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Bienen summen, Blumen blühen

Cantemus läutet Frühling ein Bienen summen, Blumen blühen

 „Welch lieblicher Klang“: Mit einem frischen Konzert auf ganz hohem Niveau hat der Kammerchor „Cantemus“ den Frühling eingeläutet.

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„Don don don, diri diri, don don don don“: „Cantemus“ bieten ein glockengleiches Klangerlebnis.

Quelle: mig

Obernkirchen. Im Stift Obernkirchen präsentierte der Chor ein Programm, das viele musikalische Leckerbissen bereithielt.

Die Bienen summen, die Blumen blühen, und der Kammerchor „Cantemus“ gibt ein Konzert. Eines, das den Frühling feiert, eines mit viel Sopranglanz und Sonne im Herzen. Es ist viel romantisches Liedgut, das die Sänger an diesem Nachmittag nach Obernkirchen mitgebracht haben. Robert Schumann steht auf dem Programm genauso wie Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Daneben gibt es immer wieder Ausflüge in andere Regionen, Abstecher zu Orlando di Lasso oder zu Claude Debussy. Und all das gut passt gut zusammen. Wie in den vergangenen Jahren auch hat das Ensemble ein Programm erarbeitet, das in jeder Facette einem Leitmotiv untergeordnet ist. Einmal mehr hat die examinierte Musik- und diplomierte Gesangslehrerin Stephanie Feindt klasse Arbeit geleistet.

Im Konzertsaal des Stiftes präsentierte sich der Chor jedenfalls bestens aufgelegt. Mal jubilierend und mit einem voluminösen Stimmkörper wie beim Psalm „I will praise thee, O Lord, with my whole Heart“, mal eher zurückhaltend und voller Inbrunst wie bei Debussy. Di Lassos „Matona, Mia cara“ gaben die Sänger dann eine schwingende Note. „Don don don, diri diri, don don don don“, schallte es durch den Saal – ein glockengleiches Klangerlebnis.

Das Hauptaugenmerk lag an diesem Nachmittag aber auf romantischem Liedergut, wobei Schumanns „Im Walde“ nach Eichendorff-Gedichten den Anfang machte. Dieser Liederkreis, der zu den großen lyrischen Zyklen der Musik gehört, wird von einem tiefen Gefühl der Sehnsucht durchzogen, eine Sehnsucht, die im Vortrag von „Cantemus“ zu hören war.

Wehmütig, fast schon traurig kommt das volkstümliche, von Brahms geschaffene Lied „In stiller Nacht, zur ersten Wacht“ daher. „Der nächt’ge Wind hat süß und lind zu mir den Klang getragen“, lässt uns der Autor des Stückes wissen. Der Text transportiert ein Gefühl, das jeder kennt, der eine schöne Vollmondnacht im Freien erlebt hat. Das am hellen Tag alles ganz anders aussieht demonstriert ein Lied von Mendelssohn Bartholdy, sein „Lerchengesang“.

Hell und strahlend klingt das Ensemble, beschwingt und fröhlich. „Wir steigen durch Wolken zur Sonne. Zur Sonne, zur Sonne.“ Ein wunderbares Frühlingslied, das von „Cantemus“ fast schwerelos vorgetragen wird.

Großartig auch: Johnny Cashs „I got shoes, you got shoes, all God’s Children got shoes.“ Wie der Chor das „Heav’n“ langsam ausrollen lässt, länger und immer länger – toll! Den Schlusspunkt unter ein absolut hörenswertes Konzert setzt das romantische „Kein schöner Land“. Wie heißt es doch im „Lerchengesang“ so schön: Ein lieblicher Klang...“. Stimmt!

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