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Der neue „Historische“ ist da

Kalender für Obernkirchen Der neue „Historische“ ist da

Dass das alte Foto, welches das Deckblatt des Kalenders mit Bildern aus der Geschichte der Bergstadt ziert, eine doppelte Rarität ist, fällt erst auf den zweiten Blick auf: „Es ist eine Postkarte. Sie zeigt die Lange Straße, den Marktplatz und das Bürgermeisteramt – im Jahre 1940“, sagt Sybille Schlusche.

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Der Ausbau der Kaiserstraße (heute: Friedrich-Ebert-Straße) im Jahre 1904.

Quelle: pr.

Obernkirchen. „Auffällig daran“, so die Leiterin des Museums für Bergbau und Stadtgeschichte, „ist, dass auf dem Foto nicht eine einzige Hakenkreuzfahne zu sehen ist“. Das besagte Bild ist eines von 13 im neuen „Historischen Kalender“ für das Jahr 2015, der ab sofort auf dem Markt ist.

 „Wir haben erneut eine Kleinauflage von 200 Exemplaren gedruckt, die erfahrungsgemäß schnell vergriffen sein wird“, sagt Schlusche. Einmal mehr stammen die Aufnahmen aus dem Fundus des Museums; nur das Januar- und das April-Bild wurden von Hartmut Ehrlich bereitgestellt. „Der Fundus des Museums ist trotz der bislang veröffentlichten 130 Fotos zwar noch immer groß; das Problem ist aber, dass nicht alles Fotos das Gros der Menschen ansprechen und damit nicht alle geeignet sind“, so die Leiterin. Außerdem gebe es zahlreiche Aufnahmen, die leider nicht datiert sind.

 Dennoch ist das, was Schlusche in Zusammenarbeit mit dem Kulturfenster jetzt herausgibt, rundherum ansprechend. Nicht wenige der Aufnahmen sind Vergrößerungen von sehr kleinen Originalen; dem Reiz der Bilder tut das aber keinen Abbruch.

Flaschenproduktion in der Glasfabrik Heye im Jahre 1905.

Quelle:

Die Motive

  • Januar : Blick auf den Flaschenplatz der Glasfabrik Heye Schauenstein mit den beiden 1827 und 1843 von Caspar Hermann Heye erbauten „dicken Türmen“. Die Aufnahme entstand 1929.
  • Februar : Das Foto zeigt den Ausbau der Kaiserstraße im Jahre 1904 . Sie wurde später in Adolf-Hitler-Straße umbenannt und ist heute als Friedrich-Ebert-Straße bekannt.
  • März : „Maiden der Landfrauenschule in Küchen- und Molkereitracht auf dem Kirchplatz“ ist das Bild aus dem Jahre 1907 überschrieben.
  • April : Das Foto zeigt den Bau des Bahnzubringers zur Glasfabrik Heye im Jahre 1929.
  • Mai : Die Mai-Aufnahme ist eine der schönsten weil lebendigsten des Kalenders: Sie zeigt die Flaschenproduktion bei Heye im Jahre 1905. Weil die Belichtungszeiten damals noch sehr lang waren, sind die Gesichter der Arbeiter leicht verwischt.
  • Juni : Das 1978 entstandene Bild ist das jüngste im Kalender. Zu sehen ist der Ausbau der Straße Steinbrink – Kalte Weide.
  • Juli : Einen „Literarischen Lesezirkel“ im Jahre 1930 hat der Fotograf abgelichtet. Zu sehen ist die „bessere Gesellschaft“ der Bergstadt mit Stiftsdamen und Äbtissin.
  • August : Das Foto ist die einzige Farbaufnahme unter den zwölf Bildern. Sie zeigt die Sandsteinbrüche im Jahre 1963.
  • September : Auf dem Bild ist der Umzug des Erntewagens der Landfrauenschule 1937 zu sehen. Im Hintergrund steht das Haus von Bergrat Franke, heute Volksbank. „Vom Dach des Gebäudes weht die Hakenkreuzfahne“, sagt Schlusche. Da es ein historisches Bild ist, wollte die Museumsleiterin das Banner aber nicht wegretuschieren. Kenntlich ist die Szene heute nur noch an der Backsteinmauer, die als Einziges erhalten geblieben ist.
  • Oktober : Der Fotograf hat die Heye-Siedlung im Jahre 1934 in den Blick genommen. Sie wurde 1899 begonnen und umfasste 20 Doppelhäuser.
  • November : „Verwegene Gestalten“ würde als Bildtext zu dieser Aufnahme passen. Sie zeigt die Belegschaft des Sägewerks an der Lieth 1934.
  • Dezember : Im Blickpunkt des von Ludwig Bickel 1892 in der Stiftskirche geschossenen Bildes steht die von Heye gestiftete Orgel.

 Übrigens: Die „Historischen Ansichten aus Obernkirchen“ wurden von Rolf-Bernd de Groot seit 2006 herausgegeben. Nach dem Tod des Museumsleiters und großen Ehrenamtlichen hat seine Lebensgefährtin und Nachfolgerin Sybille Schlusche diese Aufgabe übernommen. Gekauft werden kann der „Historische“ ab sofort in der Info-Galerie, Friedrich-Ebert-Straße 14, zum Preis von 16 Euro. Der Erlös ist für die Arbeit der Galerie bestimmt.tw

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