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Baudenkmal wird auf Tafeln zu neuer Kulturroute nicht erwähnt

Stift? Fehlanzeige! Baudenkmal wird auf Tafeln zu neuer Kulturroute nicht erwähnt

Mit dem Rad zur Kultur: Die 800 Kilometer lange „Kulturroute“ verbindet ab Mitte Juli 26 Sehenswürdigkeiten – „Leuchttürme“ – in und um Hannover über einen neu ausgewiesenen Fernradwanderweg miteinander.

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Obernkirchen ist nur ein namenloser Durchgangsort; die Kulturroute tangiert die Bergstadt im Abschnitt fünf.

Quelle: tw

Obernkirchen (tw). Die „Kulturroute“ führt dabei zu Zielen wie dem Celler Schloss, den mittelalterlichen Klöstern Loccum und Walsrode, den Welterbestätten Fagus-Werk in Alfeld, der Michaeliskirche in Hildesheim, dem Mausoleum in Stadthagen sowie dem Sprengel-Museum und den Herrenhäuser Gärten in Hannover – um nur einige wenige zu nennen.

 In Obernkirchen indes ist kein „Leuchtturm“ verortet, die Bergstadt ist auf den Werbetafeln nur ein namenloser Durchgangsort – obwohl auch dort Werbung für die Kulturroute gemacht wird. „Gestolpert“ darüber ist Horst Sassenberg. Der Fraktionschef der Christdemokraten: „An der Bergamtstraße wird in Höhe des Stiftes auf einer Tafel für Kulturstätten geworben – nämlich für solche in Stadthagen, Rinteln und Bückeburg. Vom Stift Obernkirchen jedoch, obwohl nur wenige Meter entfernt, ist auf der Tafel nicht die Rede.“ Wie könne das sein?

 Dörte Worm-Kressin kennt die Antwort: „Die Tafel“, so die Stadtkoordinatorin im Ausschuss für Bürger und Bildung von Chefin Beate Krantz, „beschreibt die Kulturgüter im Großraum Hannover.“ Obernkirchen sei zwar als Wegpunkt verzeichnet, aber nicht explizit genannt. Die Bergstadt habe folgerichtig darauf gedrängt, die Tafel an eben dieser Stelle aufzustellen; denn die Touristen gehen dort direkt am Stift vorbei. Aber nur, wenn sie den gedruckten Routenflyer dabei haben, werden sie das Stift überhaupt bemerken. Dort heißt es: „Die beiden unverwechselbaren Türme des Stiftes Obernkirchen aus dem Jahre 1167 erkennt man schon von Weitem. Im Stadtkern sehen Sie pittoreske Fachwerkhäuser und immer wieder Sandsteinkunst – vor allem am Kirchplatz. Doch nicht nur durch Kunst macht der Sandstein von sich reden: In den Obernkirchener Sandsteinbrüchen auf dem Bückeberg wurden 2007 spektakuläre Dinosaurierfährten aus der Unterkreidezeit entdeckt.“

 Leider, so Worm-Kressin, habe Obernkirchen keine Möglichkeit gehabt, auf die Gestaltung der Tafel einzuwirken – zumal sie von „Hannover“ bezahlt werde und die Bergstadt nichts koste. Eine Bitte ihrerseits, im unteren Bereich noch einen separaten Obernkirchen-Hinweis anzubringen, sei nicht durchgedrungen.

 Dennoch: Sassenberg möchte auf dieser Tafel partout einen Hinweis auf das vis-à-vis gelegene Stift sehen. Die Stadtkoordinatorin hat es aufgenommen, will nochmals das Gespräch mit der für die Kulturroute zuständigen Geschäftsstelle „Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ suchen.

 Die Kulturroute gliedert sich in eine rote Hauptroute, an der auch Obernkirchen liegt, grüne Alternativrouten und blaue Ergänzungsrouten. Sie verläuft meist auf Radfernwegen wie Weser-Radweg, Aller-Radweg und Leine-Heide-Radweg. Die Gesamtroute ist in 20 Etappen unterteilt – 15 davon sind Tagesetappen, die anderen kürzere Ergänzungen. Alle Start- und Zielorte der 15 Tagesetappen sind mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. So soll die Kulturroute für Mehrtagestouren und Tagesausflüge gleichermaßen attraktiv sein.

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