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Obernkirchen Stadt Aus den USA in die Bergstadt
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Aus den USA in die Bergstadt
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02:15 09.10.2016
„Man lernt auch viel über sich selbst, wenn man in einem anderen Land lebt und arbeitet“, sagt Michelle Nuetzmann. Quelle: wk
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OBERNKIRCHEN

Im Mai 2016 habe sie ihr College-Studium (Musik, Deutsch) mit dem Bachelor abgeschlossen, berichtet die 22-Jährige. Und bevor sie in diesen beiden Studienfächern plus dem Fach „Internationale Beziehungen“ ihren Master angehe, um danach an einem College oder an einer Universität zu arbeiten, wolle sie zunächst ein Jahr lang erfahren, wie der Schulalltag an einer Schule in Deutschland aussieht.

Um den Auslandseinsatz beworben hatte sie sich bei einem pädagogischen Austauschdienst namens „Fulbright“, bei dem die IGS Obernkirchen Interesse an einer Fremdsprachenassistentin angemeldet hatte. Zur Wahl standen laut Nuetzmann übrigens die beiden Schwerpunkte „Forschen“ und „Unterrichten“, wobei sie sich halt für Letzteren entschieden hatte, wenngleich sie vom Studium her „keinen pädagogischen Hintergrund“ hat.

So oder so musste sie bei „Fulbright“ ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen, im Rahmen dessen sie ihre Beweggründe und Motivation unter anderem in persönlichen Bewerbungsgesprächen nachweisen musste. Außerdem musste sie zwei überzeugende Aufsätze schreiben, um einen der begehrten Austauschplätze (Erfolgsquote in den USA etwa 1:140) zu ergattern.

Über Musik vieles lernen

Ziel dieses Programms sei es, die kulturellen Beziehungen und das Verständnis zwischen den daran beteiligten Ländern zu fördern, führt die in einer Stadt nahe Chicago beheimatete Amerikanerin weiter aus.

Und an diese Zielsetzung anknüpfend hat sie bereits einige Ideen für musikalische Aktionen, die sie während ihres Jahres an der IGS Obernkirchen umsetzen will. „Denn über die Musik kann man viel über die Kultur eines Landes lernen.“

Nach den Herbstferien wird Nuetzmann an dieser Schule aber auch zwölf Stunden pro Woche als Fremdsprachenassistentin unterstützend im Englisch-Unterricht tätig sein. Dabei möchte sie mit den Schülern auch Diskussionen zu strittigen Themen führen, damit sich die jungen Leute mit deren Englisch-Kenntnissen in solchen Situationen ausprobieren können.

Für die jüngeren Jahrgänge könnte ihrer Ansicht nach beispielsweise eine Debatte über das Pro und Kontra von Schuluniformen interessant sein. Mit den älteren Jahrgängen möchte sie dagegen über die Präsidentschaftswahl in den USA und über das dortige Alkoholverbot für unter 21-Jährige debattieren. wk

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