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Besucherstärkste Saison in mehr als sechs Jahrzehnten

Obernkirchen / Veranstaltungsreihe Besucherstärkste Saison in mehr als sechs Jahrzehnten

Langsam, aber sicher neigt sich die Vortragsreihe rund um Großbritannien dem Ende entgegen, und bei den Veranstaltern der Reihe „Treff im Stift“ herrscht rege Freude: So stark wie bei diesem Thema war der Besucherandrang noch nie – und man kann dabei auf eine mehr als 60-jährige Tradition zurückblicken.

Obernkirchen. Obernkirchen (rnk). 130 Plätze fasst der Stiftssaal – und noch nie mussten so viele Stühle geschleppt werden, weil der Andrang so groß war. Das freut natürlich nicht nur das Team vom „Treff im Stift“, wie Werner Hobein und Äbtissin Susanne Wöbbeking gestern Nachmittag bei der Bilanzpressekonferenz betonten, sondern auch die Referenten, die in den großen Städten zumeist vor einer spürbar kleineren Zuhörerzahl vortragen würden.

 Ganz genau genommen ist die Vortragsreihe, die sich mit Großbritannien befasst, noch nicht beendet: Am Sonnabend folgt noch das Konzert, außerdem stehen noch zwei Reisen im Juni und September an, die aber beide längst ausgebucht sind. Für Hobein noch immer eine Mischung, die trägt: Erst die Vorträge und darauf aufbauend dann die Reise: „Es reist sich besser, wenn man vorher viel über das Land gehört hat.“ Hobein selbst war nicht nur überrascht über den starken Zuhörerzuspruch, sondern anfangs nicht völlig überzeugt von dem Land als Jahresthema: „Ich wurde überstimmt.“ Eine greifende Erklärung für den Ansturm weiß er nicht, zumal es sich bei Großbritannien um ein Land handle, das nicht täglich in der öffentlichen Wahrnehmung stehe.

 Und natürlich ist ein durchgehend starker Vortragsbesuch für den Trägerverein auch unter finanziellen Gesichtspunkten erfreulich, aber: „Ohne Sponsoren geht es trotzdem nicht.“

 Zum Abschluss gibt es am Sonnabend, 21. April, ein Themenkonzert: Der Kammerchor Hannover unter der Leitung von Stephan Doormann wird ab 18 Uhr „Shakespeare21“ geben. Gesungen wird in der Stiftskirche.

 William Shakespeare ist einer der weltweit bekanntesten Schriftsteller. Seine Figuren aus Dramen und Komödien sind selbst Jugendlichen von heute ein Begriff und über moderne Verfilmungen sogar wieder Identifikationsfiguren. Diese mehr als 300 Jahre alten Texte haben bis heute nichts an ihrer Kraft und Wirkung verloren und inspirieren Künstler immer wieder zu neuen Schöpfungen.

 Der Kammerchor Hannover möchte mit seinem Projekt „Shakespeare21“ die Zuhörer zu einer Zeitreise einladen und mit ihnen den Bogen über diese 300 Jahre spannen. Und was wäre als Aufführungsort passender als eine Klosterkirche, die zu Shakespeares Lebzeiten schon stand. Dieser Gang in die Vergangenheit wird musikalisch verstärkt durch Shakespeare-Vertonungen von John Dowland. Diese Stücke sind zu Shakespeares Lebzeiten entstanden und werden von Anna Bineta Diouf (Alt) und Arlon Sariel (Laute) vorgetragen. In die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts zurückversetzt, betreten die Zuhörer die alten Kirchenräume. Dort werden sie durch die Musik durch die Jahrhunderte getragen und hören Shakespeare-Vertonungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert von Ralph Vaughan Williams, Frank Martin, Jaakko Mäntyjärvi, Sven-Eric Johanson, Lars-Johan Werle und Nils Lindberg. Zudem hat der Kammerchor Hannover bei Fabio Nieder und Sven Hagvil insgesamt drei Werke über Shakespeare-Texte in Auftrag gegeben, die im Rahmen von „Shakespeare21“ zur Aufführung kommen. So hören die Zuhörer Werke aus Shakespeares Zeit und gerade erst in diesem Jahr entstandene Werke – und können an ihnen die Zeitlosigkeit der shakespeareschen Texte nachempfinden.

 Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt sechs Euro.

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