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Die Bälle waren schwer und glitschig

Freundschaft Die Bälle waren schwer und glitschig

Sie haben vor mehr als einem halben Jahrhundert zusammen Fußball gespielt, einige sogar schon im Jugendbereich. Das hat die früheren Akteure der zweiten Herrenmannschaft des Sportvereins Obernkirchen (SVO) zusammengeschweißt. Ihre aktive Zeit ist längst vorbei. Aber sie treffen sich noch mindestens einmal im Jahr.

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Sie sind vor 50 Jahren ein Aushängeschild ihres Vereins gewesen: Die Spieler der früheren Reserve des SV Obernkirchen.

Quelle: sig

Obernkirchen (sig).  Für sie ist es selbstverständlich, dazu in „ihr“ Stadion zu gehen, in dem sie einst mit guten Leistungen aufhorchen ließen. Dort trafen sie sich auch diesmal. Aber leider konnten sie nicht ins Vereinsheim. Denn das war geschlossen. Deshalb nahm man nur kurz in einem der Tore Aufstellung, um ein Erinnerungsfoto zu schießen. Danach traf man sich bei einem früheren Mitspieler zum Klönen und zur Grillparty.

 Das war eine ideale Gelegenheit, um Erinnerungen auszutauschen und Vergleiche zu heute zu ziehen. Dabei wanderten auch Kopien von Zeitungsartikeln von Hand zu Hand, die über die einstigen Erfolge der Schwarz-Gelben berichteten. Da war zum Beispiel die Rede davon, dass man dem Spielführer des frischgebackenen Meisters der Kreisklasse Blumen überreichte, aber dem neuen Titelträger anschließend im Spiel nichts schenkte, sondern hochverdient noch einen Punkt abknöpfte.

 Wolfgang Frevert berichtete von Artur Scharfenberg, der die spielstarke Reserve des SVO lange Jahre betreut hatte, unter anderem in der Spielzeit 1964/65, als sie in ihrer Staffel Vizemeister wurde. Zweimal verpasste das Team aus der Bergstadt nur knapp den Aufstieg in den Bezirk. Einige Spieler schafften es auch in den Stamm der „Ersten“, die damals der Verbandsliga angehörte.

 Nicht nur die Welt sah damals anders aus, auch im Fußball hat sich seitdem vieles gewandelt. Es gab zum Beispiel keine Möglichkeit, Spieler auszuwechseln. Auch die Spielsysteme haben sich geändert. Heute spricht niemand mehr von der Läuferreihe, von einem Stopper und auch nicht von einem Links- oder Rechtsaußen.

 Die früheren Lederbälle gehören ebenso der Vergangenheit an. Sie waren bei Nässe schnell glitschig sowie schwer und dadurch unberechenbar. Da war es mutig, zum Kopfball anzusetzen. Mit diesem Spielgerät hatten zudem die Torhüter ihre Probleme, die noch längst nicht solche Spezialhandschuhe besaßen wie ihre heutigen Nachfolger.

 Am Treffen nahmen diesmal beim ehemaligen Mannschaftskameraden Günter Timmer folgende Fußballveteranen teil: Wolfgang Frevert, Dieter Grimm, Friedhelm Harland, Peter König, Fritz Krömer, Friedhelm Lohmann, Günter Möller und Joachim Rude.

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