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Stromabschaltung im Sommer Alles ein Netz

Das ehemalige Stromnetz der Obernkirchener Kernstadt wird aktuell mit dem Stromnetz der Ortschaften verbunden. Damit wird es technischer Bestandteil des Netzes von Westfalen-Weser-Energie und die Sicherheit und Zuverlässigkeit erhöht. Im Sommer muss der Strom daher einmal abgeschaltet werden.

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Aus dem Umspannwerk Westendorf wird nur noch ein Obernkirchener Betrieb versorgt: Ardagh.

Quelle: rnk

Obernkirchen. In den vergangenen Wochen fanden die Bauarbeiten am Kleistring statt. Es sind Arbeiten, die, zeitlich gesehen, zurückführen in die siebziger Jahre, zur Kreisreform. Denn historisch orientierten sich Stromnetze an politischen Grenzen. Dadurch wurde das Netz der Kernstadt Oberkirchen (früher: Landkreis Grafschaft Schaumburg) vom Umspannwerk (UW) Obernkirchen (früher: Elektrizitätswerk Wesertal) gespeist.

Betrieben wurde das Stadtnetz von den Stadtwerken Obernkirchen und später von den Stadtwerken Schaumburg Lippe. Die Ortsteile Krainhagen, Vehlen, Gelldorf und Röhrkasten wurden einst vom Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg versorgt und betrieben. Mittlerweile hat die Stadt Obernkirchen die Konzession für das Stromnetz des gesamten Stadtgebietes an Westfalen-Weser-Netz (WWN) vergeben. Man könnte es so sagen: Somit ist die Kreisreform von 1974 auch in Obernkirchen vollständig umgesetzt.

Eine Arbeit in drei Etappen

Heute ist alles ein Netz, und aus Effektivitätsgründen wird es aus- und umgebaut. Es ist eine Arbeit, die in drei Etappen erledigt wird. Für die Verbindung werden neue Verknüpfungspunkte benötigt. Am Krainhäger Weg wurden die Leitungen schon 2016 verlegt, jetzt folgte der Kleistring, anschließend der Gewerbebereich Regede beim Golfplatz und der BKK. Ob bereits durchgeführt oder noch in Arbeit oder geplant: Aktiv ist bislang keine der neuen drei Anbindungen.

Aus netztechnischen Gründen hat sich WestfalenWeserNetz entschlossen, die beiden noch getrennten 10000-Volt-Netze in der Kernstadt und den Ortsteilen zusammenzuschalten. Dadurch erfolgt in Zukunft die Haupteinspeisung aus dem Umspannwerk Echtorf/Tallensen für das gesamte Stadtgebiet. Die Versorgungssicherheit im Störungsfall kann damit erhöht werden, da durch Umschaltungen auch aus dem Umspannwerken Bückeburg und Stadthagen wiederversorgt werden kann. Gleichzeitig ist der Ersatz der 50 Jahre alten 30- und Zehn-Kilovolt-Trafos im Umspannwerk Obernkirchen nicht mehr notwendig und führt zu Kosteneinsparungen, erklärt Diplom Ingenieur Heinrich Matthias von WestfalenWeserNetz.

In einer Sommernacht wird es dunkel

Das Netz muss zu einem späteren Zeitpunkt in das bestehende Netz hinzugeschaltet werden. Und hier wartet eine Herausforderung, denn die Trafos im derzeitigen Umspannwerk oberhalb von Ardagh verfügen, einfach formuliert, über eine andere Schaltgruppe als diejenigen in Tallensen/Echtorf zu denen aufgeschaltet werden soll. Also wird es in einer Sommernacht dunkel. Kein Strom, kein Telefon, kein Fernsehen in der gesamten Kernstadt. Wie darf man sich das als Laie vorstellen? Champions- League-Finale, Bayern spielt gegen Barcelona – und mitten im Elfmeterschießen wird der Bildschirm schwarz?

Nein, erklärt Ingenieur Heinrich Matthias von WestfalenWeserNetz: In Absprache mit Polizei, Rotem Kreuz und anderen Institutionen werde es erst um Mitternacht dunkel, irgendwann im Juni oder Juli. Das alte Netz werde abgeschaltet, es werde vom Trafo abgekoppelt und an das neue Netz angeschlossen. 15 bis 30 Minuten dauere dies, erklärt der Leiter für den Bereich Schaumburg/Hameln. Das sei „abhängig vom Umschaltkonzept“, meint Matthias. Maximal dauere es eine Stunde. Der genaue Termin steht noch nicht fest, aber die Bevölkerung werde zeitnah informiert, so Matthias. rnk

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