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Bei Heye International brummt’s

20 offene Stellen Bei Heye International brummt’s

Bei Heye International brummt’s. So „laut“, dass die „Glass People“ vom Lohplatz jetzt sogar auf einen Schlag und ab sofort gleich 20 neue Mitarbeiter plus zwei Azubis suchen – von „A“ wie Arbeitsvorbereiter bis „T“ wie Technischer Produktdesigner.

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Eine IS-Maschine von Heye International hängt am Haken – fertig zur Auslieferung. Sie hat einen Wert von 2,5 Mio. Euro.

Quelle: pr.

Obernkirchen. „Als Maschinenbauer sind wir in einer zyklischen Branche tätig – und aktuell und noch bis zum Herbst wirklich gut ausgelastet“, freut sich Marketing Manager Marc Ziegler. Bis zum Herbst – wenigstens. Denn die Geschäfte laufen gut, von Amerika bis Australien.

Das war nicht immer so. Noch beim Unternehmerfrühstück der Weserbergland AG im September 2014 hatte Dirk Pörtner erklärt, die Zukunft sei „nicht so rosig“. Angesichts von lähmenden politischen Krisen wie dem Russland/Ukraine-Konflikt, dem IS-Terror in Nord- und der Ebola-Epedemie in Westafrika, aber auch von Regionen mit gesättigten Märkten erwartete der Heye-Mitgeschäftsführer damals „zwei Jahre mit einer gedämpften Investitionstätigkeit“. Auch wenn allein das Russland-/Ukraine-Geschäft um zwölf bis 20 Millionen Euro einbrechen sollte – gekommen ist es zum Glück anders.

„Wir hatten zum Frühstück bei uns eine Weltkarte aufgehängt, jede Problemregion mit einem roten Punkt markiert“, erinnert Ziegler – und rote Punkte gab’s damals viele. Jetzt ist das Gros dieser Marker verschwunden. „Die Nachfrage nach Konsumgütern hat zum Beispiel in Amerika deutlich angezogen“, so der Diplomkaufmann. Davon profitieren die Obernkirchener, deren Maschinen vor allem Behälterglas für Lebensmittel fertigen.

Konkret habe Heye zum Beispiel in den USA und in Polen zwei neue, in Australien zwei generalüberholte Maschinen für die Glasproduktion in Betrieb nehmen können; dazu kämen mehrere Maschinen für Prüftechnik in Saudi Arabien, wie Pörtner präzisiert. „Der Glasmarkt wächst weltweit – vor allem im ,food’- sprich Lebensmittelbereich“, betont der Geschäftsführer. Das liege nicht zuletzt am wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Menschen; denn Glas ist frei von Weichmachern.

Angekündigt habe sich das Plus an Auftragseingängen bereits auf der Glasstec im Oktober 2014. Bei der internationalen Fachmesse für Glas, Glasherstellung, Glasbearbeitung, Display-Glas und Laser in Düsseldorf konnte Heye „gut punkten“, wie Ziegler sagt: „Wir hatten etwa doppelt so viele Besucher wie zwei Jahre zuvor.“

Es sei den Obernkirchenern gelungen, die Besucher mit ihrer Vision davon zu überzeugen, wie die Behälterglasproduktion der Zukunft aussieht – zumal Heye diese Vision mit Neuentwicklungen in der Sicherheitstechnik habe unterfüttern können. Stichwort dabei: Heye Multilevel Safety Konzept.

Konkret möchte Heye 20 Männer und Frauen aus diesen Berufsbildern ab sofort neu einstellen, mit Schwerpunkt im Bereich Produktion. Konkret: Arbeitsvorbereiter Produktion/Logistik/Disposition; Disponent Produktion/Logistik/Disposition; Elektriker Produktion/Elektromontage/Heißes Ende; Elektroniker Heißes Ende/Kundenservice; Entwickler Elektrotechnik/Produktentwicklung; Fertigungs- und Auftragsplaner Produktion/Logistik/Disposition; Lagerarbeiter Produktion/Logistik/Lager Versand Heißes Ende; Mechaniker Produktion/Montage Heißes Ende; Mitarbeiter im Vertrieb; Mitarbeiter Kontrolle; Projektleiter Projektmanagement; Technischer Produktdesigner/Technischer Zeichner.

