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Belebt das Klinikum die Bergstadt?

Mitarbeiteransiedlung Belebt das Klinikum die Bergstadt?

Was die zukünftige Entwicklung der Bergstadt betrifft, setzt nicht nur die Stadt Obernkirchen große Hoffnungen in das in der Vehlener Feldmark entstehende Großklinikum, das voraussichtlich Ende dieses Jahres seinen Betrieb aufnimmt.

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Ungeachtet der schönen Fachwerkhäuser in der historischen Kernstadt haben die befragten Immobilienexperten der beiden Geldinstitute unterschiedliche Meinungen dazu, wie sich der Immobilienmarkt in Obernkirchen in Bezug auf das Klinikum entwickeln wird.

Quelle: wk

Obernkirchen. So geht man etwa seitens der Verwaltung davon aus, dass sich Mitarbeiter dieses Krankenhauses – sei es als Mieter oder durch Erwerb einer Immobilie – im Stadtgebiet ansiedeln werden, was dem Einwohnerschwund entgegenwirken könnte. Bislang macht sich das „Agaplesion Evangelisches Klinikum Schaumburg“ auf dem lokalen Immobilienmarkt indes noch nicht bemerkbar.

Noch keine Nachfrage nach Wohnimmobilien

Das im Bau befindliche Klinikum sei zwar allein schon deswegen in aller Munde, weil die drei bisherigen Krankenhäuser in Bückeburg, Rinteln und Stadthagen, die es ersetzen soll, geschlossen werden, sagt Mike Harste, Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank in Schaumburg. Aber eine mit dem neuen Großklinikum zusammenhängende Nachfrage nach Wohnimmobilien in Obernkirchen verzeichne man noch nicht.

Dass es nach Fertigstellung des Großklinikums zu einem Run auf hier zum Verkauf offerierte Wohngebäude und Eigentumswohnungen kommt, sieht Harste nicht: „Bezogen auf das Schaumburger Land liegen als Wohnorte zur Zeit vor allem die Mittelzentren Bad Nenndorf und Bückeburg im Trend“, die über eine gute Infrastruktur und einen Anschluss an den die Städte Hannover und Minden verbindenden Personennahverkehr der Bahn verfügen.

Demgegenüber glaubt Harste, dass es nach Betriebsaufnahme des neuen Klinikums in der Bergstadt durchaus eine höhere Nachfrage nach kleineren Mietwohnungen geben werde. So beispielsweise von Ärzten oder Krankenschwestern, die sich hier günstige Ein-Zimmer-Appartements mieten werden, um etwa nach Nachtschichten oder im Winter bei schlechten Straßenverhältnissen nicht zwingend mit dem Auto zu ihren eigentlichen, weiter entfernten Wohnsitzen pendeln zu müssen.

Auf Dauer in der Region

Das neue Klinikum werde sich in Zukunft sicherlich auf den Obernkirchener Immobilienmarkt auswirken, meint Achim Lüders, der Leiter der Immobilienabteilung der Sparkasse Schaumburg. Im ersten Schritt, denkt auch er, werde die Nachfrage nach Mietwohnungen steigen, etwa wenn Ärzte in Ausbildung seien zunächst und für ein, zwei Jahre eine Bleibe benötigen. Im zweiten Schritt werde es dann auch eine Nachfrage nach Kaufimmobilien geben. Nämlich dann, wenn beispielsweise fertig ausgebildete Ärzte nach ihrer Übernahme in feste Angestelltenverhältnisse oder andere im Klinikum Beschäftigte auf Dauer in der Region bleiben.

Exemplarisch verweist Lüders in diesem Kontext auf die in Röhrkasten von einem Investor an der Eilsener Straße geplanten drei Wohnkomplexe mit insgesamt 32 Wohneinheiten (wir berichteten), die nicht zuletzt mit Blick auf jenen Personenkreis als Mieter oder Käufer errichtet werden würden. wk

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