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Obernkirchen Stadt Bornemann bekommt neue Eigentümer
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Bornemann bekommt neue Eigentümer
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18:41 20.06.2012
Gero von der Wense Quelle: pr.
Obernkirchen

Obernkirchen (ab). Die jetzigen Inhaber versichern, dass der Verkauf den traditionsbehafteten Standort Obernkirchen nicht gefährde. Im Ortsteil Gelldorf arbeiten heute 450 Frauen und Männer.

 Im Moment liegt der Löwenanteil an Bornemann bei den Familien Wülfing und Bornemann (53 Prozent). Vor fünf Jahren hatte sich die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK (45 Prozent) in Gelldorf eingekauft. „Wir wollen uns jetzt nicht etwa von einem Konkurrenten kaufen lassen, sondern wir suchen einen strategischen Investor, dessen Angebot wir mit unseren Kernkompetenzen ergänzen“, sagt Hauptgesellschafter Clemens Wülfing. Bornemann-Pumpen behaupten sich seit Jahren auf dem Markt der Öl- und Gasförderung, bei einigen Spezialpumpen liegt Bornemann an der Spitze des Weltmarktes.

 Am Mittwochmorgen informierte die Geschäftsleitung von Bornemann Management und Belegschaft über die Verkaufspläne. „Wir können mit Interessenten aus einer Position der Stärke heraus verhandeln“, sagt Bornemann-Geschäftsführer Gero von der Wense. Das Jahr 2012 werde man voraussichtlich mit einem Umsatz in Höhe von 118 Millionen Euro abschließen. „Das ist der höchste Umsatz in den 159 Jahren, in denen es Bornemann in Obernkirchen gibt“, ergänzt von der Wense. „Die Bornemann-Guppe ist an allen Standorten profitabel.“

 Warum also ein Verkauf? Nach den Worten des Managements zielt er vor allem darauf, die Zukunft des Unternehmens zu sichern. „Wenn ein Unternehmen so stark wächst wie Bornemann, bedeutet das natürlich auch immer ein gewisses Risiko“, sagt Clemens Wülfing. Auf dem Markt für Öl und Gas macht Bornemann 75 Prozent seines Umsatzes. Gerade dieser Markt verlange von Unternehmen wie Bornemann, weltweit präsent zu sein – mit Ansprechpartnern, aber auch mit Servicemitarbeitern. „Wir haben das mit Tochtergesellschaften aufzufangen versucht, aber ein Mittelständler wie Bornemann stößt irgendwann an seine Grenzen“, sagt Clemens Wülfing. Eine internationale Ausrichtung mache es sicher auch einfacher, Fachkräfte zu finden.

 Bislang habe man noch mit niemandem verhandelt, heißt es bei Bornemann. „Wir starten den Prozess jetzt – und zwar zu unseren Bedingungen“, sagt Clemens Wülfing. Er zeigte sich überzeugt, dass der Verkauf bis zum Herbst abgeschlossen werden kann. „Die Zahl der Interessenten, die zu uns passen, ist nicht allzu hoch, wir suchen schließlich keinen Finanzinvestor“, sagt Wülfing. Für die Verhandlungen hat sich Bornemann die Unterstützung von Lincoln aus Frankfurt gesichert, die als Spezialisten für Firmenverkäufe gelten.