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Der Führerschein? Ein Problem in jeder Wehr

Obernkirchen Der Führerschein? Ein Problem in jeder Wehr

Über die Ausstattung der Feuerwehren mit Digitalfunkgeräten und sogenannten „Feuerwehrführerscheinen“ hat Obernkirchens Stadtbrandmeister Clemens Keich den städtischen Ausschuss für Bürgerangelegenheiten informiert.

Obernkirchen. Demnach soll der für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsfunktion (BOS)“ konzipierte Digitalfunk in ganz Niedersachsen eingeführt werden. An der entsprechenden Ausschreibung ist auch die Bergstadt beteiligt.

 Vorausgesetzt, es kommen insgesamt mindestens 5000 Digitalfunkgeräte zusammen, könne bereits Mitte 2013 das Ergebnis vorliegen, berichtete Keich. Ab dem vierten Quartal 2013 könnten dann die ersten BOS-Geräte abgerufen werden. Den Bedarf der Feuerwehren in Obernkirchen und dessen Ortsteilen beziffert er auf 15 bis 20 solcher Funkgeräte, die in den Feuerwehrfahrzeugen und den Gerätehäusern installiert werden sollen: „Es geht da für die Stadt um einen Posten in Höhe von zirka 30000 Euro“, sagte der Stadtbrandmeister mit Blick auf die zu erwartenden Kosten. Die Verwaltung teilte in der Sitzung mit, dass für diese Anschaffungen bereits eine Verpflichtungsermächtigung in den Finanzhaushalt der Stadt zulasten des Haushaltjahres 2014 eingestellt worden ist.

 Der erste Feuerwehrführerschein hat dagegen schon Einzug in den Feuerwehralltag in der Bergstadt erhalten – und zwar bei der Ortsfeuerwehr Krainhagen. Hintergrund ist, dass der heutige Führerschein Klasse B nur zum Führen von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen berechtigt, erläuterte Keich. Der Feuerwehrführerschein erlaube es indes, Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zu fahren, wie dies auch beim früheren Führerschein Klasse 3 der Fall ist. Darunter fallen etwa Tanklöschfahrzeuge mit aufgesetztem Wassertank (TLF-W) und Mannschaftstransportwagen plus Anhänger. Die Sonderregelung gelte „aber nur im Feuerwehrdienst und nur für Feuerwehrfahrzeuge“. Anders als bei der normalen Lizenz, die man nach dem Besuch einer Fahrschule und Bestehen eines amtlichen Prüfung erlangt, kann die Ausbildung zum Erwerb des Feuerwehrführerscheins intern durchgeführt werden. Für die jeweilige Feuerwehr bedeute dies zwar Mehrarbeit, dafür spare man aber die Kosten für einen regulären Lkw-Führerschein, resümierte der Stadtbrandmeister. Eine Abschlussprüfung gebe es nicht. Auf Nachfrage unserer Zeitung berichtete er, dass sich das Führerschein-Problem mittlerweile in jeder Ortswehr bemerkbar macht. Obwohl die Einsatzfähigkeit dadurch noch nicht gemindert sei, werde man eine Bedarfsanalyse machen, um herauszufinden, wie viele Aktive einen Feuerwehrführerschein benötigen und diese Angelegenheit dann „verstärkt angehen“.

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