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Das nächste Mal alle daheim abholen?

Obernkirchen / Nur 150 Besucher beim Wiesenfest Das nächste Mal alle daheim abholen?

Viel Arbeit haben das Rott Rösehöfe und die Freizeitsportgemeinschaft Rösehöfe in die Ausrichtung ihres mittlerweile „17. Wiesenfestes“ gesteckt: So waren deren Mitglieder bereits Tage vor der als Fest für die ganze Familie geplanten Veranstaltung in der Bergstadt unterwegs gewesen, um die Einwohner des 1955 eingemeindeten Stadtteils Rösehöfe zu der Veranstaltung einzuladen.

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Die Brüder Aaron (7, links) und Noah Maggio (3) haben Spaß beim Bemalen von Kunststoffblumentöpfen. 

Quelle: wk

Obernkirchen. Insgesamt 250 Flyer wurden dafür in die Briefkästen der Häuser gesteckt, berichtete der Rottführer Uwe Steinbrecher. Zudem habe man zwei Tage „stramm gearbeitet“, um das im Sülbecker Weg gegenüber dem Obernkirchener E-Center gelegene Wiesengrundstück zu mähen sowie das Festzelt, die „Knobelbude“ und die übrige Infrastruktur bis hin zum Toilettenwagen aufzubauen. Auf das Wetter hatten die Organisatoren naturgemäß zwar keinen Einfluss, wurden am vergangenen Sonnabend aber mit dem erhofften schönen Spätsommerwetter für ihre Mühe belohnt.

 Allein die Anzahl der Besucher hätte größer sein können: Über den Tag verteilt dürften es wohl wieder um die 150 Leute werden, die dem „Wiesenfest“ einen Besuch abstatten, wagte Gerold Bruche (Freizeitsportgemeinschaft) im Verlauf des Nachmittages eine Prognose – die Veranstaltung war da bereits rund zwei Stunden in Gang. Solch ein Ergebnis würde übrigens der Resonanz der vorherigen „Wiesenfeste“ entsprechen und wäre insofern durchaus als Erfolg zu verbuchen. Gleichwohl hätte sich nicht nur Bruche über ein größeres Besucherinteresse seitens der Obernkirchener – und dabei auch der Neubürger – gefreut: Er habe das Gefühl, dass die bloße Einladung mittels der verteilten Flyer zu unpersönlich ist, meinte Gerhard Heumann (ebenfalls Freizeitsportgemeinschaft). Vielleicht sollte man insbesondere die Neubürger beim nächsten Mal quasi „an die Hand nehmen“, indem man sie im Vorfeld persönlich anspricht, eine konkrete Verabredung trifft und sie dann auch zu diesem Zeitpunkt zu Hause abholt. Denn das – im Wechsel mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Bürgerschützenfest – gefeierte „Wiesenfest“ sei für Neubürger doch eine gute Gelegenheit, um andere Obernkirchener kennenzulernen.

 Mehr noch: Die gesellige Veranstaltung sei auch deshalb einen Besuch wert, weil man dort nette Gespräche mit ebenfalls mitfeiernden Nachbarn führen könne und auch viele „Leute, die man sonst nicht mehr so oft sieht“, treffe, meinte die alteingesessene Obernkirchenerin Anneliese Swoboda. „Das Wiesenfest hätte es verdient, dass mehr Leute kommen“, pflichtete Willi Pörtner bei, der dabei auch das von den Organisatoren aufgestellte Unterhaltungsprogramm im Sinn hatte.

 Dazu zählte etwa ein Fußballturnier, bei dem insgesamt fünf Hobby-Mannschaften mit jeweils vier Feldspielern und einem Torwart gegeneinander antraten, um den ausgelobten Wanderpokal zu ergattern. Jede dieser Begegnungen dauerte zweimal sieben Minuten. Am Ende des am Nachmittag über die Bühne gegangenen Turniers rangierte das Team „Rott Strull“ mit zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 17:4 auf Platz eins, gefolgt von „Teutonia West“ aus Stadthagen mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 13:8. Dritter wurden die „AWG Kickers“ mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 16:12.

 Auf die Interessenlage von Kindern zugeschnitten war indes ein Stand, an dem Jungen und Mädchen ihre Gesichter von ehrenamtlichen Helferinnen des Rotts Rösehöfe respektive der Freizeitsportgemeinschaft Rösehöfe bunt bemalen lassen konnten. Zudem durften sie selbst mit Pinsel und Farbe Hand anlegen, um schwarze Kunststoffblumentöpfe mit den „Nationalfarben“ der Bergstadt – also Weiß und Gelb – nach ihrem Gusto zu verschönern. Die fertigen „Kunstwerke“ sollen dann, so Steinbrecher, anlässlich des 2015er Bürgerschützenfestes entlang des Sülbecker Weges aufgestellt werden und frisch geschlagenem, als Straßenschmuck gedachtem Birkengrün festen Stand verleihen.

 Am Abend des „Wiesenfestes“ sorgte schließlich die heimische Band „Sacrifice Cargo“ alias Emanuel Eßmann (Gitarre, Gesang), René Scheel (Bass, Gesang) und Felix Piepenschneider (Drums) mit Livemusik der oftmals kernigeren Gangart für Unterhaltung. Zu deren Repertoire gehörten gecoverte Songs von „Nirvana“ und den „Red Hot Chili Peppers“, aber auch einige selbst geschriebene Stücke. wk

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