Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Besuche beim Onkel sind uncool

Vorlesetag in Obernkirchen Besuche beim Onkel sind uncool

„Am Vorlesetag werden teilweise an den außergewöhnlichsten Orten Geschichten vorgetragen – wie im Bahnhof oder sogar im Riesenrad. Ich habe für diese deutschlandweite Aktion ebenfalls Promis aus Obernkirchen in die Rote Schule eingeladen“, erklärt Elke Schönbeck, die gemeinsam mit der evangelischen Jugend den Abend gestaltet hat, mit einem gewissen Lächeln.

Voriger Artikel
Damit zum Fest nichts anbrennt
Nächster Artikel
Enorme Beteiligung

Schulterschluss der Vorleser: Angela Stiepermann, Gerd Kujath und Sybille Schlusche in der Roten Schule. 

Quelle: tla

Obernkirchen. Gerd Kujath, Sybille Schlusche, Angela Stiepermann und Julia Schönbeck haben dafür ihre eigenen Bücher mitgebracht und eine abwechslungsreiche Auswahl getroffen.

 „Kinder genießen es, wenn ihnen etwas vorgelesen wird, das kennen viele schon gar nicht mehr“, sagt Gerd Kujath, der Erzieher im Haus des Kindes in Bückeburg ist. Nachdem Julia Schönbeck den Anfang in gemütlicher Atmosphäre bei Kerzenschein gemacht hat und aus „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ erzählte – dabei handelte es sich um einen betagten Herren, der vor seiner eigenen Geburtstagsfeier aufbricht, um noch einmal richtig zu verreisen, eine typische skandinavische Geschichte mit entsprechendem Humor – stellt Gerd Kujath seine Auswahl vor.

 „Ich habe hier einmal ,Der träumende Delphin’, der eine magische Reise zu sich selbst macht, dann einen Roman, indem ein Dämon von einem Zauberlehrling gerufen wird, um einige Abenteuer zu überstehen und schließlich noch die schrecklichsten Mütter der Welt“, so der Erzieher. Dieses Buch fand schließlich den meisten Zuspruch: „Ihr habt eine gute Wahl getroffen“, sagt er und beginnt mit Bruno, der einfach lieber Boxen als Klavierspielen lernen will, – doch natürlich ist seine Mutter ganz anderer Meinung.

 Emily hat ihrer Mutter einen elektronischen Schlüsselsucher geschenkt, damit sie nicht lange suchen muss. Doch wie das so ist, meldet sich dieses Gerät ausgerechnet bei einem Vorstellungsgespräch – und ihre Mutter beginnt wild in ihrer Handtasche danach zu suchen und entrümpelt diese. Zum Vorschein kommt Borki, ein nicht ganz vollständiges Schweinchen, welches ihre Tochter genäht hat. Den Job als Buchhalterin bekommt die Mutter nicht. Diese Passagen aus dem Buch kommen beim Publikum besonders gut an.

 Sybille Schlusche kann jedoch mit „Things to do before you crash and burn“ noch einen draufsetzen. Dieser Roman ist komisch, skurril und abgefahren zugleich. Bereits der Einstieg verrät den extravaganten Stil. Darin wird beschrieben, dass die Hauptfigur „Herkules“ seinen Namen einem Gurkenglas zu verdanken hat. „Herk“, so wird er irgendwann einfach nur noch genannt, sitzt im Zug auf dem Weg zum Besuch bei seinem Onkel, den er überhaupt nicht leiden kann. Er verliebt sich in seine Sitznachbarin, die er auf dem Bahnhof erneut trifft, bevor er zielstrebig und unhöflich von seinem Onkel abgeholt wird.

 Gespannt und aufmerksam hören die Zuhörer Sybille Schlusche zu, die gekonnt den tollpatschigen Romanhelden gibt, der von seinem Onkel auch noch eine lange Aufgabenliste bekommt, die er in zwei Wochen erledigen soll. Auch die Organisatoren sind begeistert – und gespannt, ob „Herk“ seine Unbekannte kennenlernt. tla

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg