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Das Wetter ist schuld

Obernkirchen / Schwimmsaison Das Wetter ist schuld

Noch ziehen sie im Sonnenbrinkbad ihre Bahnen, doch bereits jetzt steht fest: Wenn die Schwimmsaison am Sonntag, 26. Oktober, in den Mittagsstunden zu Ende geht, werden „sie“ weniger gewesen sein als im Vorjahr: Nur „58000 Badegäste“ haben dann den Weg ins Obernkirchener Freibad gefunden – Organisationsleiter Andreas Pröpper hat’s bereits vorab hochgerechnet.

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Weil der Kassenautomat kaputt ist, gibt er das Drehkreuz am Eingang nicht mehr frei. Andreas Pröpper (von links), Robert Rammelsberg und Walter Ostermeier werben um Geldspenden.

Quelle: tw

Obernkirchen. Das ist dann ein Minus von etwa 15 Prozent gegenüber 2013, als 68000 kamen.

 Noch kälter hatte es indes das Bückeburger Bergbad erwischt: Mit 88289 Badegästen hatte die Sommersaison 2014 dort klar die Schallmauer von 100000 Besuchern verfehlt und war mit einem Rückgang um 21,35 Prozent deutlich hinter das Vorjahr zurückgefallen.

 Als Grund für die Obernkirchener Delle nennt Pröpper in erster Linie das Wetter, das mit einem Kälteeinbruch Mitte August in diesem Jahr nicht so „schwimmbadtauglich“ gewesen sein soll, wie es sich die Ehrenamtlichen gewünscht hätten. Einen weiteren Grund hat Robert Rammelsberg ausgemacht: „Es ist die Ganztagsschule“, sagt der Chef des Fördervereins. Diese lasse den Jugendlichen in den Nachmittagsstunden für Freibadbesuche kaum noch Zeit. Entsprechend sei das Schulschwimmen zurückgegangen.

 „Wetter und Schule sind zwei Faktoren, auf die wir leider keinen Einfluss haben“, bedauert Pröpper. Die Technik sei für den Besucherrückgang jedenfalls definitiv nicht verantwortlich: „Das Blockheizkraftwerk“, betont der Organisationsleiter, „hat störungsfrei gearbeitet und die Wassertemperatur bei konstant 26 Grad Celsius gehalten.“ Zudem waren zum Saisonstart die Elektrolysezellen im Keller des Bades ersetzt worden; die alten hatten abgewirtschaftet. Die Erneuerung schlug mit 38000 Euro zu Buche. Die Firma ITT Borneman hatte außerdem die fünf Pumpen des Bades, von denen zwei als besonders zuwendungsbedürftig gelten, gratis gewartet. Das Einzige, was für die Saison 2015 eventuell auf die Agenda kommen könnte, „ist der Austausch der Rohre zwischen den Becken“, überlegt Pröpper.

 Immerhin gibt es trotz des jüngsten Minus’ offensichtlich einen Lichtblick: „Mehr und mehr Menschen kommen inzwischen von außerhalb zu uns“, hat Walter Ostermeier beobachtet. Der Vizevorsitzende wirft regelmäßig einen Blick auf die Kennzeichen der Autos, die vorm Freibad parken – und entdeckt dabei zunehmend Hamelner, Mindener und Rintelner. Für Ostermeier ist daher klar: „Wir müssen in diesen und auch anderen Städten gezielt damit werben, dass die Schwimmsaison bei uns in Obernkirchen erst spät endet, man also hier noch baden kann, wenn die Bäder anderenorts längst geschlossen sind.“

 Zur Erinnerung: Zwischen 2010 und 2012 waren die Besucherzahlen des Sonnenbrinkbades dramatisch zurückgegangen, lagen nur noch zwischen 50000 und 60000. Das nicht zuletzt, weil die 2010er-Saison wegen eines Unwetterschadens verkürzt werden musste und das Badewasser immer wieder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt gewesen war.

 Merke: Der Saisonausklang wird Sonnabend, 25. Oktober, zwischen 15 und 21 Uhr mit einer vom Förderverein organisierten Party zünftig gefeiert – mit Grillgut, vier Cocktailsorten (eine ohne Prozente) und Musik vom Band. Am Sonntag, 26. Oktober, steht dann zwischen 8 und 13 Uhr das Abschwimmen an. Dazu kredenzt der Förderverein Kaffee und Kuchen; Badegäste bringen Frühstück mit. An beiden Tagen will der Förderverein ein letztes Mal die Werbetrommel rühren und um Geldspenden für den Kauf eines neuen Kassenautomaten bitten. Wie berichtet, hat der Alte seinen Dienst quittiert, ein Nachfolger kostet 19000 Euro.tw

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