Darüber hinaus werden am Lohplatz noch zwei Auszubildende als Elektroniker und Technische Produktdesigner gesucht. „Gerade bei den Elektronikern tun wir uns immer etwas schwer, denn die meisten jungen Leute wollen lieber ins Büro“, weiß Petra Vollmann. Die Personalleiterin: „Am Liebsten sind uns künftige Mitarbeiter, die aus der Region kommen, weil wir sie natürlich langfristig an uns binden wollen.“ Was nicht wundert: Auch aus dem Kreis der ITT Bornemann-Beschäftigten, wo 120 um ihren Job zittern, hat Heye bereits Bewerbungen erhalten.

Derweil kommt derjenige Mitarbeiter, der am weitesten gereist ist, um bei den „Glass People“ in Schaumburg arbeiten zu können, aus Portugal. „Es handelt sich um einen Servicetechniker, der in seiner Heimat mit Heye-Maschinen gearbeitet hat, aber dort keine Perspektive mehr sah“, sagt Vollmann. Nun ist er als neuer Kollege bei Heye International in Nienburg tätig.

Der Personalleiterin zufolge bekommen die „Glass People“ pro Tag etwa eine Stellenanfrage von Jobsuchenden aus der ganzen Republik – umso mehr, als man bei Heye jetzt seit Kurzem auch online seine Initiativbewerbung über die neu gestaltete Internetseite einreichen kann.

„Die Seite, die wir mit vielen Animationen und Videos bestückt haben, wird auch auf Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets korrekt angezeigt“, sagt Ziegler; das ist wichtig, wenn man insbesondere junge Leute für die Firma gewinnen will. Und es zahlt sich offenbar bereits aus: „Die Bewerber sind inzwischen besser über uns informiert“, freut sich die Personalleiterin.

„Heye International setzt als Global Player seit einem halben Jahrhundert mit innovativer Technik und Hochleistungsanlagen die Standards in der Behälterglasindustrie“, sagt Pörtner. Seit 2001 ist Heye International ein eigenständiges Unternehmen, seit 2003 Teil der weltweit agierenden Ardagh-Gruppe.

Der Umsatz legte von 2008 bis 2013 kontinuierlich auf 85 Millionen Euro zu. „Das Jahr 2014 war bedingt durch die Ballung der Krisen weltweit mit etwa 70 Millionen Euro gegenüber dem Rekordjahr 2013 zwar etwas schwächer; aber für 2015 erwarten wir wieder einen Wert wie 2013 – mit etwas Glück sogar noch eine Steigerung“, sagt Ziegler.

In Obernkirchen beschäftigt Heye 207 Mitarbeiter, in Nienburg 53 und in Stadthagen 30; dazu kommen zehn Auszubildende, davon zwei Studenten im Rahmen eines praxisintegrierten Maschinenbaustudiums.

Die Unternehmenszentrale sitzt am Obernkirchener Lohplatz; die Maschinenmontage und die Konstruktionsbüros befinden sich am Ziegeleiweg. Es gibt fünf Montageplätze für IS-Maschinen, die pro Stück einen Wert von rund 2,5 Millionen Euro haben. Kapazitäten soll es für bis zu 30 Maschinen im Jahr geben.

Hightech von Heye ist auf allen Kontinenten im Einsatz. Mit 33 Prozent des Umsatzes spielt der Biermarkt eine zentrale Rolle. „Gäb’s nur noch Dosenbier, hätten wir Probleme“, räumt Pörtner ein.

Eine IS-Maschine von Heye International hängt am Haken – fertig zur Auslieferung. Sie hat einen Wert von 2,5 Mio. Euro. tw

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