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Ältester Mandant vor 150 Millionen Jahren geboren

Obernkirchen / Anwaltshaus Ältester Mandant vor 150 Millionen Jahren geboren

Das gediegene Ambiente des Stift-Festsaals hat am Freitag die adäquate Kulisse für die Feier des 100-jährigen Bestehens der heute als „Anwaltshaus in Schaumburg“ firmierenden Kanzlei Wittum abgegeben.

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 Oliver Schäfer (von links) überreicht Friedbert und Maximilian Wittum ein Gastgeschenk.

Obernkirchen. Der Festakt führte zahlreiche Freunde, Wegbegleiter und Mandanten der am 5. November 1912 von Karl Lodtmann gegründeten Sozietät zusammen. „So ein Jubiläum ist in unserer heutigen Zeit nicht mehr alltäglich“, merkte Bürgermeister Oliver Schäfer an, der den Reigen der Grußredner eröffnete.

 Die von Junior Maximilian Wittum begrüßten Gäste hörten zudem weitere Wortbeiträge von Ingrid König (Haus & Grund), Wolfgang Schmidt (ADAC/Motorclub Schaumburg), Hans Herbst (Mandantenvertreter) und Dietmar Janzen (Rechtsanwaltskammer Celle). „Im Namen der Kammer wünsche ich Ihnen, dass Sie auch weiterhin, wie in Paragraf 3 der Bundesrechtsanwaltsverordnung normiert, als berufener, unabhängiger Berater und Vertreter Ihrer Mandanten in allen Rechtsangelegenheiten unabhängig von allen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen erfolgreich kämpfen“, erklärte Janzen. Das Haus bürge seit 100 Jahren für Qualität und Kompetenz, meinte der 77-jährige Herbst, der der Kanzlei seit mehreren Jahrzehnten verbunden ist. „Und ich bin sicher, dass das auch so bleiben wird.“

 Seniorchef Friedbert Wittum blieb es vorbehalten, auf die Geschichte des Anwaltshauses zurückzublicken. Auf Lodtmann folgte am 3. August 1949 der Rechtsanwalt und Notar Otto Möller, der insgesamt 33 Jahre im Amt war. 1979 trat Friedbert Wittum in die Kanzlei ein und übernahm sie 1982. Wittum sen. ist seit Juni 1979 Rechtsanwalt und wurde im Juli 1982 zum Notar bestellt. Seit 1983 ist er als Nachfolger von Möller Vorsitzender des Vereins „Haus und Grund Obernkirchen“ und Vertragsanwalt des Clubs „ADAC“. Der Seniorchef gab 1993 das Buch „Recht auf dem Campingplatz“ (in der dritten Auflage vergriffen) und 2011 – gemeinsam mit Sohn Maximilian (seit 2008 in der Kanzlei) und Büroleiterin Sylvia Nelges-Meier – das Buch „Erbrecht in 50 Fällen“ heraus. Die Gründung der Partnerschaftsgesellschaft „Anwaltshaus in Schaumburg – Wittum & Partner, Rechtsanwälte“ erfolgte 2009.

 Derzeit macht die Sozietät in der Bergstadt unter anderem mit einer an jedem ersten Freitag im Monat um 11 Uhr zu wechselnden – meist aktuellen Themen – angebotenen halbstündigen juristischen Vorträgen auf sich aufmerksam. Im Hinblick auf den zu diesem Zeitpunkt stattfindenden Obernkirchener Wochenmarkt trägt diese Vortragsreihe den Titel „Recht zur Marktzeit“. Im Rahmen der Jubiläumsfeier hielt Christoph Meinecke (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen) einen Festvortrag, der das Thema „Aktuelle Wirtschaftspolitik vor dem Hintergrund der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen“ zum Inhalt hatte.

 Der Festakt offerierte seinen gut gelaunten Besuchern unterdessen – was in Juristenkreisen niemanden verwundert hätte – keineswegs nur „trockenes“ Faktenmaterial. Insbesondere vier Auftrittsblöcke der Sängerin Anette Pflug-Herdrich, die sich den Genres „Puccini“, „20er Jahre“, „Hollywood“ und „Musical“ widmete und sowohl das Publikum als auch die Kanzleichefs in ihre Darbietungen einbezog, bescherten der Zusammenkunft eine locker-legere Atmosphäre.

 Sehr zum Gefallen des Publikums geriet ein gemeinsamer Auftritt der Vokalartistin mit Friedbert Wittum, in dessen Verlauf sie dem Senior ein Küsschen abluchste. Dieser hatte die illustre Gästeschar zuvor mit humorigen Informationen und Anekdoten verblüfft, die auf eine wesentlich länger als lediglich ein Jahrhundert zurückreichende Verwurzelung des Hauses „Wittum & Partner“ mit Obernkirchen schließen ließen. „Der älteste Mandant unserer Kanzlei stammt nicht etwa aus der Römerzeit“, nahm er Bezug auf die Entdeckung römischer Siedlungsspuren im Zusammenhang mit der Errichtung des Gesamtklinikums Schaumburg in der Vehler Feldmark. Sondern: „Unser ältester Mandant wurde vor rund 150 Millionen Jahren geboren.“ Womit die Verbindung zu den vor fünf Jahren auf dem Bückeberg entdeckten Dinosaurierspuren geknüpft war.

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