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Obernkirchen Stadt Das Ziel: Deutscher Meister werden
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Das Ziel: Deutscher Meister werden
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00:27 25.04.2018
In Oschersleben lässt sich Daniel Streitberg mit dem von ihm gefahrenen Mazda MX5 ablichten. Quelle: pr
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Obernkirchen

Der Auftakt ist für den 20-Jährigen, der für den „Motorsport-Club Schaumburg im ADAC“ fährt, jedenfalls schon mal vielversprechend. Denn am ersten Rennwochenende der Saison hat er bei zwei Rennveranstaltungen auf der Grand-Prix-Strecke in Oschersleben (Sachsen-Anhalt) jeweils den zweiten Platz erreicht.

Gestartet war Streitberg dort in der Klasse „Division I“, die – vereinfacht erklärt – für nach bestimmten Leistungsgewichten eingeteilte „seriennahe Fahrzeuge, die auch eine Straßenzulassung erhalten würden“ steht. Konkret bewegte er auf dem rund 3,3 Kilometer langen Kurs einen 110 PS starken „Mazda MX5“, der mit einem Rennsportfahrwerk, Überrollkäfig, Schalensitzen, Fünf-Punkt-Sicherheitsgurten und profillosen Rennsportreifen, sogenannte Slicks, ausgerüstet war.

Angetreten waren bei den beiden Rennveranstaltungen in Oschersleben jeweils neun Piloten, berichtet Streitberg. Bundesweit seien bei der vom Deutschen Motorsport Bund (DMB) veranstalteten „Deutschen Slalom-Meisterschaft (DSM)“ indes 99 Fahrer gemeldet, wobei deren Anzahl übers Jahr noch steigen könne. Voraussetzung zur Teilnahme sei der Besitz einer „B-Lizenz“ des Deutschen Motorsport Bundes sowie ein „regelkonformes Auto“.

Er selbst hat die erforderliche Qualifikation dadurch erworben, dass er beim „Youngster-Cup 2016“ des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt den 3. Platz belegt hat. Dadurch wurde er in ein Förderprogramm des Automobilclubs aufgenommen, das ihm die Teilnahme am „Norddeutschen ADAC-Slalom-Cup 2017“ ermöglichte. Bei jenem Wettbewerb wiederum landete er zwar nur auf Platz 21 von 50, dank des Förderprogramms darf er aber dennoch bei der „Deutschen Slalom-Meisterschaft 2018“ um den Titelgewinn kämpfen. Das dafür benötigte „regelkonforme Auto“ stellt der ADAC bei den einzelnen Rennen zur Verfügung.

Kein eigenes Auto für die Rennen

Mangels eines eigenen Fahrzeuges beschränkt sich Streitbergs Training (und damit ist er nicht allein) auf die bei den DSM-Rennveranstaltungen den jeweils zwei Wertungsläufen vorgeschalteten Trainingsläufen (jeweils einer): „Das große Problem ist, einen Sponsor zu finden“, erklärt der 20-Jährige. Und ohne Sponsor sei es ihm respektive seinem Verein nicht möglich, ein eigenes Fahrzeug für den Rennsport anzuschaffen und zu unterhalten sowie die entsprechenden Trainings auf einer Rennstrecke zu finanzieren. Einen gewissen zusätzlichen Trainingseffekt dürfte bei Streitberg aber haben, dass er auch noch dem Kartsport frönt und als langjähriges Mitglied des „Motorsport-Club Schaumburg im ADAC“ regelmäßig an Kartrennen teilnimmt.

Nach dem für ihn erfreulichen DSM-Saisonauftakt hat Streitberg (Informatik-Azubi im dritten Lehrjahr) bis Ende September noch bei neun weiteren Rennwochenenden die Gelegenheit, ordentlich Gas zu geben, um den Meistertitel einzuheimsen.

Warum er sich überhaupt dem Rennsport widmet? „Weil es mega-viel Spaß macht, schnell zu fahren“, verrät er. wk

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