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Brandstelle bleibt beschlagnahmt

Polizei ermittelt noch Brandstelle bleibt beschlagnahmt

Autofahrer, die im Bereich Lieth unterwegs sind, reagieren mehr und mehr genervt: Knapp drei Wochen nach dem Feuer vom 24. Oktober versperrt ihnen die eingezäunte Brandruine des Wohnhauses Höheweg Nr. 36 noch immer den direkten Weg in Richtung Festhalle – und wird das vermutlich auch noch eine ganze Weile tun.

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Die abgesperrte Brandstätte blockiert die Zufahrt zur Liethhalle. Doch ehe die Polizei sie nicht freigibt, kann der Giebel des Gebäudes nicht abgerissen werden; das aber ist Voraussetzung für ein Aufheben der Bypass-Umleitung.

Quelle: tw

Obernkirchen. Denn: „Die Polizei hat die Brandstelle noch nicht freigegeben, ermittelt noch“, sagt ein Mitarbeiter vom Bauordnungsamt des Landkreises Schaumburg auf Nachfrage dieser Zeitung – und ohne Freigabe ist ein Abriss der Ruine durch den Eigentümer und ein Aufheben der „Bypass“-Umleitung nicht möglich.

 Das bestätigt die Polizei Bückeburg der Redaktion auf Anfrage: „Das Ergebnis der Ermittlungen ist derzeit noch offen. Wir schließen Brandstiftung nicht aus“, berichtet Pressesprecher Matthias Auer. Der Oberkommissar: „Meine Bückeburger Kollegen können sich im Inneren des Gebäudes zusammen mit dem Gutachter und einem Abrissunternehmer angesichts der vom Einsturz bedrohten Fassade nur langsam vortasten.“ Auer spricht angesichts der Schadenshöhe von etwa 50000 bis 60000 Euro von einem „wirtschaftlichen Totalschaden“ der Immobilie. Deren Freigabe sei Sache der Staatsanwaltschaft.

 Gleichwohl geht der Landkreis Schaumburg nach Angaben der Behörde nicht davon aus, dass im Bereich der Ruine direkte Gefahr für Leib und Leben von Fußgängern und Fahrern besteht – weswegen dem Eigentümer auch nur auferlegt worden sei, nicht das ganze Gebäude, sondern lediglich den einsturzbedrohten Giebel abzutragen; breche der Rest zusammen, falle er nicht auf die Straße, sondern auf das Grundstück. Türen und Fenster des Objekts seien von Mitarbeitern des Bauhofes inzwischen mit Holzplatten verschlossen worden. Eine Information dieser Zeitung, der zufolge dem Eigentümer für das Abtragen eine Frist bis kommenden Montag, 17. November, gesetzt worden sein soll, wollte der Landkreis dagegen nicht bestätigen.

 Doch wie auch immer: Sollte der Eigentümer der Auflage nicht nachkommen, kann die Behörde ein Zwangsgeld verhängen und in einem weiteren Schritt eine „Ersatzvornahme“ anordnen. Klartext: Er könnte eine Firma beauftragen, die den Abriss des Gebäudes auf Kosten des Eigentümers übernimmt. Dass es am Ende dazu kommt, glaubt der Landkreis aber nicht. Der Eigentümer zeige sich „kooperativ“ so die Behörde.

 Derweil ist die Stadt Obernkirchen in der Sache weitgehend aus dem Schneider. „Wir haben die Brandstelle abgesperrt und die Vollsperrung der Straße veranlasst; außerdem haben wir die Umleitung ausgeschildert und unterhalten sie auch“, sagt Bernd Watermann. Der Fachbereichsleiter weiß allerdings, dass der „Bypass“ über Jägerweg und Weheweg nicht optimal ist, da Letzterer nicht für Begegnungsverkehr ausgelegt ist: „Bei Regen wird es für Autofahrer mit Blick auf den aufgeweichten Randstreifen noch schwieriger.“ Daher habe der Bauhof dort in der Vergangenheit immer wieder gesplittet. Auch das sei allerdings nichts optimal, weil der Splitt von den Reifen auf die Straße getragen werde und dann wieder beseitigt werden müsse. Doch sobald die Stadt einen Fingerzeig erhalte, werde sie erneut Splitt auftragen, versichert der Fachbereichleiter mit Blick auf die besondere Situation.

 Wie berichtet, war das unbewohnte und zum Verkauf stehende Haus Höheweg 36 in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober ein Raub der Flammen geworden. Ein Anwohner hatte den Brand kurz vor 1 Uhr bemerkt; der Brandgeruch hatte ihn geweckt. Feuerwehren aus Obernkirchen, Vehlen, Gelldorf, Krainhagen und Röhrkasten kämpften fünfeinhalb Stunden lang mit bis zu 65 Kräften sowie der Drehleiter aus Bückeburg gegen die Flammen an. tw

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