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Besucheransturm bei Benefizkonzert für historisches Trafohaus

Spendables Publikum Besucheransturm bei Benefizkonzert für historisches Trafohaus

„Das ist absolut phantastisch: So viele Leute sind gekommen, Jung und Alt. Ich bin total begeistert“, freut sich Dörte Worm-Kressin, die Vorsitzende des Vereins Kulturfenster Obernkirchen. Auf rund 350 Besucher schätzt sie die Anzahl derjenigen, die am historischen Trafohaus bei einem Gläschen Wein oder etwa einem „kühlen Blonden“ der Geselligkeit frönen und sich von der Live-Musik des Blasorchesters des TSV Krainhagen unterhalten lassen.

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Otto Kauffeld spendet, Barbara Roeder-Schmidt (links) und Kirsten Battaglia sammeln.

Quelle: wk

Obernkirchen. Eine Resonanz, die die an sich durchaus optimistischen Erwartungen der Organisatoren in der Praxis weit übertrifft. Angesichts des Besucheransturms haben diese, so Worm-Kressin, auf die Schnelle noch etliche Stühle aus dem Bestand des Jugendringes und sogar aus der Stiftskirche besorgt, um möglichst vielen Gästen eine Sitzgelegenheit anbieten zu können. Wenngleich manch einer der Besucher letzten Endes dennoch mit einem Stehplatz vorlieb nehmen muss. Der guten Stimmung an diesem Freitagabend tut dies aber keinen Abbruch, was zweifelsfrei auch ein Verdienst des von Roman Reckling dirigierten Blasorchesters ist, das ein „auf einen schönen Sommerabend hin zusammengestelltes Programm“ präsentiert.

Dies beginnt mit dem aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“ (Hermann Dostal) stammenden „Fliegermarsch“, der zu einer Art klingendem Markenzeichen des Instrumentalensembles geworden ist. Denn mit diesem zackigen Stück eröffnet das Krainhäger Blasorchester mittlerweile jedes seiner Konzerte. Es folgen unter anderem das aus dem Zeichentrickfilm „Findet Nemo“ bekannte Stück „Beyond The Sea“ in einer Robbie-Williams-Version, ein – im übertragenen Sinne – „Aber bitte mit Sahne“ garniertes Udo-Jürgens-Medley sowie ein Filmmusiken von Ennio Morricone zusammenfassendes Werk namens „Moment For Morricone“. Klar, dass in diesem Medley auch die legendären Titelmusiken aus den beiden Italo-Western „Spiel mit das Lied vom Tod“ und „Für eine Hand voll Dollar“ vorkommen. Und – last but not least – intonieren die spielfreudigen Musiker auch noch einen „Greatest Hits“-Mix zu Ehren der legendären britischen Rockband Queen.

Derweil sind der Obernkirchener Bürgermeister Oliver Schäfer sowie als Mitglieder des „Arbeitskreises Stadtjubiläum“ die SPD-Genossinnen Barbara Roeder-Schmidt und Kirsten Battaglia mit Spendenbüchsen unterwegs, um die Besucher des Benefizkonzertes um ein paar oder mehr Euro zugunsten des unmittelbar am Kirchplatz stehenden alten Trafohauses zu erleichtern. Eingangs hatte Schäfer im Rahmen seiner kurzen Begrüßungsrede darauf hingewiesen, dass man die „Substanz dieses bedeutenden Hauses“ erhalten und dies um eine Abwasserleitung sowie einen externen Lagerraum erweitern wolle. Insgesamt rund 40 000 Euro hat die Stadt hierfür veranschlagt, wobei zwei Drittel dieser Summe durch Fördergelder finanziert werden sollen. Den Rest indes muss die Stadt tragen.
Von Worm-Kressin ist hierzu noch zu erfahren, dass sich der Verein Kulturfenster Obernkirchen eine bessere technische Ausstattung in Form einer Spülmaschine, einer Kochgelegenheit und etwa Schränken wünscht. Und zwar um bei kulturellen Veranstaltungen wie den regelmäßigen „Trafo-Treffs“ oder eben auch bei einem Event wie diesem Konzert eine vernünftige „Infrastruktur“ für die Bewirtung der Besucher zu haben.

Vor diesem Hintergrund bereitet es den drei an gelben Schärpen zu erkennenden Spendensammlern keine große Mühe, bei den Besuchern Geld locker zu machen: „Man muss die Leute nur anlachen, dann klappt’s“, erklärt Battaglia ihre Strategie. Außerdem wüssten die Leute ja, worum es bei dieser Veranstaltung geht. Wie viele Euro – den Erlös aus dem vom „Kulturfenster“-Verein betriebenen Getränke- und Snack-Verkauf eingerechnet – für den beabsichtigten Zweck zusammengekommen sind, steht jedoch erst fest, wenn die Spendendosen Anfang dieser Woche vom Stadtkämmerer geöffnet und deren Inhalte ausgezählt worden sind. wk

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