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Auch gute Hauptschüler haben durchaus eine Chance

Gelldorf / Zukunftstag Auch gute Hauptschüler haben durchaus eine Chance

Raus aus dem Schulalltag und ein bisschen in die Arbeitswelt hineinschnuppern – anlässlich des landesweiten „Zukunftstages“ hatten Schüler der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe Gelegenheit, einen potenziellen Arbeitgeber ihrer Wahl näher kennenzulernen. Sechs Jungen und fünf Mädchen entschieden sich dabei für ein Praktikum beim Gelldorfer Unternehmen Bornemann Pumpen.

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Bei den gewerblichen Berufsausbildungen stellen Realschüler den Großteil der Azubis, wie auf unserem Bild den angehenden Mechatroniker Marcel Picknik. Vorgestern feilten unter Anleitung der Auszubildenden die Zukunftstag-Schüler an ihren Metallwürfeln. © wk

Gelldorf (wk). Unter Anleitung von Auszubildenden für den Beruf des Industriemechanikers und Mechatronikers kam den Schülern die Aufgabe zu, aus vorbereiteten kleinen Metallquadern nebst -platten jeweils einen Spielwürfel zu fertigen, der skulpturartig auf einer seiner acht Ecken steht.

Vom Feilen und Anreißen über das Ankörnen und -bohren bis hin zum Schrauben und Polieren konnten die Teilnehmer bei dieser Arbeit einige handwerkliche Tätigkeiten dieser beiden Ausbildungszweige ausprobieren. Anschließend standen noch ein Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen des Betriebes, ein gemeinsames Essen in der Kantine und ein kurzer Vortrag zu den kaufmännischen Ausbildungszweigen auf dem Programm.

Nach Auskunft von Karolin Schöpf, Personalreferentin des Unternehmens, hat Bornemann Pumpen nämlich noch ein paar Berufsausbildungen mehr im Angebot. Im gewerblichen Bereich sind dies die Ausbildungen zum Zerspanungsmechaniker und Fachlageristen, im kaufmännischen Bereich dagegen der Industriekaufmann und der Technische Produktdesigner sowie ein Duales Studium im Bereich Konstruktions- oder Produktionstechnik. Ab und an ist auch mal ein Absolvent für den Studiengang Bachelor of Arts (Betriebswirtschaftslehre) dabei.

Bei der Auswahl seiner Lehrlinge setzt das Unternehmen laut Schöpf auf eine „bunte Mischung“. Soll heißen: Der Großteil der gewerblichen Azubis verfügt über einen Realschulabschluss, Abiturienten sind aber ebenso vertreten wie gute Hauptschüler.

Wichtig sei hier, dass die Bewerber ein gewisses Talent für das angestrebte Handwerk und gute Noten in den Schulfächern Mathematik und Physik mitbringen.
Etwas höher sind die Anforderungen indes bei den kaufmännischen Berufen, bei denen mindestens ein Realschulabschluss erwartet wird. Außer in Mathe und Physik müssen die Bewerber zudem auch gute Kenntnisse in Deutsch und Englisch vorweisen können. Abiturienten sind hier vergleichsweise stärker vertreten.

Realschülern, die eine kaufmännische Laufbahn einschlagen möchten, empfiehlt die Personalreferentin daher, im Anschluss an die Sekundarstufe I auch noch ein Jahr höhere Handelsschule anzuhängen, um die Qualifikation zu verbessern.

Das Unternehmen Bornemann Pumpen selbst hat derzeit zwar noch keine Schwierigkeiten, den eigenen Mitarbeiternachwuchs aus den mehr als einhundert Bewerbungen pro Jahr zu decken, für die weitere Zukunft sieht Schöpf jedoch durchaus die Möglichkeit, dass sich der demografische Wandel in einigen Jahren in Form abnehmender Bewerberzahlen zeigen könnte.

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