Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Ausdrucksstark und frisch

Weihnachtskonzert Ausdrucksstark und frisch

Volles Haus beim traditionellen Weihnachtskonzert des Kirchenchores Obernkirchen: Fast alle Bänke waren besetzt, die Zuhörer begeistert. Viel Beifall gab es beispielsweise für die kleine Sofia, die an der Harfe einen fehlerfreien Auftritt hinlegte.

Voriger Artikel
Die Stadt bekannter machen
Nächster Artikel
Funkstille und ein „ganz großes Lob“

Der Kirchenchor Obernkirchen präsentiert sich in toller Form.

Quelle: mig

Obernkirchen. Ein Weihnachtskonzert nach den Festtagen? Ist das nicht etwas spät, wird sich manch einer fragen. Nein, ist es nicht, das zeigt schon ein kurzer Blick ins Lexikon. Die Weihnachtszeit beginnt mit der Vesper an Heiligabend und endet an Epiphanias, also erst im Januar. Erst dann werden die Weihnachtsbäume aus dem Haus verbannt, und der Alltag hat uns wieder. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass das Weihnachtskonzert des Kirchenchors zur richtigen Zeit kommt. Einmal kalendarisch und zum anderen, weil die Zahl der Weihnachtskonzerte in diesen Tagen rapide abnimmt.

Das Weihnachtskonzert des Kirchenchors hat viele treue Fans, die sich diesen Termin im Kalender rot angestrichen haben. Zu Recht, wie schon nach wenigen Minuten in der Stiftskirche deutlich wird. Einmal mehr hat der Chor ein umfangreiches, abwechslungsreiches Programm erarbeitet und viele, neue Lieder zu seinem Jahres-End-Auftritt mitgebracht.

Von Herzen zu Herzen

Da ist beispielsweise die „Messe breve“ in C-Dur von Charles Gounod, die dem Publikum in vier Sätzen vorgetragen wird. Mal eher leise und zurückgenommen („Kyrie“), dann wieder in einem Brausen, das von der Empore durchs ganze Kirchenschiff schallt („Gloria“). Herrlich auch: der Wechselgesang zwischen dem Chor und zwei bestens aufgelegten Männerstimmen (Immanuel und Gabriel Kressin). Ein Lobpreis, der von Herzen kommt und zu Herzen geht.

Wie gut das Ensemble harmoniert, zeigt sich bei Liedern wie „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und „Fröhlich soll mein Herze springen“. Wie die Sänger die Stücke anstimmen, mit viel Schwung und Ausdruck, das ist großartig. Da gibt es kein „Heruntersingen“ – eher das Gegenteil ist der Fall. Mit großer Ausdruckskraft gelingt es dem Chor, auch vielgehörte Lieder wieder zum Leuchten zu bringen. „Hört der Engel helle Lieder“ beispielsweise klingt so frisch, als habe man es das erste Mal gehört. Wunderschön auch: „Lulajze Jezuniu (Schlafe, mein Jesuskind)“ aus Polen, das der Chor zusammen mit dem jungen Silvan Buzalkovski vorträgt. Dabei nimmt sich der Chor komplett zurück, wird leise und zärtlich. Darüber die klare, helle Jugendstimme von Silvan – ein Gänsehaut-Moment!

Die absoluten Lieblinge des Publikums

Apropos Silvan Buzalkovski: Er und seine Schwester Sofia sind die absoluten Lieblinge des Publikums. Silvan und Sofia gehören genau wie Nina Dopheide (Blockflöte), Nina Fossbohm (Harfe) und Irene Buzalkovski (Flöte, Gemshorn, Gesang) zum Harfensensemble Nienstädt, das einen großen Anteil am Gelingen dieses Konzertes hatte. Zum Auftakt spielten die Nienstädter ein herrlich buntes „Veni, veni, Emmanuel“, danach folgten drei Weihnachtslieder für Harfe solo: „Caneone di Zeimpegnare“, „Breton Carol“ und „Bendornati Fijoletti“. Dabei gefiel vor allem das stürmische „Breton Carol“, ein keltischer Folksong. Im Anschluss an eine „Gavotte“ von Georg Friedrich Händel und ein kleines Wiegenlied („Petite Berceuse“) hatte Silvan seinen großen Auftritt. Er sang Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“ oder „Schlaf wohl, du Himmelsknabe“ – ohne Fehler und mit einer engelsgleichen Stimme.

Den Schlusspunkt setzte der Chor mit einem sensibel vorgetragenen „Wir singen dir, Jungfrau“. Das Publikum bedankte sich mit einem langen Beifall beim Chor und den mitwirkenden Musikern, Wolfgang Westphal an der Orgel und Leiterin Regina Ackmann.  mig

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die SN suchen kreative Schaumburger. Ob Fotografie, Farbe, Skulpturen oder was die Kunst sonst alles hergibt: Unter dem Motto „Schaumburg kreativ“ suchen die Schaumburger Nachrichten auch in diesem Jahr nach Künstlern in der Region. mehr

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg