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Der Rondell-Bau beginnt

Obernkirchen Der Rondell-Bau beginnt

In das von den Bürgervertretern favorisierte Projekt „Rondell im La-Flèche-Park“ kommt Bewegung. „Die Firma Fischer Garten- und Landschaftsbau mit Sitz in Lindhorst hat bei der jüngsten Ausschreibung der Arbeiten den Zuschlag für das Rondell samt Zuwegung erhalten."

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Von Thomas Wünsche . Das berichtet Bernhard Watermann, Fachbereichsleiter im Rathaus, auf Anfrage der SN. Das Angebot der Fach- und Familienfirma, die seit 1957 besteht und auf Teich- und Wegebau spezialisiert ist, beträgt 46000 Euro.

 Baubeginn soll noch Anfang dieser Woche sein. „Da wir für die Maßnahme EU-Mittel erhalten, muss das Rondell noch im Jahre 2013 abgerechnet, sprich fertig werden“, betont Oliver Schäfer. Sollte die Witterung es zulassen, soll auch der zum Rondell führende Weg „gemacht“ werden. Falls nicht, wäre zumindest das nicht weiter schlimm. „Weil der Weg getrennt vom Rondell abgerechnet wird, kann er zur Not auch noch im Frühjahr 2014 angelegt werden“, so der Rathauschef.

 Die Politiker begreifen die Baumaßnahmen als – erste – Schritte hin zu einem Begegnungs- und Bewegungspark, der auch und gerade Senioren ansprechen soll. Eine Fitness- und eine Schachanlage sowie ein Bewegungspfad können später hinzukommen – falls dann Geld dafür da ist. Im Investitionsplan sind für das Gesamtpaket 40000 Euro reserviert; davon entfallen jeweils 20000 Euro auf das Rondell und 20000 Euro auf das Wegenetz. Die EU ist mit einem Zuschuss in Höhe von 8000 Euro im Boot.

 Zuletzt hat der Ausschuss für Stadtentwicklung unter Regie von Manfred Eßmann (SPD) Mitte Juni über das Projekt beraten (wir berichteten). Die von Wolfgang Hein (damals noch Architekturbüro AAD, Obernkirchen) entworfene Ideenskizze sieht ein Rondell vor, das bis zu 30 Menschen Platz bietet. Im Einzelnen sieht die Skizze die Anlage eines kreisrunden gepflasterten Platzes mit einem Durchmesser von sieben Metern vor. Geplant ist eine dreistufige Tribüne aus Sandsteinsockeln mit hölzerner Sitzauflage. Eingefasst werden soll das Rondell von einer 90 Zentimeter hohen Sandsteinmauer.

 Pergola ist aus

 Kostengründen raus

 Die Skizze sieht weiter vor, dass entlang der westlichen Mauer im Bogen Bänke aufgestellt werden, die speziell für ältere respektive gehbehinderte Menschen gedacht sind. Dort soll es außerdem möglich sein, Rollstühle oder Rollatoren zwischen den Bänken aufzustellen.

 Derzeitiger Stand der Pläne: Die im Ursprungsentwurf für das Rondell noch vorhandene Pergola ist aus Kostengründen aus der Planung genommen worden, die Tribüne wird sparsamer möbliert und nicht mehr durchgängig mit Holzsitzflächen versehen. Dafür sollen zwei Spezialsitze, die eine Feder haben, Gehbehinderte beim Aufstehen unterstützen.

 Stichwort Wege: „Die Wegeverbindung vom Eingang an der Stiftsmauer durch das Tor in den Park hinein bis hin zum ersten Querweg, der rechts am Ehrenmal vorbeiführt, wird neu gestaltet – und zwar gepflastert“, erzählt Schäfer. Später könnten dann weitere Fußwege durch ein Pflastern der Oberflächen Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren das Gehen erleichtern; obendrein sollen die Wege bei Dunkelheit besser ausgeleuchtet werden. Der Bürgermeister: „Das Rondell, welches wir anlegen lassen wollen, wird in etwa auf dem Platz der jetzigen Sonnenuhr errichtet. Die Sonnenuhr selbst wird versetzt.“

 Der Park als Ganzes war bereits in der ersten Jahreshälfte vom Ingenieurbüro Kirchner vermessen worden. Ergebnis: Die Wege sind für Rollstuhlfahrer zu steil, berichtete Bernd Sieck von der Obernkirchener Projektentwicklungs- und Planungsgesellschaft „Vision 12!“ damals: Sie haben Steigungen von bis zu 13 Prozent. Das vor allem durch die Senke im Park. Die zu beseitigen ist die Forderung von Vizebürgermeister Wilhelm Mevert. Tatsächlich: „Im Zuge der anstehenden Erdarbeiten soll die Senke beseitigt werden“, so Watermann.

 Zu Anfang

 drei Modelle

 Zur Erinnerung: Sieck hatte im Juni dieses Jahres drei mögliche und verschieden teure Modelle der Parkgestaltung vorgestellt. Das erste und günstigste Modell sah das Einbetten des Rondells in das bestehende Wegenetz mit allen seinen Schwächen vor; beim zweiten Modell, das mehr kostet, sollte es zunächst zwar in das Wegenetz eingebunden, dieses Netz aber erst später behindertengerecht ausgebaut werden; nach dem dritten und teuersten Modell sollte beides zugleich passieren und noch ein neuer Mittelweg angelegt und begrünt werden; nur der Umbau der Randbereiche war für später geplant.

 Wie es jedoch nach der Anlage des Rondells und seiner gepflasterten Zuwegung mit dem La-Flèche-Park im Jahre 2014 tatsächlich weitergeht – „das“, sagt Watermann, „hängt davon ab, wie viel Geld wir dann zur Verfügung haben werden.“

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