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Holzernte bei Obernkirchen Butterweicher Untergrund

„Zeit ist Geld“ – diese Devise gilt auch in der Forstwirtschaft, die bei der Holzernte daher schon lange nicht mehr auf den Einsatz schweren Geräts verzichten kann.

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Mark Gützkow

Obernkirchen. Angefangen beim Fällen der Bäume durch Holzerntemaschinen („Harvester“) über Traktoren, Seilschlepper („Skidder“) und Tragschlepper („Forwarder“), die jeweils die Baumstämme an die Waldwege bugsieren, bis hin zu den das Stammholz aus dem Forst zu etwa den Sägewerken abtransportierenden großen Lastkraftwagen. Man mag das gut finden oder nicht, es ist aber die dem Wettbewerb geschuldete Realität, der sich auch die heimischen Forstbetriebe nicht entziehen können.

 „Ein Harvester schafft pro Tag die Arbeit von zehn bis 15 Forstwirten“, verdeutlicht Mark Gützkow, Leiter der Klosterrevierförsterei Obernkirchen. Und ein Langholz-Lastwagen könne freilich ungleich mehr Holz transportieren als ein Pferdefuhrwerk. Dass die Waldwege indes durch die tonnenschweren Fahrzeuge mitunter stark in Mittleidenschaft gezogen werden, sei zwar bedauerlich, gleichwohl sei es „unvermeidlich, die Waldwege für die Holzernte zu nutzen“. Denn genau dafür seien diese Wirtschaftswege angelegt.

 Allein schon aus Eigeninteresse, aber auch, damit die Wege von der Bevölkerung zu Erholungszwecken genutzt werden können, lasse man diese Forststraßen aber regelmäßig wieder instand setzen, betont der 33-Jährige. So werden etwa die Fahrspuren mit einem Mineralgemisch respektive Schotter aufgefüllt. Zudem wird der wassergebundenen Wegdecke ein leicht gewölbtes Profil gegeben, damit Regenwasser schnell zu den Seiten hin abfließen kann. Maßnahmen, für die der Klosterrevierförsterei Obernkirchen in diesem Jahr beispielsweise ein Budget in Höhe von 100.000 Euro („Das ist schon ordentlich“) zur Verfügung steht, das diese bereits in den Wegebau investiert hat.

 Gerade erst saniert wurde der Rolfshagener Weg, der deswegen zunächst für Kraftfahrzeuge sowie für Pferde und Reiter gesperrt ist. Denn auch, wenn man es als Laie nicht merkt, ist die frisch aufgefüllte und profilierte Wegdecke nach Auskunft des Revierförsters zurzeit noch „butterweich“, sodass diese durch das Gewicht von Kraftfahrzeugen oder Pferden beschädigt werden würde. Die Reifen würden momentan nämlich Fahrspuren hinterlassen und die Pferdehufe Trittspuren. Erst nachdem sich die Wegdecke weiter gesetzt und verfestigt hat, was bis zu drei Monate dauern kann, wird die Sperrung daher wieder aufgehoben. Spaziergänger und Radfahrer dürfen den Rolfshagener Weg dagegen schon jetzt nutzen.

 Wegebaumaßnahmen wurden zudem hinsichtlich folgender Forstwege durchgeführt: Watermann’scher Weg (instand gesetzt), Oberer Hangweg (ausgebessert), Hühnerbachweg, Postbotenweg und Unterer Hangweg (mit einem sogenannten Wegehobel abgezogen), Schlangenweg (Graben freigeräumt) sowie Kronsbergweg, Essmannweg und Promilleweg (jeweils nachprofiliert, um den Wasserablauf zu verbessern). Bei den Bezeichnungen der beiden letztgenannten Waldwege handelt es sich übrigens um interne Bezeichnungen der Klosterrevierförsterei.

 Nicht aufwendig instand gesetzt werden laut Gützkow indes die Rückegassen in den Baumbeständen, da dies reine Maschinenwege für Harvester & Co. sind. wk

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