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Das Labyrinth als Ursymbol

Obernkirchen / Kirche Das Labyrinth als Ursymbol

Am kommenden Sonnabend, 7. Mai, wird weltweit der „Tag des Labyrinthes“ begangen - auch in Obernkirchen.

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So sah es im letzten Jahr aus, am Samstag soll das Labyrinth noch einmal deutlich größer ausfallen.

Obernkirchen (rd). Bereits im vergangenen Jahr zeichneten Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde im Rahmen des Gemeindefestes ein mehrgängiges Labyrinth aus Kreide auf den Kirchplatz und stießen dabei durchaus auf ein großes Interesse der Bergstädter.

Für dieses Jahr ist noch größeres geplant: Ganze 24 Meter Durchmesser soll das neue Labyrinth haben und somit den Besuchern eine Weglänge von 1000 Metern bieten.

Wenn von einem Labyrinth gesprochen wird, denken viele unwillkürlich an Irrgärten. Ein Labyrinth ist jedoch in den seltensten Fällen ein Irrgarten, sondern meistens führt ein Weg zur Mitte ohne Abzweigung.

Denn das klassische Labyrinth ist ein Ursymbol der Menschheit. Man findet es auf 3000 Jahre alten kretischen Münzen, bei den Römern, bei den seefahrenden Völkern des Nordens, in Indien und sogar bei einigen Indianerstämmen in Nordamerika, am häufigsten und vielfältigsten jedoch in der eigenen mitteleuropäischen christlichen Kultur, vor allem in Handschriften, Rasenlabyrinthen oder als Bodenmosaik in Kirchen, wie das berühmte Labyrinth im französischen Chartres.

Das Durchschreiten des Labyrinthes ist auch immer ein Symbol der Pilger gewesen, und darum sieht die evangelische Jugendgruppe diese Aktion auch als eine Vorbereitung auf ihre diesjährige Pilgerwanderung an Pfingsten. Interessierte Jugendliche die mit gestalten möchten, sind ab 17.30 Uhr eingeladen, aber auch neugierige Erwachsene, die sich trauen, einmal ganz neue Wege zu beschreiten.

• Termin: Unter dem Motto „Ostern auf die Spur kommen“ lädt die Evangelisch lutherische Kirchengemeinde am kommenden Sonnabend auch zu einer thematischen Kirchenführung durch die Stiftskirche ein. Sie beginnt um 17 Uhr und wird angeboten von Friedhelm Voigt. Er hat in Loccum die landeskirchliche Ausbildung zum Kirchenpädagogen absolviert und macht nun ehrenamtlich in diesem Bereich Angebote für Erwachsenengruppen, aber auch für Schulen und Kindergärten.

Ziel der Kirchenpädagogik ist es, einen Kirchenraum zur Sprache kommen zu lassen, seine Symbole und Zeichen zu verstehen und ihn neu „mit Kopf, Herz und Hand“ zu entdecken. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Teilnehmer treffen sich am Haupteingang der Stiftskirche.

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