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Chefwechsel im Förderverein der Stiftskirche

Obernkirchen Chefwechsel im Förderverein der Stiftskirche

An der Spitze des Fördervereins der Stiftskirche hat sich ein Wechsel vollzogen. Der „Mann der ersten Stunde“, Dr. Hermann Müntinga, hat sich zurückgezogen.

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Pastor Herbert Schwiegk (M.) dankt Dr. Hermann Müntinga (l.) für seinen Einsatz. Rechts der Vorsitzende des Bauausschusses, Ralf Schönbeck.

Quelle: sig

Obernkirchen. Sein Nachfolger ist Rolf-Bernd de Groot, profunder Kenner der Heimatgeschichte und damit auch des Wahrzeichens der Bergstadt.

 „Ich bin 75 Jahre alt geworden, da ist es Zeit sich zurückzuziehen; das war mein letzter Abend hier“, verkündete der längst pensionierte Seelsorger im evangelischen Gemeindezentrum „Rote Schule“.

 Richtig losgelassen hat ihn die Obernkirchener Stiftskirche nie, in der er 25 Jahre lang Gottesdienste abgehalten hat. So war es für ihn eine logische Konsequenz, auch bei der Gründung des Fördervereins selbst Verantwortung zu übernehmen und sich für die notwendigen baulichen Maßnahmen einzusetzen.

 Das geschah und geschieht natürlich in enger Abstimmung mit dem Kirchenvorstand, der die erforderlichen Beschlüsse fassen muss. Das Spendenaufkommen wird vom Kirchenkreisamt in Wunstorf verwaltet. Innerhalb von zehn Jahren hat der Förderverein insgesamt 47160 Euro aufgebracht. Damit beteiligte er sich an der Restaurierung des Tribbe-Epitaphes, an der Erneuerung der Lampen und der elektrischen Leitungen, an der Anschaffung des Weltkugelleuchters und des neuen Bildmaterials für den Schriftentisch.

 Dazu kommt natürlich eine Reihe weiterer Maßnahmen, die unter anderem von der Landeskirche, der Klosterkammer oder in einem Fall auch durch einen unbekannten Spender finanziert wurden. Dazu gehören zum Beispiel die Turmsanierung mit Einbau einer Treppe, die Lichtinstallation in der Turmkapelle und die Sanierung sämtlicher Kirchenfenster. Auch energetisch ist in dem historischen Gotteshaus viel geschehen. Eine neue Heizung spart spürbar Energiekosten.

 Unschätzbar wichtig und sehr umfangreich sind die Eigenleistungen, die von ehrenamtlichen Freiwilligen unter der Leitung von Ralf Schönbeck bisher erbracht wurden. Schönbeck ist Vorsitzender des Bauausschusses. Freimütig bekennt er: „Meine Mitstreiter sind in die Jahre gekommen, wir brauchen nun neue und jüngere Helfer.“

 Der Förderverein hat seinen Mitgliedern und Interessenten im Laufe der Jahre auch zahlreiche interessante Vorträge angeboten. Zu den Referenten zählten der Minister a.D. Dr. Rolf Krumsiek, die Pilgerpastorin Maike Selmayr, der Hamburger Hauptpastor Dr. Ferdinand Ahuis und Rolf-Bernd de Groot. Vor dem jetzigen Führungswechsel sprach das Architekten-Ehepaar Gerhard und Eva Müntinga aus Bad Arolsen über kirchliche Sanierungsmaßnahmen und Umbauten in ihrer Region. Lichtbilder veranschaulichten den Fachvortrag; Gerhard und Hermann Müntinga sind Brüder.

 Mit einem Blumenstrauß dankte Pastor Herbert Schwiegk am Schluss der Veranstaltung dem scheidenden Fördervereinschef für seinen Einsatz. Für ihn sei aber sicher, dass damit das Engagement Müntingas für die Stiftskirche nicht ende.

 Nachfolger Rolf-Bernd de Groot versprach den Anwesenden, sich nach Kräften für die Ziele des Fördervereins einzusetzen. Dazu gehöre auch, nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten für die weiteren anstehenden Aufgaben zu suchen. Es hat den Anschein, dass dieser Stabwechsel gelungen ist.

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