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Das passt: Zu spät kommen und früher gehen

Obernkirchen / DSV Das passt: Zu spät kommen und früher gehen

Marcus Reineke kann am Mikrofon erst einmal mit einem Vorurteil aufräumen. Das Brustschwimmen gehört für den Trainer zu den schwersten Schwimmarten überhaupt, in seinen technischen Ansprüchen ist es nur noch mit dem Delphinstil vergleichbar.

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Nicht nur was für echte Männer: Wasserball und Aqua Ball werden im Freibad vorgestellt. © pr.

Obernkirchen (rnk). Nur weiß das keiner, denn jeder, der sich im Brustschwimmstil bewegt, glaubt ja, dass er es kann, weil er als sichtbaren Beweis seine Runden dreht. Aber der weitaus größte Teil der Brustschwimmer könne nicht schwimmen. Den Beinschlag und Rhythmus zu koordinieren, das gelänge ihnen nicht, erklärt Reineke. Seine Sportler, die die Schwimmarten vorführen, geben nur bedingt Gas: Nachmittags steht noch ein Wettkampf in Hannover an – es gilt, die Kräfte zu bündeln.

Reineke hat ausreichende Gelegenheit, über das eine oder andere Grundsätzliche in allen vier Schwimmarten aufzuklären, denn das Schwimmfest, das die Schwimm- und Sportfreunde im Auftrag und aus Anlass des 125-Geburtstages des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ausrichten, ist übersichtlich besucht. Das hat seine Gründe: Die Bewerbung hielt sich in überschaubaren Grenzen. Zudem hat ein Großteil des jugendlichen Zielpublikums an diesem Tag wohl einen anderen Termin: Fast überall stehen die Einschulungen an.

Außerdem muss Reineke ein bisschen die Zeit überbrücken, denn das Team des DSV, das sich angesagt hat, lässt auf sich warten: Es steht im Stau auf der Autobahn. Wie sich dann zeigt, erscheint es mit einer halbstündigen Verspätung, gleichsam als Ausgleich packen die beiden Mitarbeiter später nach ihrem Auftritt eine halbe Stunde vor dem Ende des offiziellen Programms ihre Siebensachen wieder ein.

Nicht, dass sie jemand vermisst hätte, denn der Beitrag des DSV-Teams zu diesem verlängerten Vormittag besteht lediglich im Aufstellen eines Glücksrades, und das war's. Von der per Aufsteller behaupteten Vielfalt des DSV ist nichts zu sehen.

Und so liegt die ganze Veranstaltung in den Händen der Schwimm- und Sportfreunde, die sich redlich bemühen, aufzeigen, dass der Schwimmsport viele Facetten hat. Das beginnt bei der der Gymnastik im Wasser, zu der Reineke schließlich gut 25 Schwimmerinnen begrüßen kann, setzt sich fort über Aqua-Ball (eine Art Wasserball, bei dem sich der ballführende Spieler aber nicht bewegen darf) und endet noch lange nicht beim unfassbar kräftezehrenden Wasserball, der bei den Schwimmfreunden einst den Status einer eigenen Sparte genoss.

Auch die Turmspringer zeigen mehrfach, dass sich das Training in diesem verregneten Sommer gelohnt hat. Schöner Auftritt. Und noch eine Erkenntnis erbrachte der lange Vormittag: Die neuen Water-Walking-Bälle, in denen man über das Wasser laufen kann, sind der Hit.

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