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Autofahrerin schimpft über Parksituation

Schilder Autofahrerin schimpft über Parksituation

 Ein von einem Kontrolleur des städtischen Ordnungsamtes am eigenen Fahrzeug hinterlassenes „Knöllchen“ kann einem schon Mal die Laune vermiesen. Erst recht, wenn die etwa wegen Nicht-Auslegen einer Parkscheibe oder Überschreiten der erlaubten Parkdauer erteilte und mit einem Ordnungsgeld behaftete Verwarnung als ungerecht empfunden wird.

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Die in der Innenstadt stehenden Verkehrsschilder, mit denen darauf hingewiesen wird, dass das Parken auf den gekennzeichneten Stellplätzen nur mit im Fahrzeug ausgelegter Parkscheibe erlaubt ist, sind nach Ansicht von Bürgermeister Oliver Schäfer nicht zu übersehen.

Quelle: wk

Obernkirchen. Eine Autofahrerin, die es vor einiger Zeit in Obernkirchen erwischt hatte und die deswegen zehn Euro an die Stadtkasse zahlen musste, hat ihrer Verärgerung in dem sozialen Netzwerk Facebook wie folgt Luft gemacht: „Vielleicht könnten Sie (die Tageszeitung) ja mal über das Parkplatzsystem in Obernkirchen berichten“, schimpfte sie. Denn in dieser „toten Stadt“ würden viele solcher „Tickets“ verteilt. Wobei lediglich am Anfang der Fußgängerzone „ganz versteckt“ ein Schild stehe, das darauf hinweist, dass auf den gekennzeichneten Parkplätzen nur mit ausgelegter Parkscheibe geparkt werden darf.

 Und: „Direkt auf den Parkplätzen steht nichts. Kein Hinweis für eine Parkscheibe“, betont die Autofahrerin. „Ich finde das für eine tote Stadt sehr unverschämt. Da kauft man da schon mal ein, um die Stadt zu unterstützen, und zack: ’Knöllchen‘ wegen Parken ohne Parkscheibe.“

 Oliver Schäfer, den Bürgermeister der Bergstadt, ficht diese Kritik indes nicht an: „Das Thema Parken in Obernkirchen ist so alt wie Ihre Zeitung“, erklärt er. Zum einen gehe es um das wilde Parken in der Friedrich-Ebert-Straße und anderen Bereichen der Kernstadt, durch das der Verkehrsfluss gestört und Rettungswege versperrt werden. Zum anderen habe man das Problem, dass dem zeitlich begrenzten Parken gewidmete Stellplätze unzulässigerweise von Dauerparkern belegt werden.

 Mehr noch: „Die Leute können die Verkehrsschilder nicht lesen“, sagt Schäfer. Denn die Schilder, mit denen die Kernstadt als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen und das Parken nur innerhalb der gekennzeichneten Flächen erlaubt ist, seien unmissverständlich.

 „Und machen wir uns nichts vor: Der überwiegende Teil derjenigen, die hier in der Innenstadt parken, sind Ortskundige“, stellt das Stadtoberhaupt klar. Zudem stünden die besagten Verkehrsschilder, bei denen es sich übrigens um DIN-gerechte „Normschilder“ handele, schon seit rund 30 Jahren dort.

 Insofern ist es laut Schäfer reine Bequemlichkeit der Autofahrer, wenn diese keine Parkscheibe in ihrem Auto auslegen oder irgendwo wild parken, anstatt ihr Fahrzeug auf einem ausgewiesenen Parkplatz abzustellen. Wofür er in diesem Kontext ebenfalls kein Verständnis habe, ist, dass es mitunter die Inhaber von in der Stadt ansässigen Ladengeschäften selbst seien, die als Dauerparker auffallen und ihren eigenen Kunden somit die nahe der Geschäfte gelegenen Parkplätze wegnehmen. Das sei auch ein Grund dafür, dass andere Ladeninhaber häufigere Kontrollen seitens der Stadt verlangen würden, um den Dauerparkern Einhalt zu gebieten.

 „Wir sind die Stadt mit den kostenlosen Parkplätzen – man muss bloß eine Parkscheibe im Auto auslegen“, unterstreicht der Verwaltungschef. Dabei verweist er nicht zuletzt auf die rund 300 Stellplätze, die auf dem Bornemannplatz, dem Parkplatz Hinter dem Graben, an der Kurzen Straße und auf dem Neumarktplatz zu finden sind. Die in der Innenstadt stehenden Verkehrsschilder, mit denen darauf hingewiesen wird, dass das Parken auf den gekennzeichneten Stellplätzen nur mit im Fahrzeug ausgelegter Parkscheibe erlaubt ist, sind nach Ansicht von Bürgermeister Oliver Schäfer nicht zu übersehen.

Parkvergehen

Allein im ersten Halbjahr 2015 wurden nach Auskunft von Bürgermeister Oliver Schäfer bereits rund 460 Verwarnungen aufgrund Parkvergehens ausgesprochen, was der Stadt etwas mehr als 5000 Euro an Ordnungsgeldern eingebracht hat. Im Jahr 2014 waren dagegen 813 „Knöllchen“ verteilt worden (rund 9000 Euro Einnahmen), während es im Jahr 2013 insgesamt 790 Verwarnungen gewesen waren (etwa 8190 Euro Einnahmen).

Von Michael Werk

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