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„In allen Töpfen ist noch Geld drin“

Anreize für Immobilienbesitzer in Obernkirchen „In allen Töpfen ist noch Geld drin“

Wer im historischen Stadtkern der Bergstadt eine Immobilie kaufen, baulich umgestalten oder sich dort mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen möchte, kann in die Finanzierung solcher Vorhaben unter Umständen einen finanziellen Zuschuss aus einem Drei-Punkte-Förderprogramm der Stadt Obernkirchen einbinden.

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Alles andere als schön und daher für das Image der Bergstadt nicht förderlich: Leer stehende Gewerbeimmobilien.

Quelle: wk

Obernkirchen. Die „städtische Eigenheimzulage“ wird laut Bürgermeister Oliver Schäfer für den Erwerb von Gebäuden, die vor 1975 erbaut worden sind, gewährt, wenn diese von dem Käufer „wohnwirtschaftlich genutzt“ werden. Konkret zahlt die Verwaltung dem neuen Eigentümer – abhängig von der Lage der Altimmobilie – bis zu drei Jahre lang pro Jahr 1000 Euro oder sogar bis zu sechs Jahre lang pro Jahr 2000 Euro aus.

 Für maximal zwei zu dem jeweiligen Haushalt gehörende, bis zu 18 Jahre alte Kinder wird zusätzlich pro Jahr ein Kinderbonus in Höhe von 250 Euro je Kind gezahlt. Unterm Strich können bei Erwerb einer entsprechenden Altimmobilie aus diesem Topf also im optimalen Fall bis zu 15000 Euro an Fördergeld beantragt werden.

 Der zweite Punkt des Förderprogramms – die „bauliche Immobilienumgestaltung“ – zielt dagegen darauf ab, Gebäude-Inhaber dazu zu motivieren, in ihre Gewerbeimmobilien zu investieren, um deren Vermietbarkeit zu erhöhen und damit Leerstände zu beseitigen. Mögliche Maßnahmen seien etwa energetische Modernisierungen oder der Einbau von bislang in den Ladengeschäften nicht vorhandenen sanitären Einrichtungen, sagt Schäfer.

 Dabei liege das Hauptaugenmerk auf der Friedrich-Ebert-Straße, gefolgt von der Neumarktstraße. Im Sinne der Stadtentwicklung sei es nämlich wichtig, dass dort möglichst viele funktionierende Ladengeschäfte ansässig sind und Kunden somit eine vielfältige Geschäftswelt vorfinden. In anderen Bereichen der historischen Kernstadt indes fördere man gegebenenfalls auch die Umgestaltung von Gewerbeimmobilien zu Wohnraum.

 Über die Gewährung von einmaligen Zuschüssen für die „bauliche Immobilienumgestaltung“, für die pro Jahr ein Fördervolumen in Höhe von insgesamt 20000 Euro zur Verfügung steht, entscheidet übrigens der Verwaltungsausschuss der Stadt Obernkirchen. Und als Besonderheit gilt in diesem Jahr, dass, so Schäfer, auch Vorhaben gefördert werden können, die dazu dienen, Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen.

 Der Gründerfonds schließlich, die dritte Säule des Förderprogramms, richtet sich an natürliche oder juristische Personen (ausgenommen sind Freiberufler), die ein Unternehmen gründen oder erwerben möchten, um sich damit beruflich selbstständig zu machen. Umgesetzt wird dieses Zuschussprogramm nach Informationen der Stadtverwaltung in Kooperation mit den ortsansässigen Kreditinstituten, wobei für die Gewährung des Fördergeldes (Zuschusshöhe zwischen 1000 bis 5000 Euro) unter anderem Voraussetzung ist, dass das Unternehmen mindestens drei Jahre in Obernkirchen bleibt. Dementsprechend zahlt die Verwaltung die jeweiligen Zuschüsse über zwei bis vier Jahre in Raten aus.

 Seit das Drei-Punkte-Förderprogramm im Januar 2011 von der Stadt Obernkirchen aufgelegt worden ist, habe man – gerechnet bis zu dem in 2019 liegenden Auszahlungszeitpunkt, – finanzielle Zuschüsse in Höhe von insgesamt 176200 Euro geleistet oder bereits zugesagt, berichtet Schäfer. Eingereicht worden seien bislang 69 Anträge auf Fördergeld, die sich wie folgt aufteilten: „Gründerfonds“ (37), „bauliche Immobilienumgestaltung“ (29) und „Städtische Eigenheimzulage“ (3). In diesem Kontext betont der Verwaltungschef, dass das Drei-Punkte-Förderprogramm freilich noch weiter läuft. Oder anders formuliert: „In allen Töpfen ist noch Geld drin.“

 Hinweis: Weitere Informationen zu dem Drei-Punkte-Förderprogramm gibt es bei der Stadt Obernkirchen. wk

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