte. Es gab keinen falschen Ton, dafür aber klare, frische Stimmen. mig

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