Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
„Bar jeder Vernunft“

Fahrradfahrer müssen auf die Vehlener Straße „Bar jeder Vernunft“

Die Tage, an denen Radfahrer noch den Fußgängerweg an der Vehlener Straße befahren dürfen, sind gezählt.

Voriger Artikel
Grundschule mit Fragezeichen
Nächster Artikel
Bekannte Gesichter

Der Fußgängerweg in der Vehlener Straße, auf dem bislang auch Radfahrer unterwegs sein durften, wird demnächst zu einem reinen Gehweg umgewidmet.

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN/VEHLEN.. Denn in Kürze werden die dortigen Zusatzschilder, auf denen der Hinweis „Fahrrad frei“ zu sehen ist, abmontiert. Grund ist, dass dieser Gehweg nach Feststellung des Landkreises nicht breit genug ist, damit sich dort begegnende Radfahrer problemlos aneinander vorbeifahren können, ohne dass einer von ihnen auf die Straße ausweichen muss. Gleiches gilt, wenn Radfahrer Fußgänger passieren wollen – auch dafür ist der Weg offenbar zu schmal. Und da es für Fahrrad- und Autofahrer gleichermaßen gefährlich ist, wenn Radler plötzlich einen Schlenker auf die Straße machen, sollen die Pedaleure künftig generell auf der Vehlener Straße fahren. Das berichtete Stadtkämmerer Andreas Jasper bei einer Sitzung des Vehlener Ortsrates.

Bei den in diesem Gremium vertretenen Christdemokraten kam diese Ankündigung gar nicht gut an: „Unser Dschungeln an Gesetzen bringt uns noch mal um den Verstand“, schimpfte Christoph Schuster. Seit Jahrzehnten habe es dort doch keine Probleme wegen der Radfahrer gegeben. Von daher sei die Entscheidung des Landkreises „bar jeder Vernunft“. Ergo könne man nur hoffen, dass als Folge dieser Maßnahme nicht mal ein Kind oder ein älterer Mensch auf der stark frequentierten Vehlener Straße „platt gefahren“ werde.

„Das kommt mir schon böswillig vor“

Parteikollege Horst Sassenberg kritisierte den Landkreis ebenfalls scharf: „Das kommt mir schon böswillig vor.“ Zum einen seien auf diesem bisher für Radfahrer freigegebenen Gehweg häufig Kinder mit ihren Rädern unterwegs, zum anderen aber auch viele ältere Radfahrer. Dass Senioren künftig gezwungen seien, die Straße zu benutzen, sei aus seiner Sicht übrigens „eine Diskriminierung“ dieser Menschen.

Ortsbürgermeister Werner Harder (SPD) merkte beschwichtigend an, dass es Kindern bis zum zehnten Lebensjahr laut Straßenverkehrsordnung erlaubt sei, mit einem Rad auf dem Gehweg zu fahren. Diese dürften also weiter neben der Vehlener Straße auf dem Fußgängerweg fahren. wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg