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Obernkirchen Stadt Da hat die Motte keine Chance
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Da hat die Motte keine Chance
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00:26 26.11.2015
Setzen an der Bergamtstraße eine von drei Kastanien in die Erde: Gerhard Kirchner (Mitte) mit seinen Mitarbeitern Lothar Weber, Bernhard Stahlhut und Sunny Rutkowski. Quelle: tw
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Obernkirchen

Der Baum ist einer von dreien, die der Gärtnermeister und Chef der Firma „Obernkirchner Gartenbau“ beidseits der Bergamtstraße pflanzt. Den Auftrag dazu hatte Grünexpertin Christiane Matthaei vom Rathaus der Bergstadt übermittelt.

 „Die drei Kastanien ersetzen abgängige und bereits gefällte Exemplare“, berichtet Kirchner. Dabei handelt es sich bei dem Ersatz um rot blühende Bäume. Sie haben gegenüber den weiß blühenden Kastanien, die zu etwa 70 Prozent die Bergamtstraße zieren, den Vorteil, „dass sie weitestgehend immun gegen die Miniermotte sind“, betont Kirchner, der auch Umwelttechniker ist.

 Bei der Rosskastanien-Miniermotte, deren Name von „minieren“, also untergraben, kommt, handelt es sich um einen Kleinschmetterling, der sich fast ausschließlich in den Blättern der weiß blühenden Rosskastanie entwickelt. Entdeckt wurde sie erstmals 1984 in Mazedonien. Die Fraßgänge der Larven führen zu einer schnellen Braunfärbung und damit zu einem langsamen Welken der Blätter schon im Sommer. Es kommt zu einer Schwächung des Baumes, da die Photosynthese unterbrochen wird. Die Bäume können weniger Nährstoffe aufnehmen. Sie verlieren auch ihre ästhetische Qualität, zumindest Monate früher als ohne Befall durch die Rosskastanienminiermotte.

 Die Obernkirchener Neupflanzungen sind zwischen sechs und sieben Jahre alt, haben einen Stammumfang von aktuell 20 bis 25 Zentimetern und eine Höhe von derzeit etwa 3,50 Metern. Alle drei Kastanien stammen aus einer heimischen Baumschule. tw

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