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Barmherzigkeit wird belohnt

Führung im Stift Obernkirchen Barmherzigkeit wird belohnt

Legenden, die sich um den von Christen als Heiliger verehrten Nikolaus von Myra und um die in der Bibel als „Gottesmutter“ beschriebene Jungfrau Maria ranken, haben im Mittelpunkt einer „Vorweihnachtlichen Führung“ im Stift Obernkirchen gestanden.

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Streicheleinheiten für die Seele

Am Altar auf der Damenempore zeigt die Stiftsdame Christa Ruschke das Altarbild mit der schwangeren Jungfrau Maria.

Quelle: wk

Obernkirchen. Gemeinsam mit mehr als zwei Dutzend Teilnehmern unternahm die Stiftsdame Christa Ruschke hierzu unter anderem einen Gang auf die der Öffentlichkeit üblicherweise nicht zugängliche Damenempore, wo sie ihnen zwei zum Thema passende Requisiten präsentierte: Eine rund eineinhalb Meter große Statue, die den St. Niklaus darstellen soll, sowie einen Altar, der mit einem ähnlich dimensionierten Altarbild aufwartet, auf dem eine schwangere Maria zu sehen ist.

 Letzteres sei allein schon deswegen eine Besonderheit, weil bildliche und figurative Darstellungen, die eine schwangere Jungfrau Maria zeigen, nur „ganz selten“ zu finden seien, betonte Ruschke.

 Was die Legenden betrifft, erzählte sie etwa eine Geschichte, nach der jener Nikolaus, damals Bischof in der Hafenstadt Myra, die Besatzung eines dort vor Anker gegangenen Frachtschiffes gebeten haben soll, einen Teil des eigentlich für den Kaiser von Byzanz bestimmten Getreides an die Hunger leidende Bevölkerung von Myra zu verschenken.

 Zunächst hätten die Seeleute dies allerdings abgelehnt, worauf hin er ihnen versprochen habe, dass es nicht zu ihrem Nachteil gereichen würde, wenn sie sich barmherzig zeigen sollten, zumal der Kaiser ja ohnehin schon genug Getreide habe.

 Die Schiffsbesatzung habe sich dann doch erweichen lassen – und zu deren großem Erstaunen sei bei ihrer späteren Ankunft am Zielhafen Byzanz trotz der in Myra abgegebenen Getreidespende noch genau so viel Getreide an Bord gewesen, wie ursprünglich an Bord geladen worden war.

 Umrahmt wurde die Führung durch – im Wechsel zu den von Ruschke vorgetragenen Schilderungen – von der Kantorin Regina Ackmann (Orgel) und der Mezzosopranistin Beate Josten eingestreute weihnachtliche Musikstücke, mit denen sie der Veranstaltung einen besonderen Glanzpunkt aufsetzten. wk

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