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Der „Mokka Express“ läuft aus

Pächterin wechselt aus Obernkirchen nach Kleinenbremen Der „Mokka Express“ läuft aus

Pächter gesucht – und gefunden: In der Kleinenbremer Gaststätte „Zur schönen Aussicht“, geschlossen seit Mitte Juli, geht es weiter.

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Der Pachtvertrag ist bereits unterzeichnet: Klaus Peterding und Annika Dammer vor der Gaststätte in Kleinenbremen.

Quelle: ly

Obernkirchen/Kleinenbremen. Wiedereröffnung nach der Renovierung soll am 1. November sein. Die „Schöne Aussicht“ bleibt erhalten, verändert aber ihr Gesicht. Vereine können aufatmen, Weihnachtsfeiern und Sitzungen geplant werden.

 Im Dorf hatten bereits Gerüchte die Runde gemacht, die „Schöne Aussicht“ teile womöglich das Los anderer Dorfkneipen und werde geschlossen. Aber nichts da: Neue Pächterin ist Annika Dammer, die zurzeit noch das Café „Mokka Express“ im alten Bahnhof von Obernkirchen betreibt. Sie plant ein Café mit Frühstücksangebot, geöffnet von Mittwoch bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Nach Rücksprache sollen Vereine und Gesellschaften jedoch weiter die Möglichkeit haben, auch abends bewirtet zu werden. In der Küche hat der Eigentümer und langjährige Wirt Klaus Peterding Unterstützung zugesichert, zumindest für den Anfang. „Ich würde gerne mal wieder den Kochlöffel schwingen“, sagt er. Dennoch: „Wir suchen einen Koch für Feierlichkeiten“, so Dammer.

 In Obernkirchen war es zu eng geworden. Dort soll am 18. Oktober Schluss sein. Danach läuft der „Mokka Express“ in Kleinenbremen ein. „Der Pachtvertrag ist bereits unterzeichnet“, berichtet Peterding, der 30 Jahre lang selbst hinterm Tresen der „Schönen Aussicht“ gestanden hat, deren Name erhalten bleibt.

 Die Zeiten als klassische Dorfkneipe, wo man sich abends auf ein Bier traf, sind allerdings vorbei. Getan haben dies ohnehin immer weniger Kleinenbremer. „Leute, die zum Feierabendbier kommen, sind fast ausgestorben“, hatte Peterdings erst 2014 in einem Rückblick auf drei Jahrzehnte erklärt. „Kneipen sind nicht mehr die Zentren der Kommunikation.“

 Umso mehr dürften sich Kaffeetrinker freuen: Die neue Pächterin ist ausgebildete Fachkraft für die Zubereitung von Espresso-Getränken. Sie plant unter anderem einen Weihnachtsmarkt, Konzerte, Theater und Lesungen. „Wir möchten die Kleinenbremer locken“, erklärt ihre Mutter Renate. Dafür soll auch der große Saal im früheren Kino genutzt werden.

 „Junge Talente sollen sich melden und CDs einschicken“, ermuntert Annika Dammer, Telefon (0157)51761737, den Künstlernachwuchs. „Es passiert was im Dorf“, freut sich Peterding. Zunächst aber wird renoviert. Im Sommer möchte die neue Pächterin auch den Biergarten öffnen. Bückeburgern ist Dammer aus dem „Haus Palmenburg“ bekannt, einer Espresso-Bar mit angrenzendem Geschäft, wo sie bis 2013 zehn Jahre lang beschäftigt war.

 Peterding und seine Frau Martina haben überwiegend von Gesellschaften gelebt. Der Wirt hatte die Gaststätte 1983 zunächst gepachtet, um sie etwa zehn Jahre später zu kaufen. Das Ehepaar bleibt in dem Gebäude wohnen. Zuletzt war der Versuch des vorherigen Pächters gescheitert, aus der „Schönen Aussicht“ eine Speisegaststätte zu machen. „Wir haben uns getrennt“, sagt Peterding, ohne auf die Gründe einzugehen. Dammers Vorgänger hatte das Lokal von Ostern 2014 an gepachtet. Das Gastspiel dauerte nur 15 Monate.  ly

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