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„Das beste Essen auf dem ganzen Markt“

Obernkirchen / DRK „Das beste Essen auf dem ganzen Markt“

Für Wolfgang Foerstner ist es gar keine Frage: „Wir haben das beste Essen am Markt.“ Nun kann der Vorsitzende des Schaumburger Roten Kreuzes naturgemäß kaum eine andere Aussage machen, aber seit einigen Tagen ist der Menüdienst dabei, den Beweis anzutreten: nicht nur im gesamten Landkreis, sondern auch im Hamelner Bereich.

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Guten Appetit: Alfred Watermann, Kataryna Walschek und Erich Knoch (von links) bringen das nach DRK-Meinung „beste Essen auf dem Markt“ zum Kunden. Wer es probieren möchte, kommt am 27. August ab 13 Uhr zum Tag der offenen Tür beim DRK Schaumburg. © rnk

Obernkirchen (rnk). Es sind zwei Faktoren, die das Essen aus der Masse der Bewerber hervorstehen lässt, unterstreicht DRK-Geschäftsführer Kirk V. Johnson: Erstens wird täglich geliefert, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, während die Mitbewerber auf dem Markt in aller Regel nur fünf Tage in der Woche fahren und ausliefern. Aber die Tage, in denen davon ausgegangen werden konnte, dass Oma oder Opa am Wochenende im Kreise der Familie verköstigt werden, sind lange Jahre vorbei, ist sich Johnson sicher. Und zweitens: Der DRK-Kreisverband lässt es sich viel Geld kosten, damit das Essen heiß und ohne Vitaminverlust beim Kunden ankommt.

Das Besondere an dem Menüservice des DRK ist, dass einzelne Menükomponenten zwar vorgegart, aber erst direkt vor dem Verzehr zu 100 Prozent fertiggestellt werden. Durch diese Vorgehensweise bleiben Vitamine und Nährstoffe bestmöglich erhalten, erklärt Johnson. Dies sei sogar der Fall, wenn das Essen warm geliefert werde. Die Bring-Fahrzeuge sind mit Konvektomaten ausgerüstet, die während der Fahrt via Heißluft die auszuliefernden Menüs pünktlich und schonend zubereiten.
Denn für jeweils rund 13.000 Euro hat das DRK drei Auslieferfahrzeuge mit diesen Konvektomaten ausgerüstet.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Tiefkühlware morgens in die Konvektomaten gepackt und während der Fahrt zubereitet wird. Gearbeitet werden kann dabei in mehreren Bereichen des fahrenden Ofens, sodass im ersten Bereich das Essen für die Kunden zubereitet wird, die zuerst angesteuert werden; später kann dann die Zubereitung im zweiten Bereich des Ofens beginnen. Ein weiterer dient gleichsam als Kühlschrank: für die Desserts und die Salate. Je nach Bedarf, so Johnson, könne man diese Öfen in Betrieb nehmen und so bis zu 40 Menüs auf einer Tour heiß beim Kunden abliefern.

Denn was kaum jemand weiß: Eine EU-Richtlinie schreibt vor, dass bei einer Auslieferung das Essen mit mindestens 65 Grad beim Kunden ankommen muss. Und wer sein Essen tiefgekühlt bestellt, der darf sich freuen, dass er es nicht in einer marktüblichen Alu-Verpackung erhält, sondern in einer porzellanweißen Menüschale: Es kann direkt in die Mikrowelle gestellt werden.

Frische, Konsistenz, Optik und Geschmack, auf der Fahrt zubereitet und ofenheiß serviert: Geschäftsführer Johnson sieht sich damit „sehr gut aufgestellt“ auf einem hart umkämpften Markt, der aufgrund des demografischen Wandels zunehmen wird. Denn die Zahl der Senioren nimmt rapide zu, Johnson will auch gar nicht verhehlen, dass er hier seine Zielgruppe sieht.

Das Programm kann sich sehen lassen, meint Johnson: Aus mittlerweile mehr als 200 Menüs kann bequem von Zuhause ausgewählt werden. Das umfangreiche Sortiment reicht von diversen Menüs über leckere Salate bis hin zu leichten Desserts. Die Zusammenstellung der Menüs erfolgt konsequent unter der Prämisse einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung.

Und mit den tiefgekühlten Menüs kann man sich einen Vorrat ins Haus bringen lassen. Wer es dabei ganz bequem haben möchte, bestellt sich anstelle einer handelsüblichen Mikrowelle ein Spezialgerät, das in Zusammenarbeit mit der Firma „apetito“ für Seniorenhaushalte entwickelt wurde.

Der umfangreiche Katalog und entsprechende Flyer sind im Internet auf der Seite des Deutschen Roten Kreuzes Schaumburg herunterladbar, Kathrin Schmidt vom Menüservice ist zudem unter den beiden Rufnummern (0 57 24) 927 60 17 und 01805-37 51 75 erreichbar. Bestellt werden kann ab einer Portion, es gibt keine vertragliche Bindung, der Kunde kann so lange bestellen, wie er mag. Die Preise liegen bei 5,20 bis 6,80 Euro bei den heißen Gerichten und bei 4,80 bis 6,25 Euro bei den kalten Gerichten.

Dass der Kreisverband des DRK jetzt stärker ins Geschäft mit dem Menüservice einsteigt, hat seinen Grund im Umzug: Im Bornemann-Gebäude liegen Küche und Gefrierraum nebeneinander, die Öfen stehen auch näher: Es gibt viel Platz – ganz anders als in Stadthagen. „Dort“, so erklärt Johnson, „hatten wir nur begrenzte Möglichkeiten.“ Der Menüservice sei ein „Tätigkeitsfeld, auf dem wir viel Geld verdienen wollen – und auch müssen; nicht zuletzt, um auch die ehrenamtliche Arbeit finanzieren zu können“. Über rund 150 Kunden für die heißen Gerichte verfügt das DRK zurzeit nach Angaben Johnsons, 50 sind es bei den kalten Gerichten und der Tiefkühlware.

Auch wenn Johnson hofft und glaubt, dass er das Geschäft ausbauen kann, so bleibt doch ein Problem: Nach dem Wegfall der Zivildienstleistenden muss er jetzt Personal einsetzen – und das kostet Geld. Gesucht werden daher jetzt sogenannte „Bufdis“ – Menschen, die den Bundesfreiwilligendienst leisten.

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