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Blick in die Zukunft

Entwicklungskonzept für Obernkirchen und Eilsen Blick in die Zukunft

Damit sowohl die Bergstadt als auch die Samtgemeinde Eilsen attraktive Arbeits- und Wohnorte bleiben oder wieder werden, haben Obernkirchen und Eilsen mit dem Planungsbüro Reinold (Rinteln) ein integratives Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEK) erarbeitet.

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Eines von zwölf Obernkirchener Wunschprojekten im IEK: Nach einer energetischen Sanierung und optischen Aufwertung soll die alte Beeker Schule, in der jetzt das Jugendzentrum seinen Sitz hat, „multifunktional“ genutzt werden können. tw

Obernkirchen. Der Obernkirchener Bauausschuss hatte Anfang Februar dem Entwurf dieses Konzeptes zugestimmt und eine Liste mit zwölf Wunschprojekten verabschiedet, für die die Stadt auf Geld vom Land hofft (wir berichteten). Das Konzept erstreckt sich auf die komplette Bergstadt und die Samtgemeinde. Jetzt können sich die Bürger die Pläne im Rathaus ansehen.

 Denn der demografische Wandel hat längst begonnen – und spiegelt sich in den Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung wider, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Daher sei es Ziel beider Kommunen, diese Entwicklung langfristig zu stabilisieren. „Das heißt, dass Abwanderungen aus Obernkirchen und Eilsen so gering wie möglich gehalten und überdies Anreize geschaffen werden sollen, dass sich insbesondere junge Familien hier ansiedeln“, schreibt Michael Swoboda. Der Mitarbeiter im Obernkirchener Bauamt: „Zu diesem Zwecke sollen durch Aufgabenteilung neue, zentrale, leistungsfähige und für die Bürger attraktive Einrichtungen zur Daseinsgrundversorgung geschaffen werden.“

 Zudem gehe es darum, Bergstadt und Samtgemeinde als attraktive Lebensräume zu erhalten, zu gestalten und zu sichern, sowie die bestehende Infrastruktur bedarfsgerecht und barrierefrei zu ertüchtigen und zu vernetzen. Swoboda: „Das im Bau befindliche Gesamtklinikum Schaumburger Land wird dabei von Obernkirchen wie Eilsen als zusätzliche Entwicklungschance gesehen und mit Blick auf künftige Kooperationen und Netzwerke in die Betrachtung einbezogen.“

 Durch die Zusammenarbeit von Obernkirchen und Eilsen solle durch gemeinsame Konzepte zum Vermeiden und/oder Abfedern des Bevölkerungsrückgangs die Attraktivität der beiden Wohnstandorte gestärkt werden. „Beim Sichern der Daseinsgrundversorgung gilt es, ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau und die Weiterentwicklung sowie eventuell auch auf die Zentralisierung der altersgerechten Daseinsvorsorge zu legen“, so der Bauamtsmitarbeiter weiter. Dazu gehöre es insbesondere, die geschichtlich gewachsenen Versorgungszentren der Kommunen zu beleben, indem Ortsmittelpunkte neu geschaffen oder doch zumindest gestärkt sowie Verkehrsstrukturen verbessert würden.

 Die weiteren Maßnahmen erstreckten sich darauf, die durch den demografischen Wandel überdimensionierte Infrastruktur sowohl in der Bergstadt als auch in der Samtgemeinde anzupassen beziehungsweise zurückzubauen sowie leer stehende oder doch zumindest vom Leerstand bedrohte Gebäude gemeinschaftlich zu nutzen. Dabei soll auch geprüft werden, ob es nicht sinnvoll ist, Einrichtungen, die auf Dauer nicht mehr erhaltungsfähig sind, aufzugeben.

 Die Zusammenarbeit von Obernkirchen und Eilsen soll sich jedoch nicht nur darauf beschränken, Überkapazitäten abzubauen: Denn durch den demografischen Wandel und die damit verbundene Zunahme der älteren Bevölkerung entsteht auch eine besondere Kundenklientel – Senioren. „Hier sind besonders die medizinische Versorgung, der ÖPNV oder entsprechende Ergänzungsangebote sowie seniorengerechte Wohnformen gefragt“, erklärt Swoboda. Gleiches gelte für das Schaffen barrierefreier Zugänge zu öffentlichen Einrichtungen und Räumen.

 Ebenfalls ein Kernthema des Konzepts ist es, die Strukturen in den beiden Rathäusern zu optimieren, das Bildungsangebot insbesondere im Gesundheitswesen zu erweitern, die DSL-Breitbandversorgung für gewerbliche und private Nutzer in Obernkirchen und Eilsen auszubauen sowie etwas für den Tourismus in der Bergstadt und in der Samtgemeinde zu tun.

 Allerdings: „Die Daseinsgrundvorsorge der auf dem Land lebenden Menschen darf durch all diese Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden“, betont der Bauamtsmitarbeiter. Denn dies würde dazu führen, dass beide Orte weiter an Attraktivität verlören und eine weitere Abwanderung ihrer Bevölkerung hinnehmen müssten. „Deswegen muss der gemeinsame Strukturanpassungsprozess ständig überprüft werden“, endet die Mitteilung der Stadt.

 Alle Interessierten haben jetzt die Möglichkeit, den Entwurf des obigen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes der Stadt Obernkirchen und der Samtgemeinde Eilsen von Donnerstag, 19. März, bis Montag, 20. April, in den jeweiligen Rathäusern einzusehen oder über die Internetseite der Bergstadt abzurufen. Während dieser Zeit können Bürger Stellungnahmen entweder schriftlich einreichen oder mündlich zu Protokoll geben.

 Terminabsprachen zwecks Einsicht in die Pläne sind auch mit Michael Swoboda, Telefon (05724) 39556, möglich.

tw

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