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Bis Dezember wird gebuddelt

Schliepstraße in Obernkirchen Bis Dezember wird gebuddelt

Die Bauarbeiten des Abwasserverbandes Auetal im Bereich der Verlängerung der Schliepstraße in Obernkirchen haben begonnen. Gebaut wird eine zweite Druckrohrleitung. Die Kosten für die 1,7 Kilometer lange Leitung belaufen sich auf rund eine Million Euro. Die Arbeiten sollen bis Dezember abgeschlossen sein.

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Durch den Bau einer zweiten Druckrohrleitung ist in nächster Zeit mit Beeinträchtigungen bei der Ausfahrt vom Kompostplatz des Baubetriebshofes her zu rechnen. 

Quelle: pr.

OBERNKIRCHEN. Der Abwasserverband Auetal bestand vor der Gebietsreform 1974 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden der heutigen Samtgemeinde Eilsen sowie den heutigen Ortschaften der Stadt Obernkirchen. Die Kernstadt Obernkirchen besaß ein eigenes Klärwerk am heutigen Bauhof.

Der Abwasserverband Auetal ist ein kommunaler Zweckverband und heute ein Zusammenschluss der Stadt Obernkirchen, der Samtgemeinde Eilsen, der Deutschen Rentenversicherung (Kurklinik Bad Eilsen) sowie der Bundeswehrverwaltung für den Militärflugplatz Achum.

Der Abwasserverband beseitigt das Schmutzwasser für die Träger im Verbandsgebiet. Dafür unterhält er fünf Pumpenanlagen und rund 140 Kilometer Schmutzwasserleitungen im Verbandsgebiet. Kernstück ist die Kläranlage in Vehlen. Dort sind zurzeit fünf Werksmitarbeiter beschäftigt, die für die Technik und die Betreuung des Kanalnetzes und des Klärwerks zuständig sind. Die Verwaltung erfolgt ehrenamtlich über den Verbandsausschuss.

Nach 25 Jahren kommt Unterstützung

Hintergrund für den aktuellen Bau der Druckrohrleitung ist eine historische Entwicklung: Die Kernstadt Obernkirchen wurde erst nachträglich an das Kanalnetz des Abwasserverbandes Auetal angeschlossen. Mit der damaligen Stilllegung des Klärwerks in Obernkirchen auf dem heutigen Bauhof wurde an dortiger Stelle eine Druckrohrleitung gebaut, die über die Schliepstraße, Bäckerstraße und Maschstraße verläuft.

Diese Druckrohrleitung entsorgt die gesamte Kernstadt Obernkirchen, da es sich historisch bedingt um zwei voneinander getrennte Kanalsysteme handelt. Die bestehende Druckrohrleitung ist mittlerweile 25 Jahre alt, sodass der Verband entschieden hat, eine zweite Druckrohrleitung zu bauen: um die Entsorgungssicherheit zu verbessern und um nötige Wartungsmaßnahmen an der bestehenden Leitung durchführen zu können.

Im Bereich Schliepstraße, hinter dem Bauhof der Bergstadt, haben die ersten Arbeiten begonnen. Dort werden die Teilstücke der neuen Druckrohrleitung verschweißt und zur Verlegung vorbereitet.

Spezialbohrer kommt zum Einsatz

Die Verlegung erfolgt nicht in offener Bauweise, sondern im Wege eines sogenannten Spühlbohrverfahrens. Zu diesem Zweck werden in Abständen von 100 bis 200 Metern Kopflöcher ausgeschachtet. Von diesen aus wird mit einem Spezialbohrer gebohrt, anschließend werden die Leitungsrohre eingezogen. Mit diesem Verfahren ist es nicht notwendig, die gesamte Leitungsstrecke zu öffnen und auszuschachten.

Dadurch werden die Kosten – im Gegensatz zu einer offenen Bauweise – gesenkt und die Beeinträchtigungen für Anlieger, insbesondere an der Maschstraße, möglichst gering gehalten.

Bei einer Anliegerversammlung wurden die Anwohner der Maschstraße bereits über die zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen informiert. Diese dürften allerdings im Ergebnis aufgrund des gewählten Bohrverfahrens insgesamt nur gering ausfallen. rnk

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